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Zitterpartie mit Derivaten ist für die Stadt noch nicht zu Ende

Remscheid stöhnt auf: Schulden steigen um 12,7 Millionen €titelte der Waterbölles am 18. Februar 2008. Damals hatten auf einer Pressekonferenz Oberbürgermeisterin Beate Wilding, Stadtdirektor/Stadtkämmerer Jürgen Müller und Bernd Imig, der Leiter der Stadtkasse- und Steueramtes, von schief gelaufenen Spekulationen mit Derivaten berichtet. Der Verlustbetrag stimmt inzwischen nicht mehr: Bis zum 31. August haben sich die Verluste aus Zinsgeschäften auf 14.767.053 Euro summiert. Das geht aus den Protokoll des nichtöffentlichen Teil der jüngsten Finanzausschuss-Sitzung hervor, die dem Waterbölles vorliegt. Dem Protokoll liegt eine Tabelle bei, in der die Stadt Gewinne und Verluste mit Zins- und anderen Swaps aufgelistet hat. Danach wurden bisher an Zinsen 6.318.238 Euro eingenommen plus eines einmaligen Ertrages von 154.500 Euro. Dem stehen Zinsaufwendungen von 8.539.791 Euro gegenüber sowie 12.700.000 Euro als Ablösesummen (= Verluste). Macht unterm Strich das Minus von 14,7 Millionen Euro aus. Damit ist die Zitterpartie aber noch nicht zu Ende. Denn noch laufen zwei Zinskontrakte, einer mit der WestLB und einer mit der Deutschen Bank – jeweils über 50 Millionen Euro. Im schlechtesten Fall käme hier noch einmal ein Verlust von mindestens 4.375.000 Euro auf die Stadt zu.

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Kommentare

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Chronist am :

Nicht zuletzt aufgrund der verlustreichen "Zinswetten" mit Derivaten muss die Stadt Remscheid in diesem Jahr an Zinsausgaben für Kassenkredite unterm Strich 13.605.446 Euro überplanmäßig bereitstellen. Der Finanzausschuss stimmte dem gestern zu. Es wäre noch mehr gewesen, wäre die Stadt nicht mit einem weiteren inzwischen aufgelösten SWAP-Geschäft mit einem blauen Auge davon gekommen. Stadtkämmerer Burkhard Mast-Weisz in der Sitzung: "Man muss auch mal Glück haben!" Konkret: Auch dieses Geschäft ging für die Stadt zwar mit einem satten Minus von 1.487.000 Euro aus. Vor einigen Monaten wären es jedoch 3.750.000 Euro gewesen. Bleibt noch ein Derivat übrig, über das im November entschieden werden soll.

Chronist am :

"Jetzt sind wir aus allem raus!", berichtete Stadtkämmerer Burkhard Mast-Weisz heute mit einer gewissen Erleichterung dem Rat der Stadt: Er hatte am Dienstag das letzte (wiederum verlustreiche) Derivat-/Swap-Geschäft der Stadt Remscheid aufgelöst. Es hätte in der Stadtkasse im schlechtesten Fall ein Loch von 3.320.000 Euro gerissen. So waren es "nur" 2.045.000 Euro. Macht unterm Strich ein sattes Minus von 18.924.053 Euro.

Chronist am :

In den Regionalnachrichten auf WDR 2 sagte der Stadtkämmerer heute u.a.: ""Es war der verzweifelte Versuch zu schauen, kommen wir irgendwie von diesen Schuldenlasten runter. Dieser verzweifelte Versuch ist gescheitert. Es wird unsere jährlichen Belastungen um 600.000, 700.000 Euro an Kreditsumme belasten, denn wir müssen dieses Geld jetzt ja tilgen."

Peter Maar am :

Von "Glück" kann nach meiner Meinung keine Rede sein, denn für das jetzt mit einem Verlust in Höhe von 1.487.000 Euro ausgelöste Derivat wurden zu den Valutaterminen am 26.3.08, 26.6.08 und 26.9.08 jeweils 625.000,00 Euro an die WestLB gezahlt; macht zusammen= 1.875.000,00 Euro zuzüglich 1.487.000,00 Euro = 3.362.000,00 Euro. Am 3.3.2008 hätte die Stadt laut Vorlage des städt. Fachdienstes Steuern und Finanzbuchhaltung vom 14.10.2008 noch für 1.875.000,00 Euro aussteigen können. Aber zu diesem Zeitpunkt wurde ja noch alles "unter der Decke" gehalten. Laut städtischer Vorlage summieren sich die Verluste aktuell auf 16.879.053,00 Euro. Damit hätte man eine prächtige Stadthalle bauen können.

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