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CDU-Kreisvorsitz: Thea Jüttner kandidiert gegen Elke Rühl

Thea Jüttner. Foto: Lothar Kaiser

Elke Rühl. Foto: Lothar Kaiser

Die eine ist Vorsitzende des Bauausschusses, die andere des Jugendhilfeausschusses. Und beide sind in der CDU: Elke Rühl (rechts im Bild) und Thea Jüttner (links im Bild). Am kommenden Montag streben sie auf dem 53. Kreisparteitag der CDU Remscheid ein weiteres Amt an – den Vorsitz des Kreisverbandes. Den legt an diesem Tag Kai Kaltwasser nieder. Mit Schreiben an Kreisvorstand und Ratsfraktion seiner Partei hatte er dies am 31. Mai angekündigt. Als Begründung gab Kaltwasser damals „politische Gründe“ an. Konkret: Damit protestierte er gegen die vom CDU-Fraktionsvorstand unter Karl Heinz Humpert betriebene Abwahl von Stadtkämmerer Jürgen Müller.

Seitdem haben alle Beteiligten viel Zeit zum Nachdenken gehabt. Auch über „undichte Stellen“ in den Gremien, die durchsickern ließen, dass es wohl von Seiten der CDU zwei Gegenkandidaten für Beate Wilding bei der Oberbürgermeisterwahl im nächsten Jahr geben werde – den früheren CDU-Fraktionsvorsitzenden Manfred Schwick und den früheren Geschäftsführer der CDU-Ratsfraktion, Jochen Siegfried, derzeit persönlicher Referent des Wuppertaler Oberbürgermeisters Peter Jung.

Dr. Heinz-Dieter Rohrweck. Foto: Lothar KaiserLetztlich kann nur einer der Beiden das Kandidatenrennen machen. Und auch bei der aktuell anstehenden Wahl des/der neuen Kreisvorsitzenden müssen sich die rund 600 CDU-Mitglieder zwischen den beiden Kandidatinnen entscheiden. Normalerweise erscheinen zu Kreisparteitagen, wenn keine Wahlen anstehen, etwa 100, und wenn gewählt werden soll, etwa 120. Für Montag rechnet Dr. Heinz Dieter Rohrweck (links im Bild), der Vorsitzende des CDU-Stadtbezirksverbandes Lennep, mit zusätzlichen 20. Denn „Kampfkandidaturen“ um Führungsposten sind (auch) in der CDU selten.

Bis gestern Abend galt die Landtagsabgeordnete Elke Rühl als die einzige Bewerberin um das Amt. Dann tagte der Vorstand der Lenneper CDU. Und danach griff Thea Jüttner zum Telefonhörer und rief die Parteifreundin an: „Elke, ich kandidiere gegen Dich!“ So kennt man die rüstige Pensionärin. Immer kämpft sie mit offenem Visier. Lange habe sie sich die Kandidatur überlegt, mit vielen Parteimitgliedern und Freunden gesprochen, sagte sie heute Nachmittag im Hause der Rohrwecks der Presse. Ihr Eindruck von der CDU in Remscheid: „Es brodelt sehr. Die Mitglieder fühlen sich durch zwei, drei Personen alleine gelassen, die die ‚Parteimeinung’ vorgeben. Ich will meine Zeit dafür einsetzen, die Kommunikation innerhalb der Partei, auch zwischen den Stadtbezirksverbänden, zu verbessern.“ Dabei ist für Thea Jüttner klar: „Auch die Entscheidung über den OB-Kandidaten der CDU treffen die Parteimitglieder mit. Kungeln und Mauscheln gibt es bei mir nicht!“

Bis dato schien die Wahl von Elke Rühl zur Kreisvorsitzenden nur noch eine Formsache zu sein. Zumal sich in den vergangenen Wochen peu à peu diverse Untergruppierungen befürwortend zu Wort gemeldet hatten – was das eine oder andere Vorstandsmitglied dieser Gruppen (Senioren-Union, Frauen-Union, Stadtbezirk Nord / Hasten, Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung bis hin zum Evangelischen Arbeitskreis) überrascht haben mag, weil es davon erst aus der Presse erfuhr. Nun also ist alles wieder offen, und die CDU-Mitglieder haben eine Alternative.

Auch deshalb entschloss sich Thea Jüttner zur Kandidatur. Die versteht sie als positives Signal an die Parteimitglieder: „Werdet aktiv. Ihr bestimmt, wo`s lang geht. So soll Demokratie aussehen!“ Dabei weiß sie, dass ihr das auch Gegner einbringen wird und den Vorwurf, einen Spaltpilz in die Partei zu legen. Jüttner heute: „Das liegt mir fern. Ich will nicht spalten, sondern einen. Am liebsten wäre mir gewesen, Kai Kaltwasser hätte das Amt gar nicht niedergelegt. Aber so, wie die Dinge nun einmal sind, hätte ich auch nichts gegen einen dritten Kandidaten. Wählen heißt schließlich auswählen!“

Hilmar Somborn. Foto: Lothar Kaiser

Die Frage „Tut das der Partei gut?“ und andere Bedenken seien gestern Abend im Vorstand der CDU Lennep diskutiert worden, bekannte Dr. Heinz Dieter Rohrweck. Aber schließlich habe sich niemand im Vorstand gegen Jüttners Kandidatur ausgesprochen. Dem gehören u.a. Kai Kaltwasser und Hilmar Somborn (links im Bild) an. Rohrweck: „Vielleicht tut eine zweite Kandidatur der Partei ja gut. Ich bewundere jedenfalls den Mut von Thea Jüttner. Schließlich ist das Risiko nicht ausgeschlossen, dass sie unterliegt!“

Das hat die Kandidatin einkalkuliert. „Aber ich trete nicht an, um zu verlieren. Ich will gewinnen!“ Die Frage, ob sie bei einer Niederlage Angst davor habe, in der CDU isoliert zu werden, beantwortet Thea Jüttner mit einem entschiedenen Nein. Gewiß, sie stehe in dem Ruf, gelegentlich gegen die Fraktionsspitze zu opponieren. „Aber das war immer in Sachfragen begründet!“

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Waterbölles am : CDU-Kreisvorsitz: Vier Stimmen reichten Elke Rühl zum Sieg

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Elke Rühl (MdL) ist die neue Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Remscheid. Mit denkbar knappen vier Stimmen lag sie heute Abend bei der Wahl im Schützenhaus vor ihrer Gegenkandidatin Thea Jüttner. Für Letztere entschieden sich 72 CDU-Mitglieder, für Rühl

Kommentare

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CDU-Kreisverband Remscheid am :

In der Frage, wer künftig den CDU-Kreisverband Remscheid führen soll, haben die Mitglieder des Kreisvorstandes in ihrer Sitzung am 4. September eine Empfehlung ausgesprochen. Das Votum für die Landtagsabgeordnete Elke Rühl fiel einstimmig aus. (Matthias Monschau, Kreisgeschäftsführer)

Lothar Kaiser am :

Einstimmig ist ein Beschluß auch dann, wenn es Enthaltungen gegeben hat. In diesem Fall gar keine Enthaltungen? Kaum vorstellbar. In der Tat: Es sollen drei gewesen sein.

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