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Mit Beratungszentrum näher an die Menschen gerückt

Rechts im Bild Ralf Barsties, der Leiter des Diakonischen Werkes. Foto: Lothar Kaiser„Es war eine gute Entscheidung, mitten in die Stadt zu ziehen“, fand Sozialdezernent Burkhard Mast-Weisz. Und der Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Lennep, Pfarrer Hartmut Demski, gab ihm recht: „Der Kirchenkreis bleibt in Lennep, hat aber jetzt ein deutlich sichtbares Standbein in Remscheid“. Beide gehörten heute Vormittag zu den zahlreichen Vertretern des sozialen, politischen und kirchlichen Lebens in Remscheid (Mast-Weisz sprach vom „Who is Who“), die der Einladung des Diakonischen Werkes ins frühere Möbelgeschäft Stosberg an der Ecke Kirchhof-/Alte Bismarckstraße gefolgt waren. Das war in den vergangenen Monaten zu einem Beratungszentrum umgebaut worden. Der Freie Wohlfahrtsträger bietet dort eine Vielzahl von Dienstleistungen an. Ralf Barsties, der Leiter des Diakonischen Werkes, nannte sie bei der Begrüßung der Gäste: „Unter einem Dach finden Sie hier:

  • Hier fällt man förmlich hinein, so zentral gelegen ist das neue Beratungszentrum. Foto: Lothar Kaiserden Betreuungsverein des Diakonischen Werkes;
  • den Bereich Jugend und Familie mit der (Ehe-)Paar-, Familien und Lebensberatung, Hilfen für Schwangere, Schwangerschaftskonfliktberatung, verschiedenen weiteren Hilfen für Familien und Kinder und die Flexiblen Familienhilfen;
  • die Schuldnerberatung mit ihrem sehr konzentrierten Angebot;
  • die Suchthilfe Remscheid mit ihrem hochdifferenzierten Hilfeangebot im ambulanten Bereich für alle Suchtformen, für Betroffene und Angehörigen und nicht zuletzt mit dem Arbeitsbereich Suchtprävention;
  • die Suchthilfeangebote, die hier für Menschen der gesamten Region vorgehalten werden, insbesondere die Ambulante Rehabilitation und Intensivangebote für suchtmittelauffällige Verkehrsteilnehmer;
  • in unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich unser Arbeitslosenzentrum mit der bewährten Beratung, dem Netzwerk Diakonie mit Beschäftigungs- und Qualifizierungsangeboten sowie der Flüchtlingsberatung.“

In das neue Beratungszentrum falle man geradezu rein, lobte Demski die zentrale Lage. Die Dakonie sei mit ihren Hilfsangeboten näher an die Menschen heran gerückt. Und der Bedarf sei groß. „Wir nehmen mit Erschrecken war, dass die sozialen Risiken größer geworden sind!“ Den Mitarbeitern wünschte er „gutes Gelingen, fröhliches Miteinander und Gottes Segen“. Und bei Ralf Barsties bedankte er sich für den „anstrengenden und manchmal nervigen Weg“, den er in der Vorbereitungszeit dieses Projektes gemeistert habe. Ungeachtet der räumlichen Entfernung würden sich Kirche und Diakonie nicht aus den Augen verlieren. „Denn die Diakonie ist eine kirchliche Aufgabe!“ … bei der die Menschen im Mittelpunkt stünden, betonte auch Sozialdezernent Mast-Weisz (Foto) und fügte hinzu: „Manchmal wird mir in der sozialen Arbeit zuviel über Geld geredet“. Das knüpfte an die Bemerkung Barsties an, soziale Arbeit sei „für den freien Markt mittlerweile sehr interessant geworden“ und werde mitunter aggressiv beworben.

