Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Heute morgen Stadtführung für Migranten, doch niemand kam

Sportlerehrung im Rathaus. Foto: Lothar KaiserJochen Gehrmann (rechts im Bild), bei der Stadt Remscheid für die Altenhilfe zuständig, Sozialplaner Thomas Köppchen (links) und Pressevertreter blickten heute um 10 Uhr etwas ratlos über den Theodor-Heuss-Platz. Dort sollte um diese Zeit eigentlich die erste von drei Stadtführungen für Migranten und Migrantinnen beginnen. Sie waren im Programm der „Wochen der älteren Generation“ angekündigt worden unter der Überschrift „Die Symbolik der Remscheider Innenstadt als Einführung in die Stadtgeschichte". Doch bei Stadtführerin Melanie Clemens waren die erwünschten telefonischen Anmeldungen ausgeblieben – und sie hatte geglaubt, eine Rückmeldung bei der Stadt sei daraufhin nicht erforderlich („nur im Fall von Anmeldungen“). Da scheint die Messlatte offenbar von vornherein nicht sehr hoch gehangen zu haben. Thomas Köppchen: „Schade, bislang waren alle Veranstaltungen der Seniorenwochen sehr gut besucht!“ Desinteresse bei den Migranten oder nur ein falsch gewählter Zeitpunkt? Letzteres scheidet eigentlich aus. Denn Melanie Clemens wäre zwischen 10 und 16 Uhr flexibel gewesen.

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Peter Matzner am :

Dieser Artikel zeigt mir gleich zwei Tendenzen auf. Als erstes die dilletantische Absprache zwischen Frau Clemens und der Stadt (Wenn sich keiner meldet, dann brauch ich auch nichts sagen....). Als zweites und sehr viel schlimmeres Problem sehe ich die fehlende Teilnahmebereitschaft. Warum bieten wir den Migranten so vieles an, obwohl die das offensichtlich nicht wollen? Warum laufen wir den Leuten mit Angeboten hinterher, wenn man nicht auf der anderen Seite Interesse zeigt. Wir sollten die Migranten, Migranten sein lassen und sich selbst überlassen. Die vorhandenen Probleme lösen wir nicht mit den zur Verfügung stehenden Angeboten. Leider.

Benjamin Becker; Kreisvorsitzender Junge Liberale Remscheid am :

Herr Matzner, Ihr Kommentar ist schlichtweg unqualifiziert. Sicherlich ist es schade, dass die Teilnehmerzahl gleich null war, doch steht es in unserem Land - und das gilt auch für Migranten - jedem frei, was er mit seiner Freizeit anstellt. Gleich wieder die Keule zu schwingen und auf die ach so bösen Migranten zu schimpfen ist eine Frechheit. Vielleicht wurde einfach nur falsch und schlecht organisiert und informiert? Im übrigen gibt es auch Veranstaltungen an , die auch nicht besucht werden. Mit welcher Keule würden Sie hier schwingen?

Frédéric Ranft am :

Kann dir nur zustimmen. Herrn Matzners Schlüsse zeugen von einer stereotypisierten Wahrnehmung. Das Engagement von Herrn Gehrmann in allen Ehren, aber dass eine Veranstaltung mit dem Titel "Die Symbolik der Remscheider Innenstadt als Einführung in die Stadtgeschichte" an einem Mittwoch Morgen nicht viele Teilnehmer beschert, war doch absehbar. Wieviele Remscheider, die ihr gesamtes Leben hier verbracht haben, interessieren sich denn wirklich für historische Details? Und da glaubt man, ausgerechnet die Migranten, die eine so tiefe Bindung naturgemäß noch nicht aufbauen konnten, würden von solch einer Veranstaltung angesprochen?

