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Vorwurf der Untätigkeit ließ die Verwaltung nicht gelten

Wieland Gühne. Foto: Lothar KaiserDie von der Stadt im Juli per Eilentscheid veranlassten Maßnahmen zur Grundwassersanierung auf dem Gelände der ehemaligen Galvanik-Firma Otto Blasberg auf Reinshagen (Chrom im Grundwasser), hat der Rat der Stadt gestern in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause gebilligt. Die schriftliche Vorlage der Verwaltung wurde allerdings von den Kommunalpolitikern unterschiedlich beurteilt. Kritik kam von Wieland Gühne, dem Fraktionsvorsitzenden der Wählergemeinschaft W.i.R. Nicht nur, dass die Verwaltung auf dem Umweltschaden nur sehr schleppend reagiert habe („20 Jahre zugeschaut“), sei die Vorlage auch wenig transparent. Über die genannten Sanierungskosten hinaus würde sich darin an Folgekosten noch einer weitere Million Euro verbergen. Gühne: „Das ist nicht in Ordnung!“

Philipp Veit (CDU) verwies auf die Begründung der Maßnahmen; sie enthalte alle notwendigen Zahlen. Und auch Bernd Lindmeyer, der Leiter der Kämmerei, widersprach Gühnes Vorwurf: „Die Vorlage ist haushaltsrechtlich korrekt aufgestellt, der Finanzierungsbedarf klar dargestellt!“ der Der städtische Beigeordnete Dr. Christian Henkelmann ergänzend: „Der Bedarf kann sich sogar noch verringern!“ Das Trinkwasser sei im Übrigen nicht gefährdet.

Auch Susanne Fiedler (SPD) war nicht Gühnes Meinung: "Die Schuld liegt beim Unternehmer, nicht bei der Verwaltung. Es gibt keinen Grund, die zu beschimpfen!" Fraktionskollege York Edelhoff wollte sich in diese Diskussion (um Termine und Zahlen) nicht einmischen, fand es aber grundsätzlich ärgerlich, „dass nun die Schlamperei einer Firma auf Kosten der Allgemeinheit ausgebügelt werden muss“. Gühne dazu: „Und beim nächsten Störfall werden wir wieder genau so hilflos dasitzen wie jetzt!“

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Chronist am :

"Das Verhalten der Verwaltung zum Fall Hartchrom Blasberg wird für uns immer undurchsichtiger. Wir haben den Eindruck, dass die Verwaltung grundlos Kompromisse zum Schaden des Bürgers durchboxen will. Für uns ist die einzige Erklärung, dass man die Sache schnell vom Tisch haben will, um die eigenen Versäumnisse zu vertuschen. Aus diesem Grund haben W.i.R Akteneinsicht beantragt. Diesem Antrag wurde vom Ausschuss für Umwelt, Grünflächen und Ordnungsangelegenheiten (AUGO) zu gestimmt. Leider ist kein weiteres Ausschussmitglied bereit sich an der Akteneinsicht zu beteiligen. Vier Augen sehen bekanntlich mehr als zwei. So wird sich unser AUGO-Mitglied Bernd Störmer alleine durch die Akten graben müssen." (Die W.i.R. auf ihrer Internetseite)

Chronist am :

Die Sanierung des Geländes der Fa. Hartchrom Blasberg soll im kommenden Jahr beginnen und auch abgeschlossen werden. Danach werde es dann keine Wasserprobleme mehr geben, so Karl Heinz Humpert (CDU) nach einer Sitzung des Bezirksplanungsrates in Düsseldorf. Von dort kommen zu diesem Zweck 240.000 Euro; die Stadt muss weitere 225.000 Euro für die Sanierung übernehmen.

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