Nachfolgend dokumentiert der Waterbölles die Ansprache von Ralf Barsties:

 

„Hocherfreut können wir Ihnen, verehrte Gäste, und den Menschen dieser Stadt und den Menschen in dieser Region ein in dieser Form völlig neues Beratungskonzept anbieten: Das Beratungszentrum des Evangelischen Kirchenkreises Lennep und seines Diakonischen Werkes. Es handelt sich hier in vielfacher Hinsicht um ein vertrautes Angebot, das aber in dieser räumlich-konzentrierten und vernetzten Form einen noch besseren Beitrag leistet, die tatkräftige Hilfe am Nächsten bei höchster professioneller Kompetenz durchzuführen. Auch zukünftig präsent bleiben wird das Diakonische Werk im Haus des Kirchenkreises in Lennep mit der Verwaltung und der Geschäftsführung, mit guten Möglichkeiten für Sitzungen, Tagungen und Fortbildungen und sehr bald mit dem neuen Projekt BERDIA – betriebliche Beratungsdienste. Nicht zu vergessen die Integrativen Behindertenarbeit sozusagen mitten in der Kirchengemeinde Lennep. Gut erreichbar und gut sichtbar haben wir uns sehr bewusst hierhin begeben, wo die Menschen, das Leben und damit auch die Ängste, Sorgen und schwierigen Lebenslagen von Individuum, Sozialer Gruppe und Gemeinwesen zu finden sind. Gleichzeitig begeben wir uns bewusst mitten hinein in die im wahrsten Sinne des Wortes „gute Nachbarschaft“. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle Stadtkirchengemeinde und Citykirche, das Kaufhaus Remscheid, für die Remscheider Wohlfahrtsverbände und sozialen Träger den Caritasverband sowie die ARGE Remscheid und die verschiedenen Dienststellen des Sozialdezernates der Stadt Remscheid.

Dieses Beratungszentrum soll nicht zuletzt auch sichtbares Zeichen dafür sein, das Kirche und Diakonie in dieser Region weiterhin mit aller Kraft für die Menschen da sind und nicht etwa beabsichtigen, sich zurückzuziehen.  Stetiger Wandel und rasant zunehmende Komplexität sind neben den kontinuierlich rückläufigen Ressourcen für einen immer größeren Anteil der Menschen eben nicht nur Herausforderung sondern eine Existenzfrage, wenn nicht gar eine existenzielle Bedrohung. Als Kirche und Diakonie wollen und müssen wir hier einen Halt geben. Wo wir können, werden wir ein Angebot reichen. Wenn ein Mensch Dinge oder Situationen nicht ohne Hilfe selbst regeln kann, sind wir da. Aber auch das Prinzip „Fördern und Fordern“ ist fest in unserm professionellen Wirken verwurzelt. In all dem Wandel wollen wir etwas Beständiges und Verlässliches sein.

Mit diesem Ziel sowie dem Leitbild und Diakoniekonzept des Kirchenkreises ist uns hier einiges aufgetragen: Die sozialen und beraterischen Bedarfe steigen. Die Felder sozialer Arbeit sind für den freien Markt mittlerweile sehr interessant geworden und werden mit professionellen, mitunter aggressiven Mitteln beworben. Nicht die Diakonie und die anderen Wohlfahrtsverbände haben diesen  Markt geschaffen. Der Markt strömt in die Felder, in denen Diakonie und kirchliche Sozialarbeit oft als Pionierin gewirkt hat. Die Diakonie der Evangelischen Kirche steht nicht nur für Pioniergeist, jahrhundertelange Tradition, Verankerung und Kompetenz, sondern auch und insbesondere für Zukunftsfähigkeit. Das heißt für unser Diakonisches Werk, dass wir in Remscheid, dem OBK und dem RBK offensiv unsere Kernkompetenzen herausstellen und weiterentwickeln.  Wir analysieren die Bedarfe, die Markttendenzen, studieren auch die Wettbewerber und setzen unsere jahrhundertelang erworbene methodische und fachliche Kompetenz und Erfahrung ein, um bestmögliche Angebote zu machen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DW sind nicht unser Kapital, sie sind unser Schatz. Sie leisten christlich inspirierte hochprofessionelle Arbeit für den Menschen. Darum wird die Personalpolitik ein noch entscheidenderer Faktor für die Zukunft werden. Wir analysieren zur Zeit Schritt für Schritt unsere Themenfelder und bauen die Zukunftsthemen aus und wir schauen, wie wir schwer refinanzierbare, aber wichtige Projekte über neue Wege der Mittelbeschaffung optimieren können.   Gleichzeitig entwickeln wir die Organisation des Diakonischen Werkes weiter.  So gesehen ist das Beratungszentrum gewissermaßen der offizielle Startschuss, das Diakonische Werk des Evangelischen Kirchenkreises Lennep strategisch neu aufzustellen.