Michael Dickel am :

Welche Befindlichkeit hat Herr Matzner denn bei Ihnen getroffen? Er schreibt weder über böse Migranten noch schwingt er eine Keule!!! Es ist eine Tatsache, dass die Integration zumindest bei einem großen Teil der Türken - egal ob mit oder ohne deutschen Paß - nicht funktioniert hat. Und es ist auch nicht abzustreiten (Sie machen es ja ebenfalls), dass die Remscheider Verwaltung beim Organisieren ab und an Defizite aufweist. Darauf hinzuweisen ist keine Frechheit, sondern eine persönliche Einstellung. Die Schärfe der Worte bringen ganz allein Sie in die Diskussion. Ich frage mich warum.

Christoph Humpert am :

Vielleicht sollte man einfach mal die Migranten fragen, weshalb keiner gekommen ist. Vielleicht, weil gerade Ramadan ist. Ich habe nicht gerade viel Ahnung vom Islam, aber soweit ich weiss scheuen z. B. die Türken bei Ramadan die Öffentlichkeit. Ein Mittwochmorgen tut das übrige! Natürlich gibt es mit vielen Migranten ein Integrationsproblem, aber es sind auch sehr viele, die sich in der Gesellschaft eingefunden haben. Herr Dickel sollte einfach mal an die Uni Wuppertal gehen. Dann würde er sehen, wie viele Migrantenkinder dort studieren, mit Deutschen lernen und sich mit Deutschen am Hochschulleben beteiligen. Wir brauchen die Migranten!

Michael Dickel am :

Was haben Sie bloß gegen mich? Habe ich was anderes behauptet? Warum lesen Sie bei mir immer etwas zwischen den Zeilen, was gar nicht so gemeint ist? Nennen Sie mir die Textstelle, wo ich behaupte, dass es nur türkische Migranten gibt, die sich nicht integrieren wollen. Zur Sache: Selbstverständlich ist eine große Zahl der türkischen Migranten integriert, sind Teil unserer Gesellschaft, studieren, gehen ihrer Arbeit nach und haben dabei nicht das Problem, klar auf der Hand liegende Dinge zu erkennen und auszusprechen. Auf kommunaler Ebene würde ich uns alle als Remscheider bezeichnen. Es will Ihnen, Herr Humpert und Herr Becker, aber wohl nicht in den Sinn, dass es leider auch eine gar nicht so kleine Zahl von Mitbürgern gibt, denen Remscheid, NRW und Deutschland völlig egal sind. Ich möchte diesen auch nicht die Aufmerksamkeit schenken, die sie nicht verdienen - aber so tun, als wenn es sie nicht gäbe, wäre meiner Meinung nach ein Fehler. Denken Sie von mir was Sie wollen, aber für diese Zeitgenossen wünsche ich mir zur gelungenen Integration erst mal nur die Anerkennung unserer Gesetze. Aber mit diesen Aussagen bin ich ja schon ausländerfeindlich, mindestens aber rechtspopulistisch. Und damit bin ich für Sie ja die eigentliche Gefahr dieser Gesellschaft.

Benjamin Becker; Kreisvorsitzender Junge Liberale Remscheid am :

Lieber Herr Dickel, die Keule, die ich hier anspreche, ist jene: Herr Matzner fragt sich rhetorisch, warum man so viele Angebote für Migranten anbietet, wenn diese sich nicht dafür interessieren, und stellt sogleich fest, dass man doch lieber die Migranten, Migranten sein lassen sollte und, jetzt kommt die größte Frechheit, sollten wir die Migranten doch sich selbst überlassen. Herr Dickel, sie müssen mir doch Recht geben, dass dies nicht gerade förderlich ist. Ich habe im Übrigen zu keiner Zeit geleugnet, dass es Migranten gibt, die sich nicht integrieren wollen. Oh ja, die gibt es. Dies zu erkennen, macht weder Sie, Herr Dickel, noch mich rechtspopulistisch oder dergleichen. Die Frage ist doch, warum ein solches Angebot nicht den gewünschten Zulauf findet - als Organisator ist hier die Verwaltung der richtiger Ansprechpartner. Man muss also gemeinsam überlegen, was eigentlich schief lief und nicht gleich wieder den Fehler bei den Migranten suchen. Ich kenne die Detailfragen nicht, aber mich würde es interessieren, ob z.B. der Migrationsausschuss involviert war oder ob man die Vereine und Moscheen auch entsprechend informiert hat.

