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Einst ein Teich für Modellboote, künftig eine Grünanlage?

Ortsbesichtigung auf Einladung der Remscheider Grünen. Foto: Lothar KaiserIm Februar 2007 starteten die Remscheider Grünen die Kampagne "Perspektive Lüttringhausen - Neue Bande wirken" mit dem Ziel, die Lebensqualität im Stadtteil Lüttringhausen zu erhalten und weiter zu verbessern. Zu den Forderungen gehörte damals auch die Renaturierung des Klauser Bachtals („ein zu lange geschundenes Stück Natur, ein Refugium für Flora und Fauna“) und die Anbindung des Geländes an Rad- und Wanderwege. Letzteres wäre durchaus möglich. Bei der Renaturierung werden die Grünen aber wohl Abstriche hinnehmen müssen. Das wurde gestern bei einem Ortstermin deutlich. Er galt einem verlandeten Teich Und so sah es dort früher aus: Freie Wasserfläche für Modellboot-Bastlerim Tal. Fraktionsgeschäftsführer Jutta Velte und Stephan Jasper, Sprecher der Grünen in der Bezirksvertretung (BV) Lüttringhausen) konnten auf dem Parkplatz der „Sterngolfanlage“ trotz strömenden Regens zwanzig interessierte Bürgerinnen und Bürger begrüßen. „Die älteren Lüttringhauser Bürgerinnen und Bürger können sich noch gut an die Zeiten erinnern als der Modellbootteich noch Anziehungspunkt im Tal war. Jetzt ist das Gebiet durch einen Zaun gesichert und von viel Kraut überwuchert“, hatten die Grünen in ihrer Einladung das Problem beschrieben, das die BV schon seit Jahren beschäftigt. Und sie hatten beklagt: „bergische Idylle am Unterlauf,  aber Müll und Zäune am Oberlauf des Klausener Baches.“

Das war einmal ein Teich. Foto: Lothar Kaiser„Was ist geplant für das Gebiet des ehemaligen Modellbootteiches und wie sieht die Zukunft Klausener Bachs im Oberlauf aus?“ wollten die Bürger von Michael Zirngiebl, dem Chef der Remscheider Entsorgungsbetriebe (REB), zuständig für die Wasserrückhaltebecken am Oberlauf, Reinhard Bauer, Leiter des städtischen Grünflächenamtes, und Marc Scheibel vom Wupperverband wissen, nachdem sie das von „drüsigem Springkrautgroßflächig überwucherte Gelände erreicht hatte -  einst der Teich, auf dem die Mitglieder der Interessengemeinschaft Bergischer Schiffsmodellbauer ihre Boote zu Wasser ließen.

Mit dabei auch Rainer Eisert, vor sechs Jahren noch Leiter des städtischen Landschaftsamtes. Schon damals war der Teich ein Streitobjekt und machte Schlagzeilen in der Lokalpresse. Der RGA zitierte Eisert damals mit der Ankündigung, im Herbst 2002 werde der Teich trockengelegt. Ob der Schlamm, wenn er dann nach zwei Jahren abgetrocknet sei, ausgebaggert und in eine Deponie gebracht werde, sei eine Frage des Geldes.

Das ist nun sechs Jahre her. Der Weg um das Teichgelände wurde in der Folgezeit gesperrt, und auf dem Schlamm gedeiht die Natur prächtig. Nur das Geld für’s Ausbaggern (bei jedem Teich im Bergischen nach Angaben von Eisert alle 25 Jahre erforderlich), ist nach wie vor nicht vorhanden, wie gestern deutlich wurde. Ein Ausbaggern des Teiches hätte aber auch aus einem anderen Grunde keinen Sinn. „Wir werden im Herbst den Teichüberlauf abreißen lassen, womöglich auch den ganzen Damm“, kündigte Marc Scheibel an und sprach von einem „ökologischen Hindernis“.

Aus dem Kreis der Bürgerinnen und Bürger kam daraufhin der pragmatische Vorschlag, den schwach belasteten Schlamm mit 30 Zentimetern Erde abzudecken und dort eine Grünanlage anzulegen. Und die Experten schienen nicht abgeneigt zu sein. Bezirksvorsteher Philipp Veit zeigte sich zunächst zwar  enttäuscht über die Abrisspläne des Wupperverbandes („da werden wir mal wieder vor vollendete Tatssachen gestellt“), zumal die BV sich die Renaturierung des Teiches gewünscht habe. Aber dem „Totschlagargument“ der städtischen Finanzmisere hatte auch er nichts entgegenzusetzen.

So wird die Zukunft des einstigen Teichgelände demnächst wieder mal auf die Tagesordnung der BV kommen. Zusammen mit den Plänen der REB, die Wasserrückhaltebecken am Oberlauf des Klausener Baches technisch so zu modernisieren, dass bei starkem Regen Überschwemmungen bis in die umliegenden Gärten mehr als bisher vermieden werden können. Zirngiebl: „Aber gegen einen Jahrhundertregen wie im August vergangenen Jahres ist leider kein Kraut gewachsen!“

Die Geschichte des Klauser Bachtals begann vor gerade mal 40 Jahren. Es war der damalige Oberbürgermeister Willi Hartkopf, der sich dafür einsetzte, dass das Wohngebiet Klausen vom Industriegebiet Großhülsberg durch einen Grüngürtel abgeschirmt wurde. Dabei wurde auch das Bachbett für den Klausener Bach angelegt. Zirngiebel gestern: „An einer Stelle versickerte das Wasser häufig, bis wir Abhilfe schufen.“ Dass durch das Tal auch im Sommer immer Wasser plätschert, kann der REB-Chef aber nicht garantieren: „Der Bach hat nicht genügend Quellzuflüsse!“

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