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Bedarf an Altenheimplätzen ist weitgehend gedeckt

In den nächsten zwei Jahren werden in Remscheid 163 neue Altenheimplätze entstehen, der größte Teil davon in Einzelzimmern, berichtete gestern im Sozialausschuss der städtische Sozialplaner Thomas Köppchen: „Einzelzimmer sind inzwischen der neue Standards in den Häusern. Und die Betreiber älterer Altenheime passen sich dem an und bauen um.“ Die schriftliche Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage der W.i.R. zur Pflegeplanung bis 2023 und zu den vollstationären Pflegeplätzen in Remscheid umfasste fünf Seiten. Erinnert wird darin eingangs an die Novellierung des Landspflegegesetzes im Jahr 2003. Damals war die bis dahin restriktive Steuerung des Pflegemarktes durch die Kreise und kreisfreien Städte im Rahmen der sogenannten Pflegebedarfsplanung" weggefallen und durch eine Kommunale Pflegeplanung" ersetzt worden. Zitat aus der Vorlage: „Ausgehend von einem freien Marktgeschehen besteht die Aufgabe der Kommunen darin, eine regelmäßige Bestandsaufnahme der örtlichen Hilfsangebote im Bereich der Pflege durchzuführen. Davon ausgehend haben die Kommunen zu überprüfen, ob diese Angebote qualitativ und quantitativ den Bedarf abdecken und ob eine Trägervielfalt gewährleistet ist. Diese Aufgabe bezieht sich nicht nur auf den Bereich der vollstationären Pflege, sondern auf alle pflegerischen und komplementären Hilfsangebote. Das örtliche Hilfsangebot soll gesichert/weiterentwickelt werden und es sollen auch neue Wohn- und Pflegeformen gefördert werden.

Örtliche und auswärtige Anbieter des Pflegemarktes wenden sich regelmäßig an die Sozial- und Altenhilfeplanung und werden hinsichtlich aktueller/zukünftiger Entwicklungen und Bedarfslagen beraten. Diese Beratungen sind für Träger/Investoren zumeist Grundlage ihrer Planungen. Im vollstationären Bereich wenden sich vielfach auch Banken als potentielle Geldgeber an die Sozial- und Altenhilfeplanung, um sich über die örtliche Situation zu informieren.“

Den Bedarf an vollstationärer Pflegeplätze beziffert die Verwaltung für 2008 bis 1.100m (Bestand 935 bzw. 956), für 2013 mir 1.122 (Bestand dann mindestens 1.119), für 2018 mit 1.257 (Bestand voraussichtlich 1.299 bis 1.359) und für 2023 mit 1.378 (Bestand voraussichtlich 1.299 bis 1.359). Zitat: „ Der Bedarf steigt bis zum Jahr 2013 nur gering auf 1122 Plätze an. Erst im Laufe der folgenden zehn Jahre wird der Bedarf stärker ansteigen.  Einschließlich der bereits konkreten Planungen (d.h. Baubeginn in Kürze und Umsetzung im Laufe des Jahres 2010) werden kurzfristig 1.119 Plätze zur Verfügung stehen, so dass der rechnerische Bedarf aktuell und mittelfristig gedeckt ist und keine zusätzlichen Einrichtungen benötigt werden. 180 bis 240 weitere Pflegeplätze werden erst langfristig bis zum Jahr 2023 benötigt. Bei einer kurzfristigen Umsetzung weiterer Bauprojekte würde aktuell ein großes Überangebot an vollstationären Pflegeplätzen in Remscheid entstehen.“

Derzeit verteilen sich die 935 (künftig 956) vollstationären Pflegeplätze in Remscheid auf folgende Heime:

  • Altenpflegeheim Haus Abendfrieden Schwelmer Str. 71 42897 Remscheid: aktuell 86 Plätze, künftig 80. Es laufen Planungen eines kompletten Umbaus des Hauses (mit 14 der 80 Pflegeplätze für neurologisch erkrankte Menschen sowie Betreutes Wohnen). Mit dem Beginn der Baumaßnahme ist im Laufe des Jahres 2009 zu rechnen.
  • Alten-Residenz Alleestr. 64 42853 Remscheid: 40 Plätze.
  • Bergische Alten- und Pflegeeinrichtungen Remscheid Haus Lennep Hackenberger Str. 14 42897 Remscheid: 148 Plätze.
  • Bergische Alten- und Pflegeeinrichtungen Remscheid Stockder-Stiftung z. Z. Hans-Potyka-Str.28 42897 Remscheid: aktuell 60 Plätze, künftig 80 (nach Fertigstellung des Neubaus am alten Standort Vieringhausen).
  • CBT-Wohnhaus Katharinenstift z. Z. Hans-Potyka-Str. 28 42897 Remscheid: 66 Plätze.
  • Ev. Altenheim Der Wiedenhof Wiedenhofstr. 7 42853 Remscheid: 80 Plätze.
  • Hastener Altenhilfe gGmbH Scharnhorststr. 11 42855 Remscheid: 100 Plätze.
  • Haus am Park Hastener Str. 27 42855 Remscheid: 91 Plätze. Im „Haus am Park“ in Hasten ein Umbau geplant (dann nur noch 66 Pflegeplätze und sechs Kurzzeitpflegeplätze). Dieser Umbau wird jedoch erst voraussichtlich Anfang 2011 begonnen werden, sobald der benachbarte „Wohnpark Herderstraße“ fertig gestellt worden ist (gleicher Betreiber/Träger).
  • Haus Clarenbach Remscheider Str. 53 -55 42899 Remscheid: 103 Plätze. „Haus Clarenbach“ plant einen Umbau-/ eine Modernisierung (weiterhin 103 Pflegeplätze und zusätzlich 12 Kurzzeitpflegeplätze).
  • Landhaus im Laspert Steinstr. 51 42855 Remscheid: 60 Plätze. Ein Umbau des „Landhaus im Laspert“ ist langfristig geplant (Baubeginn ca. 2014/2015). Die dort mögliche Platzzahl ist z.Z. noch nicht absehbar.
  • Marianne Weiß GmbH Taubenstr. 4 42857 Remscheid: aktuell 21 Plätze, künftig 28.
  • Willi-Hartkopf-Seniorenzentrum Burger Str. 105 42859 Remscheid: 80 Plätze.

Nachfolgend die konkreten kurzfristigen Planungen für weitere vollstationäre Pfleqeplätze:

  • Pflegezentrum Hohenhagen: 80 Plätze. Derzeit läuft ein europaweites Ausschreibungsverfahren. Zu den 80 vollstationären Pflegeplätzen werden zusät­lich drei ambulant betreute Wohngruppen mit insgesamt 24 Plätzen sowie eine Einrichtung des Betreuten Wohnens auf einem Areal entstehen (Fertigstellung ca. Mitte 2010).
  • Wohnpark Herderstraße: 56 Plätze. Derzeit läuft die baufachliche Beratung des Trägers. Mit dem Baubeginn ist im Frühjahr 2009 und mit der Fertigstellung Ende 2010 zu rechnen.
  • Landhaus Leonide Steinstr. 45-47 42855 Remscheid: 27 Plätze. Eine Abstimmungsbescheinigung wurde ausgestellt. Der Neubau der Einrichtung in unmittelbarer Nähe zum Landhaus im Laspert (gleicher Betreiber/Träge soll Anfang 2009 erfolgen und Anfang 2010 bezugsfertig sein. Es handele sich um spezielle Pflegeplätze für Wachkomapatienten und Langzeitbeatmete.

Die Planungen von weiteren vollstationärer Pflegeplätze (d.h. eventuell mittelfristige Umsetzung):

  • Pflegeheimbetreiber aus Solingen: 60 bis 80 Plätze. Der Träger interessiert sich für ein städt. Grundstück an der Sporthalle West; ein Verfahren zur Änderung des dortigen Bebauungsplanes läuft derzeit. Jedoch wird hier ein europaweites Ausschreibungsverfahren durchzuführen sein.
  • Pflegeheimbetreiber aus Niedersachsen: 80 Plätze. Mit der Geschäftführung wurden Gespräche geführt und die Bedarfslage wurde ausführlich erläutert. Man möchte trotz fehlenden Bedarfes ein Haus in Remscheid um­setzen und wird sich melden, sobald man ein passendes Grundstück gefunden hat.
  • Klinikbetreiber aus Remscheid: 40 bis 80 Plätze. Die Verwaltung: „Ein Remscheider Klinikbetreiber denkt derzeit über die Umsetzung eines gemischten Angebotes auf seinem Gelände nach (Pflegeplätze, Kurzzeitpflegeplätze, Übergangspflege und evtl. Hospizplätze). Dieses Angebot soll sein aktuelles Angebot ergänzen. Erste Vorplanungen wurden erstellt und der Träger wird nach weiteren konzeptionellen Überlegungen zunächst Gespräche mit den Kostenträgern führen. Sodann wird er möglicherweise eine Bauvoranfrage stellen.“
  • Einem Bauträger aus dem Ruhrgebiet wurden von der Verwaltung drei Grundstücke in Remscheid angeboten; dieser denke über eine Bebauung i.S. Pflege oder Wohnen für ältere Menschen (Betreutes Wohnen) nach.
  • Zu der von der Bauverwaltung positiv beschiedenen Bauvoranfrage über ein Altenpflegeheim an der Freiheitstraße mit 90 Plätzen heißt es in der Vorlage: „Dem Fachdienst 2.51 sind bislang weder Investor noch Träger bekannt.“

Mit einigen weiteren Investoren / Trägern seien Gespräche über die Remscheider Bedarfssituation geführt worden. Diesen hätten daraufhin „von Aktivitäten in Remscheid Abstand genommen“.

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