Lothar Kaiser am :

Ich schlage vor, die FDP stellt dazu offiziell eine Anfrage an die Verwaltung. Ihren Standpunkt in dieser Diskussion teile ich, lieber Herr Becker.

Peter Matzner am :

Die ganze Diskussion finde ich recht amüsant. Da wird interpretiert was das Zeug hält. Wie Herr Dickel schreibt: "Welche Keule habe ich eigentlich ausgepackt? Warum bin gegen Migranten?" Genau das ist es doch, was ich erwartet habe. Jetzt überdenken wir wieder unsere Angebote. Warum muß es denn eigentlich eine Stadtführung für Migranten geben? Können die Migranten nicht auch an einer normalen Stadtführung teilnehmen? Das wäre doch die Migration schlechthin. Fakt ist doch, dass Angebote nicht angenommen werden. Also lasse ich dies in Zukunft sein. Es besteht dann offenbar kein Bedarf. Bei einer Stadt mit über 100.000 Einwohnern und einem Migrantenanteil von X kommt noch nicht einmal eine Anmeldung zu Stande!? Vielleicht wollen Migranten auch keine extra Kurse, sondern sich wirklich integrieren? Im Übrigen kenne ich ebenfalls beruflich und privat viele Migranten. Aber das sind die, die sich eben auch integriert haben und dies schon vor der Geburt der Herren Becker, Ranft und Humpert. Ganz ohne Angebote für Migranten, sondern einfach durch eigenen Antrieb. All dies, liebe Herrschaften, könnte man interpretieren, wenn man wollte,. Aber, und da stimme ich Herrn Dickel voll und ganz zu, merkt man kritisch etwas zu diesen Themen an, dann wird man gleich in die rechte Ecke geschubst. Im übrigen haben Herr Dickel und ich nebenbei einiges an Lebenserfahrung und können da einiges anders bewerten als die forsche Jugend. Nach wie vor vertrete ich in Deutschland meine Meinung und gestatte mir Dinge auch mal provokativ zu äußern. Aus diesem Grund bin ich dann auch gerne frech oder stereotyp oder, anders, ausgedrückt ein kleiner Dummer, der die Welt nicht kennt. Oder dann in manchen Augen einfach rechts angesiedelt?

Benjamin Becker; Kreisvorsitzender Junge Liberale Remscheid am :

Zur Klarstellung: Keiner der Kommentatoren hat hier irgendwen in die rechte Ecke gestellt. Und natürlich dürfen Sie Ihre Meinung kundtun. Da dies hier ein Forum ist, müssen Sie aber auch damit leben, dass andere Ihre Auffassung nicht teilen. Ich fasse Ihre Umschreibung "forsche Jugend" mal als Kompliment auf und versichere Ihnen gleichzeitig, dass die Jungen Liberalen weiterhin stets mutig und wachsam die Remscheider Politik begleiten werden. Die Diskussion über Einwanderungspolitik früherer Jahre verkneife ich mir, freue mich aber, das Ihre Bekannten und Kollegen sich aus eigener Kraft integriert haben - vielen anderen wurden aber politische als auch gesellschaftliche Steine in den Weg gelegt. Die gilt es nun mühsam beiseite zu schaffen - von allen! Aber verstehen Sie mich nicht falsch: ich spreche vom Aufräumen, ohne der ein oder anderen Seite einen Freifahrtschein auszustellen.

