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Noch fehlen Interviews von türkischen Gastarbeitern

Klicken führt zum 'Zeitstrahl' der AusstellungAnlässlich der 200-Jahr-Feier Remscheid hat das Migrationsbüro der Remscheider Stadtverwaltung eine Ausstellung mit Interviews von Zeitzeugen der Zuwanderung zusammengestellt, die noch bis zum 20. Oktober im Rathaus (2. Etage) zu sehen ist. Darin erzählen die „Zugereisten“, warum sie ihre Heimat verlassen haben, wie sie hier in Remscheid ankamen, welche Erwartungen, welche Hoffnungen, welche Enttäuschungen sie erlebten und warum sie sich trotzdem mit Remscheid verbunden fühlen. Insgesamt eine lesenswerte, ja spannende Dokumentation, die die  Remscheider Geschichte auch unter dem Gesichtspunkt "Zuwanderung" betrachtet. Schließlich hatten viele Remscheider Unternehmer nach den Römischen Verträgen ausländische Arbeitnehmer angeworben, und viel davon sind in Remscheid geblieben.

 

Zuwanderung begann aber nicht erst mit den "Gastarbeitern", sondern schon viel früher. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts haben hier italienische Straßenbauer gearbeitet. Die stehen allerdings nicht mehr als Zeitzeugen zur Verfügung. Wohl aber die Menschen, die als Vertriebene, Flüchtlinge und Heimatlose nach dem Zweiten Weltkrieg nach Remscheid kamen.

Für die Ausstellung gaben viele Neu-Remscheider bereitwillig Auskunft. Aber Heike Hildebrandt vom Fachbereich Jugend, Soziales und Wohnen/ Abteilung Allgemeine Soziale Dienste, Integration und Wohnen der Stadtverwaltung, die die Interviews führte, bekam auch Absagen. So gelang es ihr nicht, einen der in den 60er Jahren nach Remscheid gekommenen türkischen Gastarbeiter zu befragen. Auch Griechen, Marokkaner und Koreaner (damals kamen zahlreiche koreanische Krankenschwestern ins Bergische) fanden sich nicht für ein Interview. Um die Ausstellung komplettieren zu können, würde sich Heike Hildebrandt über gesprächsbereite Migramtinnen und Migranten freuen. Zu erreichen ist sie unter Tel. 02191/ 16-3602, Fax: 02191/ 16-13602 oder E-mail: hildebrandt@str.de">hildebrandt@str.de.

In nächster Zeit bringt der Waterbölles auf waterboelles-vereint.de in loser Folge die bisher vorliegenden Interviews aus der Ausstellung. Den Anfang machen heute August Heinrich und Anna-Maria Fallbach, August Heinrich geboren am 04.02.1916 in Klein-Heidenau/ Ortelsburg und seine Ehefrau Anna Marie geboren am 22.06.1922 in Ortelsburg.

 

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Kommentare

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Lothar Kaiser am :

Ich habe heute mehr als fünf Stunden damit verbracht, die 21 Interviews von Remscheider "Neubürgern" digital für waterboelles-erzaehlt.de aufzubereiten. Ich schreibe das nicht, um von irgendwem ein Fleißkärtchen zu bekommen. Sondern ich schreibe es aus dem Bedürfnis heraus, auf diese Texte, die in den nächsten Tagen erscheinen werden, auf diese Weise aufmerksam zu machen. Sie sollten zur Pflichtlektüre werden für eine Schüler-Generation, für die "Party machen" wichtiger ist (oder zu schein scheint), als die Geschichte dieser Stadt und ihrer Bürger. Vom eigenen Handy mit zehn Jahren ist in diesen "erlebten Geschichten" mitnichten die Rede, dafür von Entbehrungen, die sich viele Schülerinnen und Schüler unserer Tage kaum vorstellen können.

Barbara Zirbes am :

Herzlichen Dank für die Wertschätzung dieser überaus interessanten Erzählungen von Zeitzeugen. Vielleicht schaffen es einige KollegInnen von weiterführenden Schulen ja noch, mit ihren Schülern nach den Herbstferien einen Blick auf diese Art der Stadt-Zeitgeschichte zu werfen. Als Migrantin in der 4. Generation - mein Urgroßvater Przystuppa kam als Wanderarbeiter 1874 aus Masuren in die Werkzeugstadt - fand ich die Zeitzeugen-Erzählungen meines Großvaters äußerst spannend und informativ.

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