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Am Freitag neue Stolpersteine gegen das Vergessen

Stolpersteine gegen das Vergessen

Am kommenden Freitag, 24. Oktober, werden zum sechsten Male innerhalb von drei Jahren in Remscheid „Stolpersteine“ zur Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gesetzt. Sie sind - wie heute auf einer Pressekonferenz im Rathaus Sven Wiertz, der persönliche Referent der Oberbürgermeisterin, Hans-Jürgen Roth,früher Lehrer für Katholische Religion am Remscheider Gertrud-Bäumer-Gymnasium, Werner Faeskorn, Verband der Verfolgten des Nazi-Regimes, sowie Jochen Bilstein und Frieder Backhaus, die Autoren des Buches „Die Juden in Remscheid in der Zeit des Nationalsozialismus“ betonten -, „Zeichen des Gedenkens und der Mahnung, Symbol des Widerstandes gegen das Vergessen, aber auch ein Symbol des Bekenntnisses der Remscheider Bürgerschaft zu ihrer Geschichte“. Denkmale im besten Sinne des Wortes also, die zum Nachdenken einladen und damit immer wieder von neuem verdeutlichen sollen, welche Verantwortung der einzelne Mensch für seine Mitmenschen hat. Künftig werden an knapp 100 Stellen im Remscheider Stadtgebiet „Stolpersteine“ an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zwischen 1933 und 1945 erinnern.

Sven Wiertz: „Die Aktion „Stolpersteine gegen das Vergessen“ ist ein Kind der Remscheider Bürgerschaft – zu den Gründungsinitiatoren gehörten die beiden großen christlichen Kirchen, der Verein der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten und viele Bürgerinnen und Bürger, die mit ihren Spenden zum Erfolg der Aktion haben beitragen können. Insgesamt wurden bisher knapp 8.000 Euro gespendet.“ Die Aktion steht unter der Schirmherrschaft der Remscheider Oberbürgermeisterin Beate Wilding. Zur Teilnahme an der Verlegung der neuen „Stolpersteinen“ sind die Remscheider/innen eingeladen. Folgender Ablauf ist vorgesehen:

  • 9 Uhr Elberfelder Straße 48
  • 9.20 Uhr Wilhelmstraße 38
  • 9.40 Uhr Martin-Luther-Straße 78-80
  • 10 Uhr Fürberger Straße 29
  • 10.30 Uhr Küppelstein 1
  • 11 Uhr Hoffmeisterstraße 1
  • 11.20 Uhr Palmstraße 10
  • 11.40 Uhr Greulingstraße 3
  • 12.10 Uhr Neuenkamper Straße 74
  • 12.40 Uhr Gänsemarkt 24

Bei den angegebenen Uhrzeiten handelt es sich um geschätzte Angaben. Ein verspätetes Eintreffen an den einzelnen Gedenkorten kann nicht ausgeschlossen werden.

„Stolpersteine“ ist ein „Kunstprojekt für Europa“ des Kölner Künstlers Günter Demnig, „das die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung der Juden, der Zigeuner, der politisch Verfolgten, der Homosexuellen, der Zeugen Jehovas und der Euthanasieopfer im Nationalsozialismus lebendig erhält“ (Demnig). Der Künstler kommt am Freitag zur Verlegung der Steine nach Remscheid.

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Chronist am :

In Kooperation mit Werner Faeskorn vom Verband der Verfolgten des Nazi-Regimes lädt Stadtführer Harald Neumann für den kommenden Sonntag um 14 Uhr (Treffpunkt: Aldi- Parkplatz Kippdorf Str.) zu einer Führung „auf den Spuren der Stolpersteine“ ein. In Fahrgemeinschaften werden folgende Ote angesteuert: Honsberger Str. (Brüder Katzenberger, August Hampe), Freiheit Str./West Str. (Deportationsweg der Sinti und Roma), Bismarck Str. (Familie Vogel), Stephan Str. (Familien Sternberg und Sternheim), 6. Greuling Strr. (Familie Artmann), 7. Palm Str. (Familie Mandelbaum), Blumen Str. (Chaje u. Samuel Freund. Die Kosten p.P. betragen vier Euro. Das Geld wird für weitere Stolpersteine zur Verfügung gestellt.

DIE LINKE. Kreisverband RS am :

Am heutigen Internationalen Gedenktag für die Opfer der Nazityrannei, 64 Jahre nach der Befreiung der Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau, sind wir gehalten, zu verstehen und zu handeln. Wenn immer weniger Zeitzeugen an die Vernichtung jüdischer Mitmenschen erinnern können, sind Stolpersteine, Geschichtsprojekte zwischen den Generationen und der Widerstand gegen rechtsradikale Demagogen, gegen Antisemitismus und Rassismus entscheidend.DIE LINKE. Remscheid wird sich weiterhin aktiv für die Aktion Stolpersteine einsetzen und fordert dazu auf, an zentraler Stelle in unserer Stadt, einen würdigen Gedenk- und Erinnerungsort zu schaffen (Axel Behrend)

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