Peter Matzner am :

Natürlich kann ich damit leben, daß man nicht immer einer Meinung ist. Anders wär nämlich schlecht. Wem wurden und werden denn hier politische oder gesellschaftliche Steine in den Weg gelegt? Nicht nur den Migranten, auch den schon hier ansässigen Deutschen. Wenn Sie aus einer unteren Gesellschaftsschicht kommen, haben sie damals wie heute um Anerkennung, Bildung etc. kämpfen müssen. Dies gilt auch für andere Religionen oder Herkünfte. Ich möchte auch nicht die Diskussion führen, ob dies richtig ist oder nicht. Aber ein Fakt ist es allemal. Nach wie vor stehe ich zu der Aussage, daß man auch die Migration oder Einbürgerung von sich aus wollen muss. Meine Bekannten haben dies gewollt. Auf allen Ebenen. Und davon gibt es auch in der heutigen Jugend genügend Beispiele. Aber noch einmal zur Kernfrage. Wem werden denn wirklich in Deutschland Steine in den Weg gelegt? Ich meine, den Migranten nicht. Im Gegenteil. Das Angebot der Stadtführung, und nicht nur dieses, richtet sich ja speziell an diese Gruppe. Also sind diese Menschen doch dann wieder unter sich. Warum also dieses Angebot überhaupt? Antworten auf meine oben angeführten Fragen habe ich übrigens immer noch nicht bekommen.

Klaus Kowakowski am :

Der Bürgerkreis RS-Stachelhausen freute sich über die Initiative der Firma Frantzen, die einen Waggon für Monopolsprit erworben hatte und dieses historische Schienenfahrzeug auf der Industrietrasse platzieren ließ. Aus diesem Anlass veranstaltete der Bürgerkreis eine kleine Feier auf der Trasse und hatte dazu Einladungen an die Moscheen in Stachelhauser Straße, Kremenholler Straße, Freiheitstraße und Honsberger Straße verteilt. Der Bürgerkreis hat keine Absagen erhalten, aber gekommen ist auch kein einziger türkischer Mitbürger. Diese Situation ist also identisch zur Einladung für die Stadtbegehung, die den Migranten ihr jetziges Zuhause näher bringen sollte. Jetzt wird zwischen Becker, Humpert, Dickel, Matzner und Raft hin und her diskutiert. Dabei ist symptomatisch, dass nahezu ausschließlich über das "Was", nicht jedoch über das "Warum" geredet und geschrieben wird. Traut sich keiner offen und ehrlich zu sagen, dass es die Türken sind, die ihre Parallelwelt konsequent beibehalten wollen? Das Multikulti längst zu grabe getragen wurde und die sogenannte Integration gescheitert ist? Jetzt ist im Stadtteil Honsberg, an Stelle des evangelischen Gemeindezentrums, eine Moschee im Gespräch. Eigentlich eine gute Sache. Wenn dadurch Hinterhofmoscheen verschwinden und der Islam sich in Remscheid frei und offen darstellt. Aber ist diese Hoffnung berechtigt?

Peter Matzner am :

Endlich jemand der verstanden hat. Ich stimme Ihnen zu, daß spezielle Gruppierungen sich nicht integrieren wollen und werden. Nur wir meinen, mit unseren Angeboten den Leuten immer etwas Gutes tun zu müssen. Ob aber mit einer neuen Moschee eine Öffnung stattfindet glaube ich nicht. Dafür wäre ja ein Umdenken notwendig.

Michael Dickel am :

Aber Herr Kowakowski - sind Sie den lebensmüde? Sowas dürfen Sie doch nicht sagen - jetzt müssen Sie wirklich Angst haben. Und zwar nicht vor den Türken - nein. Die einen werden traurig sein und auch zurecht wütend, dass Sie alle über einen Kamm scheren, und die anderen interessiert es nicht, weil sie sowieso machen was sie wollen. Nein - Sie müssen sich Sorgen vor Teilen unserer politischen Jugend machen, die mehr oder weniger unverhohlen solchen "rechtspopulistischen" Äußerungen klare Gegenwehr ankündigt und dies auch durchaus schlagkräftig umsetzt - siehe Kommentare im Waterboelles zu "Pro NRW" und die Berichterstattung vom Wochenende in Köln (in den Medien). Freie Meinungsäußerung ja - aber nur wenn sie passt.

