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316 Arbeitslose fanden im September eine Arbeitsstelle

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Der Arbeitsmarkt in Remscheid hat sich auch im September weiter günstig entwickelt. Das typische Sommerloch ist überwunden. Die Eintrübungen in einzelnen Branchen nicht zuletzt wegen der Krise in den USA haben sich nicht ausgewirkt, sie haben nicht einmal dazu geführt, dass der Arbeitsmarkt auf der Stelle tritt. Das zeigt sich auch im weiterhin guten Stellenangebot aus den Betrieben. Insgesamt wurde mit 196 neu gemeldeten Stellen für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung das gute Niveau der letzten Monate beibehalten. 316 vormals Arbeitslose konnten eine Erwerbstätigkeit aufnehmen. Im Ergebnis wurden 48 Arbeitslose weniger gezählt. Die Arbeitslosenquote liegt bei 8,1 Prozent. Vor einem Monat lag sie bei 8,2 Prozent und vor einem Jahr bei 8,9 Prozent. Aktuell sind aber weiterhin 4.823 Männer und Frauen auf der Suche nach einer Beschäftigung.  Gegenüber dem Vorjahr waren es 568 oder 10,5 Prozent weniger.

Insgesamt wurden dem gemeinsamen Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und der ARGE im abgelaufenen Monat 320 Stellen (Vormonat: 414) gemeldet. Davon sind 196 Stellen für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Das sind 54 oder 21,6 Prozent Vakanzen weniger als vor einem Monat und auch weniger (- 48 oder 19,7 Prozent) als vor einem Jahr. Bei der Betrachtung der Veränderungsraten muss mit berücksichtigt werden, dass es auch immer eine gewisse Zeit bis zur Integration der neuen MitarbeiterInnen bedarf, bevor weitere Kräfte nachgefragt werden können. Zudem wurden 108 Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung (MAE) für AlgII-Bezieher den Vermittlungsfachkräften gemeldet. Der Vergleichswert des Vormonats lag bei 143 bzw. bei 136 im Vergleich zum Vorjahr. Aktuell sind noch 789 Stellen zu besetzen, darunter 555 Stellenangebote für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen, unter anderem für die Bereiche Metallerzeuger und -bearbeiter (95), Schlosser und Mechaniker (73), Elektriker (49), Warenkaufleute (23), Verkehrsberufe (28), Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufe (34), Gesundheitsdienstberufe (38) und Reinigungsberufe (3).

 „Es bleibt weiterhin erfreulich über den Arbeitsmarkt in Remscheid zu berichten“, so Ute Ackerschott, Leiterin der Arbeitsagentur. „Wenn ich sehe, welche Hiobsbotschaften jeden Tag über den Ticker laufen, bin ich glücklich, dass es wieder gelungen ist, 316 Menschen in Arbeit zu bringen. Schon aus diesem Grunde bleibe ich optimistisch. Zudem teilen ganz offensichtlich auch viele Firmenchefs meine positive Einsätzung, was ich aus den 196 neuen Stellenangeboten für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung entnehmen darf. Diese Vielzahl, aber auch Vielfältigkeit der hinter diesen Stellenangeboten stehenden Branchen bieten denjenigen, die eine Beschäftigung suchen, eine günstige Ausgangslage, um sich intensiv mit den neuen Stellenangeboten auseinander setzen.“

„Ich richte meinen geschäftspolitischen Blick aber nicht nur auf Arbeitslose. Das seit zwei Jahren gute Stellenangebot und die ungebremsten Vermittlungschancen für Arbeitslose führen bei mir zu einem präventiven Ansatz, Arbeitslosigkeit zu vermeiden.“, so Ackerschott weiter, „Die Entwicklung in der Arbeitswelt, vor allem in der Technik führt unvermeidbar dazu, dass die Anforderungen an die Mitarbeiter höher werden. Die gestiegene Zahl an Arbeitsplätzen und Beschäftigten in den Betrieben zeigt, dass unsere Firmen auch weiterhin gute Arbeitskräfte gebrauchen können. Jedoch liegt die Ausbildungszeit bei vielen Mitarbeitern schon sehr lange zurück, und an Weiterbildung hat in dieser Zeit wahrscheinlich keiner gedacht. Deshalb möchte ich die Beschäftigten in den Betrieben auch auf das Thema Weiterbildung ansprechen und bitten, sich damit zu befassen.

