Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Schweigepflicht auch bei Verdacht auf Kindesgefährdung?

„Kinder oder und Daten Schutz“ ist der 10. Remscheider Jugendhilfetag überschrieben, zu dem am 5. November zahlreiche Experten in der Lenneper „“Klosterkirche“ erwartet werden, darunter auch zahlreiche Ärzte. Denn die Fachtagung der Stadt Remscheid (Jugendhilfeplanung), der Arbeitsgemeinschaft „Hilfen zur Erziehung“ und des „Qualitätszirkels“ der Remscheider Kinderärzte ist von der Ärztekammer Nordrhein als Fortbildungsveranstaltung („mit vier Punkten für die Teilnahme“) anerkannt worden. Im Einladungsflyer wird eine Berliner Kriminalhauptkommissarin Gina Graichen zitiert: Kindeswohl gehe vor Datenschutz, leider wisse das kaum jemand. Wörtlich: „Die Bevölkerung lernt, sich verantwortlich zu fühlen für fremde Kinder. Diejenigen aus der Bevölkerung, die beruflich mit Kindern zu tun haben, hängen beim Mut noch etwas hinterher. Lehrer zum Beispiel rufen selten an. Manche lassen sich unverbindlich beraten, sie schildern am Telefon einen Fall, ohne den Namen des Kindes zu nennen. Auch Klinikärzte melden sich ab und an, um ihre Meinung zu einem kleinen Patienten zu hören. Kinderärzte mit eigener Praxis rufen eigentlich nie an. (…) Sie haben wohl Angst. Womöglich ist das Kind doch die Treppe herunter gefallen. Sie halten sich an ihre Schweigepflicht. In Wahrheit ist die ärztliche Schweigepflicht aber eher ein Schweigerecht!“ Auf der Tagung am 5. November sollen folgende Fragen diskutiert und nach Möglichkeit auch beantwortet werden:

  • Wie sieht es denn nun wirklich aus?
  • Verhindert der Datenschutz den wirksamen Kinderschutz?
  • Müssen Ärzte rechtliche Konsequenzen fürchten und um ihre Existenz bangen, wenn sie im Sinne des Kindeswohls kooperieren?
  • Gibt es vielleicht ein "sowohl - als auch" für Kinderschutz und Datenschutz bzw. ärztliche Schweigepflicht?
  • Welche Möglichkeiten der Kooperation gibt es für Jugendhilfe und Gesundheitsdienste im Falle von Kindeswohlgefährdung?
  • Und wie können diese beiden Systeme zusammen bereits im Vorfeld prophylaktisch tätig werden in gemeinsamer Verantwortung für das Wohl und die Gesundheit von Kindern?

Das Programm:

  • bis 14.00 Uhr: Ankunft,  Stehkaffee
  • 14.00 Uhr: Eröffnung des Jugendhilfetages durch Oberbürgermeisterin Beate Wilding
  • 14.10 Uhr: Grußwort von Margarita Arnold vom Qualitätszirkel der niedergelassenen Kinderärzte in Remscheid
  • 14.15 Uhr: Einstieg "aus der kinderärztlichen Praxis" mit Dr. med. Thomas Fischbach vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte Landesverband Nordrhein
  • 14.45 Uhr: Referat von Dr. Hans-Jürgen Schimke, Professor für das Fach Recht und Prorektor an der EFH Bochum sowie Beisitzer im Vorstand des DKSB-Landesverbandes NRW:“Datenschutz - (k)ein Hindernis beim Kinderschutz I?"; anschl. Fragen / Diskussion.
  • 16.00 Uhr: Pause
  • 16.15 Uhr: Referat von Dr. med. Hildegard Graß, stellv. Direktorin des Institut für Rechtsmedizin, Universitätsklinikum Düsseldorf: „Kindeswohlgefährdung -Verantwortung bei begründetem Verdacht" – Dokumentieren, Ansprechen, Hilfe vermitteln; anschl. Fragen / Diskussion.
  • 17.30 Uhr: Vorstellung des NeSt - Netzwerks Starthilfe Remscheid.
  • 18.00 Uhr: Weiterer Gedankenaustausch am Jubiläumsbuffet (Kostenbeitrag 15 Euro).

Anmeldung bis 15. Oktober an Stadt Remscheid, FD 2.51 SII, Jugendhilfeplanung, Alleestr. 66, 42853 Remscheid, Fax:02191-13342, Mail: frommenkord@str.de">frommenkord@str.de

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Chronist am :

In wenigen Sätzen fasste im Jugendhilfeausschuss Kinderschutzbund-Vorsitzender Karl-Richard Pon-sar das Ergebnis des jüngsten 10. Remscheider Jugendhilfetages zusammen: “Datenschutz ist kein Hindernis beim Kindesschutz. Wichtig: Bei Verdacht oder festgestellten Auffälligkeiten ist mit Blick auf die spätere (juristische) Ahndung eine Dokumentation von großer Bedeutung!“ Ausschussvorsitzende Thea Jüttner sprach von einer gelungenen Veranstaltung und dankte allen, die dazu beigetragen hatten.

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!