Hans Gerd Göbert am :

Als absoluter Linksaußen und engagierter Umweltschützer, der früher schon die 11 auf dem Trikot trug, möchte ich dazu nur sagen: So lange ich Herrn Kowakowski kenne, hat der niemals Angst gehabt und wird sie auch niemals bekommen. Wenn ich auch nicht immer mit seiner, in Remscheid sagt man "botten" Vorgehensweise übereinstimmen kann, trifft das im vorliegenden Fall zu: Der Mann hat leider völlig Recht. Was sagt eigentlich Herr Alp dazu?

Rolf Haumann am :

Die gesamte Diskussion nimmt einen etwas merkwürdigen Verlauf, aus der Tatsache heraus, dass eine Veranstaltung ausfallen musste, weil sie, aus welchen Gründen auch immer, keinen Zuspruch der Adressatengruppe fand, wird hier eine Debatte um Integration geführt und mit altbekannten Vorurteilen untermauert. Es wäre durchaus interessant zu sehen, wie die Reaktionen sind, wenn andere Sachen ausfallen oder nicht angenommen werden, beispielsweise wenn eine Moscheegemeinde ihre deutschen Mitbürger einlädt und keiner kommt. Ob dann auch gleich in Bausch und Bogen verurteilt wird? Sind dann alle Deutschen fremdenfeindlich oder integrationsunfähig? Zu Herrn Dickel, Sie als ehemaliger Ratsherr sollten sich doch eigentlich freuen, wenn Jugendliche sich politisch engagieren und zwar gerade gegen die enge und miefige Sichtweise wie "Pro Köln" sie vertritt. Dass es in Köln auch zu Gewaltausbrüchen von Autonomen gekommen ist, die durch nichts zu rechtfertigen sind, spricht dem nicht entgegen. Die übergroße Mehrheit hat sich friedlich und phantasievoll gegen die Rechtsaußen gewehrt. Oder wollen Sie unterstellen, dass der Kölner OB Schramma (CDU), der sich klar gegen den sogenannten "Anti-Islamisierungskongress" geäußert hat, mit den Autonomen sympathisiert?

Michael Dickel am :

Nein - selbstverständlich nicht. Aber Sie haben ja selbst mit Ihrem Kommentar gezeigt, wie der Hase läuft. Warum muß man sich gegen eine andere Meinung wehren? Kann man sie nicht einfach akzeptieren oder diskutieren. Aber wehren? Und was bedeutet in diesem Zusammenhang friedlich und phantasievoll? Ich erinnere mich an eine Rede von Willy Brandt, die durch Trillerpfeifen "phantasievoll" und friedlich runtergepfiffen wurde. Ist das dann in ihrem Sinne? Wenn eine islamische Gemeinde einlädt und niemand kommt - was hat das mit Integration zu tun? Und zu dem politischem Engagement der Jugendlichen möchte ich Ihnen dann auch gerne sagen dürfen, dass ich es sehr begrüße, dass es politisch Interessierte in dieser Altersgruppe gibt. Das aber deshalb, weil es von jungen Menschen kommt, alles richtig und wahr ist, wollen Sie mir aber doch nun nicht wirklich erzählen. Und umgekehrt gilt das natürlich auch nicht.

