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Mit "Quali-Spiel" im Unterricht spielerisch zum Traumberuf

Schülerinnen und Schüler der GHS Rosenhügel beim 'Quali-Spiel'. Foto Lothar Kaiser

Die Ganztagshauptschule (GHS) Rosenhügel geht neue Wege bei der innerschulischen Berufsorientierung: Ab sofort können Schülerinnen und Schüler in einem spannenden Brettspiel verschiedene Berufsgruppen kennen lernen, eigene Stärken und Potenziale erkennen sowie sich mit schulischen, betrieblichen und universitären Ausbildungsmöglichkeiten auseinandersetzen. Die Spielerinnen und Spieler durchlaufen mit einer ihnen zugeordneten Identität verschiedene, aufeinander aufbauende Spielphasen - von der Berufsfindung über die Bewerbung hin zu einer festen Arbeitsstelle. Begleitet werden die Jungen und Mädchen dabei von qualifizierten Lehrkräften sowie von Sozialpädagogen der Regionalen Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA) in Remscheid. Eine Internetplattform mit Forumsfunktion rundet das Betreuungsangebot für die Schülerinnen und Schüler ab. Möglich wird die spielerische Berufsberatung" an der GHS Rosenhügel durch Fördermittel in Höhe von 2.000 Euro aus dem Innovationsprojekt Zukunft fördern - vertiefte Berufsorientierung gestalten" der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit, der nordrhein-westfälischen Ministerien für Schule und Weiterbildung sowie für Generationen, Familie, Frauen und Integration und der Stiftung Partner für Schule NRW.

Hans-Martin Josat, Schulleiter an der GHS Rosenhügel, versteht das neue spielerische Berufsfindungsangebot als sinnvolle Ergänzung zu den innerschulischen Regelangeboten: Für unsere Schülerinnen und Schüler ist es immens wichtig, sich frühzeitig über ihre Ausbildungsmöglichkeiten und -Chancen zu informieren. Mit dem neuen Spieleangebot haben wir nun die Möglichkeit, insbesondere unseren Schülerinnen und Schülern mit Zuwanderungsgeschichte auf spannende Art und Weise Orientierung in der Berufswelt zu vermitteln." Im Anschluss an die Spielphase werden Spielsituationen mit den realen Erfahrungen der Jugendlichen verglichen und Lösungsstrategien für echte" Probleme erarbeitet.

Im Rahmen des Projekts Zukunft fördern - vertiefte Berufsorientierung gestalten" unterstützt die Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit in Zusammenarbeit mit den nordrhein-westfälischen Ministerien für Schule und Weiterbildung sowie für Generationen, Familie, Frauen und Integration in Kooperation mit der Stiftung Partner für Schule NRW mehr als 1.000 allgemein bildende weiterführende Schulen in Nordrhein-Westfalen bei der Durchführung von Maßnahmen zur innerschulischen Berufsorientierung. Zehn verschiedene Projektmodule wurden für verschiedene Schulformen bedarfsorientiert konzipiert - von Berufsorientierungscamps zu Schülerfirmen, von Auslandspraktika bis zu Kompetenzfeststellungsverfahren. Insgesamt stellt die Regionaldirektion für berufsfördernde Maßnahmen in nordrhein-westfälischen Schulen bis 2010 ca. 30 Millionen Euro zur Verfügung.

Die GHS Rosenhügel hatte sich bei der Landesinitiative "Zukunft fördern“ um das Modul "Berufsorientierungsspiel - Quali-Spiel" beworben und bekam den Zuschlag bekommen. Das "Quali-Spiel" ist ein interaktives Brett-Würfelspiel mit interkulturellen Sensibilisierungsbausteinen, das 2001 von der Remscheider „Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien“ (RAA) entwickelt und in diesem Jahr, mit Hilfe von Landesmitteln professionell überarbeitet, von einem großen Spiele-Verlag herausgegeben wurde, speziell für den Einsatz an Schulen mit hohem Migrantinnen- und Migrantenanteil.  entwickelt wurde. “Und dieser Anteil liegt in der GHS Rosenhügel bei 81 Prozent“, sagt Schulleiter Hans-Martin Josat. Deshalb habe die Berufsförderung an der GHS schon seit langem einen hohen Stellenwert, ergänzt Jürgen Schroer. Er ist im Lehrerkollegium seit 1995 der „Stubo“, der eigens dafür geschulte Koordinator für Studien- und Berufsorientierung.

Das interkulturell ausgerichtete „Quali-Spiel“ ist ein Brett- und Würfelspiel, bei dem sechs Jugendliche den Weg zur Berufsfindung durchleben. Während des Spiels werden sowohl kognitive (Wissensbasis) als auch sozial-emotionale (Verhaltensebene) Ziele verfolgt. Beispielsweise lernen die Jugendlichen unterschiedliche Berufsbilder und/oder die Bedeutung von Qualifizierung für den Ausbildungs- und Stellenmarkt kennen. Durch Rollenwechsel (Identitätskarten) werden die Jugendlichen angeregt, ihr soziales, kultur- und geschlechtssensibles Verhalten zu überdenken. Dabei entwickeln sie spielerische Handlungsstrategien. Alltagsnahe Spielsituationen regen das Durchhaltevermögen und die Frustrationsbereitschaft an (was "Quali" - bewußt? - doppeldeutig macht). Zugleich erfahren die Jugendlichen, inwieweit sich gute Ausgangsvoraussetzungen und persönlicher Einsatz auf ihre berufliche Karriere positiv auswirken können. Sie werden sie auf mögliche Ablehnungen und Schwierigkeiten vorbereitet und bekommen wertvolle Tipps für das weitere Berufsverfahren mit auf den Weg. Die Ziele des Quali-Spiels in Kurzform:

  • Kennen lernen verschiedener Berufsgruppen
  • Erkennen eigener Stärken und Potenziale
  • Erkennen, dass für den Berufswahlprozess viele Entscheidungen notwendig sind
  • Auseinandersetzungen mit Schule, Ausbildung, Beruf
  • Realitätsbezogenes Lernen
  • Interkulturelle Sensibilisierung

Spielverlauf: Nach Abschluss der Schule (Beginn des Spiels) muss jeder Spieler eine Berufswahl  treffen, eine Ausbildungsstelle finden und die Ausbildung erfolgreich zu durchlaufen. Dafür gibt es ebenso Punkte wie für nachgeholte oder zusätzliche Qualifikationen, die im Laufe des Spiels erworben wurden. Im Anschluss an die Spielphase vergleichen die Lehrer/Sozialpädagogen und die Jugendlichen die Spielsituation mit Erfahrungen im Alltag und erarbeiten Lösungsstrategien.

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