Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Psychiatrische Behandlung im Tannenhof auch ambulant

Laut SGB V können psychiatrische Krankenhäuser auch ambulante Behandlungen durchführen. Dieses Angebot richtet sich an die Krankenversicherten, die es wegen der „Art, Schwere oder Dauer ihrer Erkrankung“ benötigen. Die Psychiatrische Institutsambulanz (PIA) gewährleistet damit die ambulante psychiatrische Behandlung bei Vorliegen schwerer Krankheitsbilder. Als multiprofessionell besetztes Team (Fachärzte, Psychologen, Sozialarbeiter, Pflegekräfte, medizinische Fachangestellte) betreut die Ambulanz der Evangelischen Stiftung Tannenhof ca. 1300 Fälle pro Quartal. Dies sind vor allem zuvor stationär aufgenommene Patienten, die hier weiterbehandelt werden.

Die PIA stellt die Patienten-Compliance bei der medikamentösen Therapie sicher und unterstützt die Behandlung durch ihre nicht-ärztlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie bietet neben ärztlicher auch psychologische Diagnostik, Psychotherapie (tiefenpsychologisch fundierte und Verhaltenstherapie) und Beratung an. Innerhalb der Ambulanz kann der Bedarf nach Psychotherapie (2007 wurden 78 durchgeführt) nicht gedeckt werden. Darum wäre es wünschenswert, wenn sich die Psychotherapien hin zu den niedergelassenen Therapeuten verlagerten. Die Ambulanz könnte sich dann stärker im Bereich Psychoedukation und Kompetenztraining einbringen.

Neben der Weiterbehandlung der ehemals stationär aufgenommenen PatientInnen ist die Ambulanz erste Anlaufstelle zur Krankheitserkennung und zielgerichteten Behandlung insbesondere bei Suchtpatienten, chronischen Schizophrenien, ausgeprägten Verhaltensstörungen verschiedener Ätiologie, sowie suizidgefährdeten Patienten. Die Statistik über Diagnosen21 und Medikamentenverordnungen22 unterstreicht eindrucksvoll, dass in der Institutsambulanz die komplizierteren Fälle behandelt werden.

Die Psychiatrische Institutsambulanz der Evangelischen Stiftung Tannenhof ist pauschal finanziert auf der Grundlage eines Vertrages mit der gesetzlichen Krankenversicherung, der derzeit noch kein Medikamentenbudget vorsieht, so dass auch neuere – und damit teurere – Medikamente zum Einsatz kommen können. Die Pauschalfinanzierung erfordert eine klare Arbeitsstruktur, um fachärztliche Kontakte mindestens alle vier Wochen zu gewährleisten. Erstkontakt und Zuordnung erfolgen über den Oberarzt. Die Tendenz geht hin zu eher kürzeren, dafür aber regelmäßigen Arzt-Patienten-Kontakten. Darüber hinaus nimmt die Institutsambulanz an einem Modell der Integrierten Versorgung für Depressionserkrankte mit der Technikerkrankenkasse teil. Im Rahmen dieser Maßnahme sind Arztkontakte alle zwei Wochen vorgesehen. Die PIA ist unterteilt in diagnosebezogene Untergruppen (z. B. Gerontopsychiatrie, Doppeldiagnosen), unterhält eine Gedächtnissprechstunde und beschäftigt sich mit gezielten Angeboten für Migranten. Sie unterstützt aufsuchend Patientinnen und Patienten, die sich im Bereich Integration der Ev. Stiftung Tannenhof (mit insgesamt 150 Patienten) befinden, Altenheime (Katharinenstift, Haus Abendfrieden, Haus Clarenbach) und macht Hausbesuche über die Sozialarbeiterin und die Krankenschwester bei 40 bis 50 Patienten.

(Aus „Psychiatrische Versorgungsstrukturen, Teil V: Allgemeinpsychiatrie“, herausgegeben von der Stadt Remscheid im September 2008, Redaktion: Frauke Turk, in der Reihe „Remscheider Gesundheitsberichte“ des Gesundheitsamtes der Stadt Remscheid.)

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!