Fritz Beinersdorf am :

Liebe Diskutanten, der Prozess der Integration funktioniert nun mal nicht nach irgendeinem Schema. Wie jede demokratische Entwicklung verläuft dieser Prozess nicht geradlinig und ohne Konflikte. Es geht um Menschen, und deshalb gibt es in allen Fragen von Integration und Migration keine schnellen und einfachen Lösungen. Was mich an dieser Diskussion stört, ist nicht der Streit, sondern die undifferenzierte Diskussionsmethode der Herren Dickel, Kowakowski und Matzner: Welchen Beitrag zur Integration leistet ein Alkoholtankwagen der Bundesbahn, vor allem dann, wenn die zu Integrierenden an Alkohol nicht interessiert sind? Welchen Beitrag zur Integration leistet eine Stadtführung mit dem ebenso rätselhaften wie akademischen Thema: „Die Symbolik der Remscheider Innenstadt als Einführung in die Stadtgeschichte“? (Welche Symbolik soll eine Innenstadt haben? Sind -migrantenspezifisch- die Dönerläden gemeint oder doch eher die „Ein-Euro-Shops“?) Wie viele Vereine und Verbände führen Veranstaltungen mit wichtigeren Themen durch und wundern sich, dass es weder Einheimische noch Migranten interessiert? Es sollte doch zu unserer politischen Kultur gehören, dass wir den Meinungsstreit fair führen. Deshalb wundere ich mich sehr über den persönlichen Angriff des Herrn Dickel gegen unsere „Jungpolitiker“, und ich möchte Herrn Dickel bitten, seine politischen Intentionen zu offenbaren. Er wird nicht ins rechte politische Lager gerückt, sondern er selbst manövriert sich immer weiter in dieses Abseits.

Michael Dickel am :

Natürlich ist alles, was nicht links ist, automatisch rechts. Ich führe auch keinen persönlichen Angriff noch habe ich eine politische Intention. Mir geht es tatsächlich nur um die kleinen Auswüchse in der Sprache einzelner Diskutanten, die Gewaltbereitschaft vermuten lassen. Und dies versuche ich die ganze Zeit aufzuzeigen. Mir ist es völlig egal, von welcher Seite Gewaltbereitschaft und Gewalt gezeigt wird - sie wird nicht richtig, weil sie links, rechts, jung oder alt ist. Und natürlich haben Sie recht, hier wird aus einer Mücke ein Elefant gemacht. Ich versuche es aber noch mal langsam zum Mitdenken. Integration wäre eine Stadtführung zur Stadtgeschichte, die gemeinsam begangen wird.

Frédéric Ranft am :

Welche "Auswüchse" lassen Sie denn Gewaltbereitschaft vermuten?

David Schichel am :

Ich habe mir diese wenig Neues bringende Diskussion nun einige Zeit mit angesehen, ohne mich dazu zu äußern, zumal ich den Standpunkt von Benjamin Becker teile, der schon recht ausführlich Stellung genommen hat. Aber, Herr Dickel, jetzt reicht es! Weder in der Debatte um "Contra Intelligenz", noch in irgendeiner anderen hat auch nur ein Vertreter der Jugendorganisationen eine irgendwie geartete Gewaltbereitschaft signalisiert. So habe ich z.B. geschrieben, und das wiederhole ich gerne, dass sich die Remscheider Jugendorganisationen schon im letzten Bundestagswahlkampf dem braunen Mob entschieden entgegengestellt haben. Das haben wir u.a. getan, indem wir öffentlich zur Nichtwahl der damals kandidierenden NPD aufgerufen haben und indem wir vor dem Wahlkampfstand dieser Scheindemokraten Flugblätter verteilt haben. Ähnliches ist für ein mögliches Antreten der von Ihnen anscheinend unterschätzten "Pro was auch immer" bei kommenden Wahlen geplant. Diese Gruppierung hat ihr wahres Gesicht nicht erst am vergangenen Wochenende in Köln gezeigt, es reicht ein klarer Blick auf deren Homepage. Um Ihrem Argument der Vorverurteilung gleich zu begegnen: Die Grünen haben sich schon seit der Gründung von "Pro Köln" intensiv mit deren Entstehung, Werdegang und v.a. mit deren "politischem" Personal beschäftigt. Das gilt wohl auch für die anderen demokratischen Parteien. Im Gegensatz zu einigen anderen Diskutanten wussten wir schon, wovon wir reden. Gewalt, und daran können Sie mich gerne messen, ist verabscheuenswert, gleich aus welchem "politischen" Lager sie kommt und welche Ziele sie verfolgt. Wer sich der Gewalt bedient, beraubt sich selbst jeder Legitimation. Ich denke, darin sind wir uns einig. Ich bitte Sie aufrichtig, solche Unterstellungen künftig zu unterlassen.