Wir werden unsere Präsenz, wie unschwer zu erkennen ist, in Remscheid mit dem Beratungszentrum sowie mit neuen Angeboten und mit erweiterten Leistungen verstärken. (Stichworte können hier sein  Allgemeine Sozialberatung, Kooperationsprojekte und vieles mehr) Wir werden insbesondere unsere Präsenz im OBK und RBK konzentrieren. Die Standorte in Wipperfürth/Radevormwald und in Wermelskirchen werden wir im Rahmen der Möglichkeiten von den bewährten und bekannten ambulanten Suchthilfeeinrichtungen zu Fenstern des Diakonischen Werkes in der Region und in die Region hinein weiterentwickeln.   In allen drei Gebietskörperschaften wollen wir auch auf der Ebene der Bereichsleitungen mit Gesichtern erkennbar sein. Die Bereichsleiterinnen und Bereichsleiter wirken u.a. über die Bereichsleitungskonferenz maßgeblich mit an der Leitung des Diakonischen Werkes. Die Verantwortung jeder Führungskraft, aber auch jedes einzelnen Mitarbeiters, jeder einzelnen Mitarbeiterin wird dadurch erhöht. Wir wollen keine langen Dienstwege, wir wollen den Menschen bei kurzen Lösungswegen unterstützen.  Somit bleibt selbstverständlich und die Grundlage, dass wir Beratungsleistungen für alle Bürger anbieten werden.

Selbstverständlich ist für uns hierbei, dass wir ständig an der Verbesserung dieser Leistungen arbeiten werden. Gleichzeitig wird die Zielgruppenarbeit intensiviert, weil es uns um Qualität geht. So werden wir mit BERDIA – Betriebliche Beratungsdienste in nächster Zeit ein neues Beratungsangebot aufgelegen, das sich speziell an Unternehmen richtet, die Gesundheits-, Sozial- und Personalberatungen in Anspruch nehmen wollen. Ein Schwerpunkt des Diakonischen Werkes hier in der Region ist seit 20 Jahren die Suchtarbeit. Wir werden insbesondere im Gesundheitsbereich den Unternehmen viele Angebote unterbreiten können. Aber auch in vielen anderen Belangen. Sehr bald werden wir Ihnen dieses Projekt näher vorstellen.

Solange wir planen, konzipieren und letztendlich auch (um-)bauen, denken wir in Zukunftskategorien. In den letzten vier Jahren sind wir damit als Diakonisches Werk recht erfolgreich gewesen. Wir bauen Strukturen auf, um Menschen die unverwechselbare Qualität unserer Arbeit als Hilfe für die Stadt und für die  Region zur Verfügung zu stellen.“ (…)

(Musikalisch umrahmt wurde die Einweihungsfeier von dem Instrumentalpädagogen von Frank Bechlarz (Gitarre). Beachtung fand beim späteren Rundgang die erste Ausstellung im neuen Beratungszentrum, „Poetische Kollagen Irmgard Hannoschöck, selbst Mitarbeiterin des Diakonischen Werkes, Fachkraft für Suchtvorbeugung im Oberbergischen Kreis.)

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Chronist am :

Vier Jahre lang wurde auf dieses Ergebnis hingearbeitet: Für das Diakonische Werk mit all seinen Mitarbeitenden ist das neue Diakonie-Beratungszentrum Remscheid ein bedeutender Fortschritt. 25 Mitarbeitende sind seit dem 21. Juli dort tätig. Sie bieten erstmals an einem zentralen Ort in Remscheid kompetente Hilfe und Beratung zu den Themen Suchtberatung, Suchtprävention, Hilfen für Substituierte, Ambulant betreutes Wohnen, ambulante Rehabilitation Sucht, Hilfen für suchtmittelauffällige VerkehrsteilnehmerInnen, Hilfen für junge Cannabiskonsumenten, Schuldner- und Verbraucherinsolvenz, Ehe-, Familien und Lebensberatung, Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung, Flexible Familienhilfen, Betreuungen, Mütter- und Mutter-Kind-Kuren und einiges andere mehr.

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