Nach dem Motto „WEITER DURCH BILDUNG“ bestehen derzeit sehr gute Chancen, den Arbeitsplatz zu erhalten und sogar eine höherwertige Tätigkeit ausüben zu können, wenn Sie auf dem neuesten Stand der Technik sind. Planen Sie deshalb am besten zusammen mit den Verantwortlichen in Ihrem Betrieb Ihre Zukunft. Es gibt gute Beispiele dafür, dass Arbeitgeber dieses Engagement honorieren. An die Unternehmer möchte ich appellieren, Ihre Mitarbeiter bei dem Thema Weiterbildung zu unterstützen. Damit sichern Sie sich zu mindestens für Ihren Betrieb, dass dort auch künftig noch Waren „Made in Remscheid“ hergestellt werden können. Für Ihre Fragen zur Weiterbildung steht in der Agentur für Arbeit gerne Martina Wildförster, Tel. 0212/2355-624, als Ansprechpartnerin zur Verfügung.“

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit verlief in den beiden SGB-Bereichen gleich. So wurden im Bereich SGBIII (Arbeitslosenversicherung) mit 1.306 Arbeitslosen in diesem Monat 29 oder 2,2 Prozent Arbeitslose weniger gezählt. Im Bereich des SGBII (Jobcenter) sind es bei 3.517 Beschäftigungslosen insgesamt 19 oder 0,5 Prozent weniger.

Im Laufe des Berichtsmonats gingen insgesamt 920 Meldungen von Arbeitslosen an der Bismarckstraße ein. Das waren 55 oder 5,6 Prozent weniger als noch im August. Nach einer Erwerbstätigkeit meldeten sich 322 Männer und Frauen arbeitslos, das waren 48 oder 13,0 Prozent weniger als vor Monatsfrist. Insgesamt 227 Männer und Frauen haben eine Ausbildung (betrieblich oder schulisch) beendet. Darunter sind auch 139 TeilnehmerInnen die sich nach einer Trainingsmaßnahme zurückgemeldet haben. Die Vergleichswerte des Vormonats lagen bei 236 bzw. 117.

Im Berichtsmonat wurden insgesamt 970 Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit verzeichnet. Das waren 52 oder 5,1 Prozent weniger als noch vor vier Wochen. Der Vergleichswert von vor einem Jahr lag bei 1.199 Abgängen. Insgesamt fanden 316 Männer und Frauen eine Anstellung. Zum gleichen Zeitpunkt des Vormonats waren es 330 und vor einem Jahr 332 Beschäftigungsaufnahmen. Die weiterhin hohe Zahl an neuen Beschäftigungsverhältnissen unterstreicht auch die aktuell gute Situation für die Arbeitslosen auf dem Arbeitsmarkt. Insgesamt wurden 196 Männer und Frauen in eine Ausbildung/Qualifizierung abgemeldet. Hier lag der Vergleichswert des Vormonats bei 205 und der des Vorjahres bei 236. Die restlichen Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit erfolgten aufgrund von Krankheit oder sonstigen, in der Person des Arbeitslosen liegenden, Gründen.

Aktuell sind in Remscheid 493 Arbeitslose gemeldet, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten. Damit hat sich die Zahl der Beschäftigungslosen bei dieser Personengruppe gegenüber dem Vormonat leicht um 17 oder 3,6 Prozent erhöht. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Betroffenen, wie auch die Arbeitslosigkeit insgesamt (-32 oder –6,1 Prozent) zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 7,4 Prozent nach 7,2  Prozent im Vormonat und 7,9 Prozent vor einem Jahr. Bei den unter 20-Jährigen ist die Zahl der Beschäftigungslosen gegenüber dem Vormonat ebenfalls leicht gestiegen. Insgesamt wurden 110 nach 99 Arbeitslosen im Monat zuvor gezählt. Gegenüber dem Vorjahr bleibt ebenfalls ein Abstand von minus 6 oder -5,2 Prozent. Die Arbeitslosenquote für diese Personengruppe beträgt aktuell 5,4 Prozent nach 4,8 Prozent im August und 5,9 Prozent vor einem Jahr.

