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Himmelweite Unterschiede zwischen Grippe und Erkältung

 

Grippeschutzimpfung heute in der Stadtsparkasse. Fotos: Lothar KaiserReger Publikumsverkehr herrschte heute Nachmittag in einem Konferenzraum der Stadtsparkasse: Viele, meist ältere Remscheiderinnen und Remscheider, waren der Einladung der Sparkasse und des städtischen Gesundheitsamtes zur Vorsorge gegen Grippe gefolgt und warteten geduldig auf die Impfung per Spritze. Dr. Frank Neveling (Foto rechts), der Leiter des städtischen Gesundheitsamtes, verabreichte das Serum. Kassenpatienten hatten zuvor ihre Versichertenkarte vorzeigen, Privatpatienten 20 Euro zahlen müssen. Zu teuer? Irrtum: Der Hausarzt berechnet für eine Grippeschutzimpfung zwar nur 10,72 Euro. Hinzu kommen aber 28,02 Euro für das Serum. Folgenden Personengruppen empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Grippeschutzimpfung:

  • allen Menschen über 60 Jahren
  • Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit einer erhöhten Gefährdung infolge eines Grundleidens: z. B. chronische Lungen-, Herz-, Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten, Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten, Immunschwäche, HIV-Infektion
  • Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen
  • Personen mit erhöhter Gefährdung, z.B. medizinisches Personal, Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr.

„Die Grippe bzw. Influenza ist eine akut auftretende, fieberhafte, durch Viren hervorgerufene schwere Infektionskrankheit. Im Gegensatz zum grippalen Infekt, einer ebenfalls durch (andere) Viren hervorgerufenen Erkältungskrankheit, handelt es sich bei der Influenza um eine ernste Erkrankung, die häufig mit Komplikationen verbunden ist und zum Tode führen kann. Sie tritt vor allem epidemisch auf, d.h. gehäuft zu einer bestimmten Zeit an bestimmten Orten, und bevorzugt die kalte Jahreszeit.

In größeren Zeitabständen von ca.15 bis 20 Jahren werden weltweite Ausbreitungen, sogenannte Pandemien, beobachtet. Die schwerste heute bekannte Pandemie war die von Spanien ausgehende spanische Grippe von 1918-1920. Damals erkrankten etwa 500 Millionen Menschen, schätzungsweise etwa 20 bis 40 Millionen (!) verstarben daran. Auch in heutiger Zeit versterben alleine in der Bundesrepublik ca. 5000- 8000 Menschen jährlich an der Influenza. Zum Vergleich: An der Tuberkulose sterben etwa 499, an AIDS 587 Menschen (statistisches Jahrbuch 1999). An der kürzlich in den Medien spektakulär dargestellten Krankheit SARS starben weltweit 813 Personen.

Die Grippe wird durch Influenza-Viren der Typen A, B und C hervorgerufen. Viren des Typs A zeigen besonders häufig Veränderungen ihrer Antigenstruktur, die in erster Linie durch Veränderungen zweier Eiweiße (Hämaglutinin und Neuraminidase), die sich in der Virushülle befinden, hervorgerufen werden. Sie sind für das epi- bzw. pandemische Auftreten der Influenza verantwortlich, während Viren der Typen B und C eher einzelne Erkrankungen bedingen. Übertragen wird die Influenza durch Tröpfcheninfektion, d. h. durch Niesen, Husten, Sprechen sowie direkten Kontakt, z.B. Händegeben oder Küssen, übertragen. Die Viren besiedeln die Schleimhäute der oberen Luftwege. Die Inkubationszeit (Zeit von der Ansteckung bis zum Auftreten erster Symptome) beträgt wenige Stunden bis drei Tage.

Die Symptome der Grippe beginnen plötzlich oft aus vollem Wohlbefinden heraus. Es tritt hohes Fieber auf, Schüttelfrost, Schweißausbrüche und Kopf- und Gliederschmerzen. Die Patienten fühlen sich schwer krank. Es kommt zu Reizhusten, Heiserkeit und Schmerzen hinter dem Brustbein. Das Fieber kann aber bei älteren Patienten fehlen, so das anfänglich eine Verwechslung mit einem harmlosen grippalen Infekt möglich ist. Durch die Virusvermehrung in den oberen Luftwegen wird die Schleimhaut geschädigt, und es besteht die Gefahr bakterieller Superinfektionen. Hierbei kann es zu schweren, häufig lebensbedrohlichen Lungenentzündungen kommen, ebenso zu Komplikationen am Herz-Kreislauf-System oder zu einer Gehirnentzündung. Insbesondere sind ältere Menschen und Personen mit chronischen Krankheiten gefährdet. Hier fordert die Grippe auch die meisten Todesopfer. Allerdings wurden auch Epidemien beobachtet, die insbesondere bei jüngeren Menschen mit einer hohen Sterblichkeit einhergingen.

Der Impfstoff wird jährlich neu gegen die aktuelle Virusvariante entwickelt, hierzu hat die WHO (Weltgesundheitsorganisation) ein zentrales Meldesystem aufgebaut. Die Impfung sollte vor Beginn der Grippesaison im September/Oktober erfolgen, bei späten Epidemien kann auch noch im Januar/Februar oder ein zweites Mal geimpft werden. Mit der Impfung gelingt es zu 80 bis 90 Prozent, die Geimpften vor einer Erkrankung zu schützen oder einen milden, komplikationslosen Verlauf zu erreichen. Die Impfung selbst verursacht keine Grippe, da sie nur aus Bestandteilen der vorher abgetöteten Viren besteht. Sie ist gut verträglich, lediglich eine Allergie gegen Hühnereiweiß stellt eine Kontraindikation dar. (aus einer älteren Pressemitteilung der Stadt Remscheid)

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