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Idee zum Anfreunden: Park am "Eingang" zum Honsberg

Die heutige Abschlusspräsentation der Planungswerkstatt 'Neue Mitte für den Honsberg'. Fotos: Lothar Kaiser

Mehr als 100 interessierte Bürgerinnen und Bürger saßen erwartungsvoll im Saal des evangelischen Gemeindezentrums in Honsberg, als dort heute Abend vier Professoren erläuterten, wie sich ihre vier Architektenbüros die Zukunft des „angeschlagenen“ Remscheider Stadtteils vorstellen. Die Büros hatten am 20. August zum Abschluss einer mehrtägigen Planungswerkstatt an gleicher Stelle schon einmal ihre Pläne vorgestellt – und hatten zahlreiche Anregungen von Anwohnern mit nach Aachen, Köln, Kopenhagen und Dortmund genommen. In den Wochen danach wurden diese Vorschläge von Christa Reicher, Peter Schmitz, Carsten Lorenzen und Andreas Hanke mal mehr (Parkplätze), mal weniger in ihre Konzepte eingebaut, wie sich gestern zeigte. Direkt im Anschluss an die öffentliche Abschlusspräsentation tagt das nichtöffentliche Preisgericht, um die vorgelegten Arbeiten zu bewerten. Morgen um 14 Uhr werden Oberbürgermeisterin Beate Wilding und Stadtplaner Hans-Gerd Sonnenschein das Ergebnis auf einer Pressemitteilung bekannt geben. Eine Ausstellung mit den Ergebnissen der „Planungswerkstatt Neue Mitte für den Honsberg“ ist für den 3. November im Ämterhaus vorgesehen.

Der Honsberg, durchzogen von Fußwegen, die ins grüne Umland führen.Aufgrund seiner „Insellage“ auf einem von Grün umgebenen Höhenrücken wäre der Honsberg eigentlich wie geschaffen für ein exklusives Villenviertel, sagte zu Beginn Prof. Rudolf Scheuwens, der wieder die Moderation übernommen hatte. Aber niemand denkt an einen kompletten Abriss der in die Jahre gekommenen Mietshäuser. Bestenfalls an ein Ausdünnen. Allerdings übt sich die Remscheider Wohngebaugesellschaft GEWAG auch dabei in Zurückhaltung, wie Andreas Hanke verriet: „Auf Wunsch der GEWAG haben wir unseren Entwurf dergestalt verändert, dass weitere Häuser erhalten bleiben.“ Sie sollten außen energetisch modernisiert und innen (in den Grundrissen) optimiert werden, schlug der Dortmunder Planer vor. Er wies auch darauf hin, dass eine derartige Modernisierung mit 230 Euro pro Quadratmeter nicht teurer sei als ein Abriss.

Mehr Grün im Stadtteil wünschen sich nach wie vor alle Architekten, zu erreichen beispielsweise durch Straßenbäume entlang der Honsberger Straße, durch neue Verbindungswege durch den Stadtteil mit Ausgängen ins Grüne und durch einen Weg am Hang rund um die „Insel Honsberg“.  Einhellig werden drei unterschiedlich große Plätze vorgeschlagen – der größte am neuen Stadtteilzentrum. In diesen Platz sollte, so ein Planer, auch das benachbarte GEWAG-Gelände einbezogen werden, wo leerstehende Mietshäuser noch in diesem Jahr abgerissen werden. Das gebe dann genug Platz für einen Wochenmarkt. Ein anderer Planer hat das GEWAG-Gelände zwischen Honsberger und Lindenhofstraße für Betreutes Wohnen und Einzelhandel vorgesehen.

Ebenfalls einig waren sich die Planer darin, den Kinderspielplatz an der Honsberger Straße zu erhalten und den der GEWAG gehörenden "Lindenhof" abzureißen. In das neue interkulturelle Stadtteilzentrum (mit Modellcharakter für NRW) für katholische und evangelische Christen sowie Muslime soll dann auch der Lindenhof e.V. (zur Miete) einziehen. Auf dessen bisherigem Gelände könnten dann Wohnhäuser entstehen, fünf „Plantagenhäuser mit umlaufenden Terrassen“, wie ein Architekt vorschlug, geeignet für Betreutes Wohnen. Ein anderer stellt sich dort „Stadthäuser“ für junge Familien vor. Überhaupt:  (fast) alle Formen moderner Wohnbebauung kommen vor, vom Mehrgenerationenhaus bis hin zur Senioren-Wohngemeinschaft in barrierefreien Mietshäusern. Die Rede war von einem „flexiblen Baukastensystem“, das die verschiedensten Wohnungszuschnitte erlaubt.

Auch einen freundlicheren, großzügigeren „Eingang“ zum Honsberg wünschen sich alle Architekten. An den Zugängen und Zufahrten können sie allerdings wenig ändern. Dafür empfinden einige Architekten die obere Häuserzeile entlang der Bahnlinie als einen störenden Querriegel, den es aufzubrechen gelte. Zum Beispiel durch einen elipsenförmigen Platz („Entrée“), am Rande überdacht, sowie ein neues, sechsgeschossiges Haus als „Honsberger Wahrzeichen“.

Während ein Architekt sich den neuen Honsberg in mediterranen, warmen Braun-/Beigetönen vorstellt, will ein anderer die Entscheidung über den Außenanstrich der Häuser den „Konsens der Besitzer“ überlassen. Und was wird aus der Bauruine des ehemaligen Möbelhauses vom Stein? Wenn es der Stadt doch noch gelingt, das Grundstück zu erwerben, könnte dort ein „Landschaftsbalkon“ entstehen, eine terrassierte Grünanlage, später vielleicht abgelöst durch Betreutes Wohnen. Vorrang müsse jedenfalls der Bau des neuen Gemeindezentrums haben, sind sich die Planer einig.

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