Klaus R. Schmidt am :

Die Diskussion läuft inzwischen völlig aus dem Ruder mit links und rechts, jung und alt, richtig und falsch, gewaltbereit und friedlich! Ich rufe in Erinnerung und kehre damit zum Ausgangspunkt zurück: Die "Stadtführung durch Remscheids City für Migranten" war als eine Veranstaltung im Programm der Wochen der ä l t e r e n Generation geplant! Damit war aus meiner Sicht schon eine gewisse Problematik vorprogrammiert. Es ist offenbar versäumt worden, im Vorfeld zu erkunden, ob für ein solches Angebot überhaupt nur der geringste Zuspruch besteht. Jeder Bürger und alle Gäste dieser Stadt, ob jung oder alt, mit und ohne Migrationshintergrund können jederzeit an den zahlreich angebotenen Begehungen aus dem Programm der Interessengemeinschaft Remscheider Stadtführer (www.stadtfuehrung-remscheid.de) teilnehmen und sind herzlich willkommen. Die Themen buchbarer Führungen werden ständig ergänzt. Die "Migranten-Führung" vom 17.09.08 war übrigens kein Programmpunkt der IG Remscheider Stadtführer. Dies lediglich zur Klarstellung.

Hans Gerd Göbert am :

Um sich vielleicht doch wieder ein wenig dem eigentlichen Kern der Sache zu nähern: Da haben ein paar engagierte Personen versucht, eine gute Idee umzusetzen und den Migranten unsere Stadt näher zu bringen. Ob die Einladung nun falsch, unglücklich formuliert oder sonstwie war, darüber mögen sich die Veranstalter den Kopf zerbrechen. Fakt ist nur, es sind leider keine Migranten gekommen. Warum, wird man nur erfahren können, wenn man sie selbst danach fragt. Wer aber wäre dafür pädestinierter als der Migrationsauschuss? Und, hat er schon die potentiellen Stadtwanderer gefragt oder nicht? Viele der an der Diskussion Beteiligten werden sich noch lebhaft an die netten Beiträge eines muslimischen Migranten zu Schulschwimmen und anderen interessanten Schnitt- punkten zwischen den Kulturen und Religionen erinnern. Im Verlaufe dieser heftigen Debatten wurde von anderen und von mir öfter der Wunsch an den Vertreter der Muslime gerichtet, man möge doch einmal zu einem ausgiebigen Gespräch in eine der Remscheider Moscheen einladen. Reaktion bis heute - totale Fehlanzeige. Das sind die traurigen Realitäten. Und hat auch absolut gar nichts damit zu tun, in welche Ecke der eine nun den anderen Diskussionteilnehmer am liebsten stecken möchte. Die gesamten Diskussionen um Migranten, sowie ihre vermeintlichen Befürworter oder Gegner, führen bei mir gerade im vorliegenden Fall, zu der sicher bedauerlichen, aber uralten Erkenntnis, : Wer nicht will, der hat schon.

Melanie Clemens am :

Liebe Diskussionsteilnehmer, für Rückfragen und Anregungen zu meinen Angeboten, dem Inhalt oder den Titeln, stehe ich gerne zur Verfügung, wenn sie sich per Mail an mich wenden (alaaf.mel@web.de)

Peter Matzner am :

Helau, ich hätte gerne ein Angebot.

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!