Betreut werden in Remscheid 219 (Vormonat: 213) Jüngere unter 25 Jahre durch die Arbeitsagentur und 274 (Vormonat: 263) von der ARGE. Die Vergleichswerte von vor einem Jahr lagen bei 202 (+17 oder +8,4 Prozent) und im SGBII-Bereich bei 323 (-49 oder -15,2  Prozent). Von den Jüngsten werden 38 (Vormonat: 29) im Bereich SGB III und 72 (Vormonat: 70) von der ARGE betreut. Die Vorjahresergebnisse lagen bei 35 bzw. 81 Arbeitslosen. Arbeitslose  Eine ebenfalls geringfügige positive Veränderung war in diesem Monat auch bei der Zahl der älteren Arbeitslosen über 50 Jahre und älter zu verzeichnen. Insgesamt wurden 27 oder 2,1 Prozent weniger Betroffene gezählt. Am Berichtsmonatsende suchten noch insgesamt 1.272 Männer und Frauen dieser Altersgruppe in Remscheid eine Beschäftigung. Davon ist mehr die Hälfte (654) sogar älter als 55 Jahre. Auch diese Personengruppe konnte von der guten Arbeitsmarktsituation profitieren. So ging die Zahl der Betroffenen binnen Jahresfrist um 156 oder 10,9 Prozent zurück und lag damit sogar noch leicht über der Gesamtveränderungsrate von minus 10,5 Prozent.

Insgesamt werden 401 (Vormonat: 423) Männer und Frauen im SGBII-Bereich und 871 (Vormonat: 876) im SGBII-Bereich betreut. Die Vergleichswerte des Vorjahres lagen bei 567 (- 166 oder – 29,3 Prozent) bzw. 861 (+10) zu betreuende Kunden. Somit konnte im Vergleich zum September des Vorjahres nur die Personengruppe der Älteren aus dem Rechtskreis SGBIII von der günstigen Beschäftigungssituation profitieren.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen hat sich im Berichtsmonat ebenfalls leicht verringert. Insgesamt wurden 32 oder 1,5 Prozent weniger Betroffenengezählt. Aktuell sind mit 2.062 insgesamt 42,8 Prozent aller in Remscheid gemeldeten Arbeitslosen bereits ein Jahr und länger ohne eine Beschäftigung. Auch die Langzeitarbeitslosen konnten im Jahresvergleich von der guten Situation profitieren. So ist die Zahl der Arbeitslosen sogar um 14,8 Prozent (-359) zurückgegangen. Die Quote für den allgemeinen Rückgang der Arbeitslosigkeit liegt dagegen nur bei 10,5 Prozent. Betreut werden aktuell 1.850 (Vormonat: 1.864) Männer und Frauen im SGBII- Bereich und 212 (Vormonat: 230) Arbeitslose im SGBIII- Bereich. Vor einem Jahr waren mit 1.954 insgesamt 104 oder 5,3 Prozent Arbeitslose mehr im SGBII-Bereich zu verzeichnen. Im Bereich der Arbeitsagentur wurden bei 467 Arbeitslosen sogar 255 oder 54,6 Prozent Betroffene mehr gezählt. Damit profitieren Langzeitarbeitslose in Remscheid auch weiterhin von der guten konjunkturellen Situation und dem positiven weiterhin Einstellungsverhalten der Arbeitgeber. Trotz der graduellen Unterschiede in den beiden Rechtskreisen zeigt der Abbau der Arbeitslosigkeit, dass auch hier die Vorzeichen in die richtige Richtung zeigen. Beide, Arbeitsagentur und ARGE, werden sich dieses schwierig zu vermittelnden Personenkreises auch weiterhin verstärkt annehmen, um die Zahl der Betroffenen noch weiter abzubauen.

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