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Spenden erbeten für bestohlene Waisenkinder aus Pskow

„Waisen zu bestehlen, die selbst nichts haben – ungeheuerlich!“ Martin Rogalla, Pfarrer der evangelischen Stadtkirchengemeinde, ist fassungslos. Während in der Stadtkirche am Markt neun- bis 17-jährige Kinder und Jugendliche aus einem Heim im russischen Pskow nahe St. Petersburg als „Helikon-Brassband“ (vor leider nur wenigen Zuhörerinnen und Zuhörern) ein schwungvolles Blaskonzert geben, durchwühlen im benachbarten Vaßbendersaal bisher unbekannte Täter deren Koffer und Rucksäcke. Als die 24 jungen Musiker nach dem Konzert von der Kirche in den Saal zurückkehren, finden sie den Inhalt der Koffer auf dem Boden verstreut. Es stellt sich heraus, dass die Täter ein Handy, mehrere Digitalkameras (mit Erinnerungsfotos der Benefiz-Konzertreise) und etwa 200 Euro Bargeld gestohlen haben. Insgesamt schätzt Martin Rogalla den entstandenen Schaden auf rund 1.000 Euro. Dass den die Kirchengemeinde übernehmen wird, ist klar. Durch Spenden ließe sich die Last jedoch auf viele Schultern verteilen. Sie sind deshalb erbeten auf der Konto 232 bei der Stadtsparkasse Remscheid der Ev. Kirchengemeinde Remscheid unter dem Stichwort „Waisenhaus Pskow“.

Bereits am 12. Oktober war das Blechblasorchester „Helikon“ des Waisenhauses in Pskow zu Konzerten nach Nordrhein-Westfalen gekommen. Der Auftritt in Remscheid am vergangenen Donnerstag war der letzte vor der Rückreise. Die Eltern der Jungen und Mädchen im Waisenhaus von Pskow sind verstorben oder haben ihre Kinder verlassen. Für 24 Kinder und Jugendliche hatte die Werner Peter Schmitz-Stiftung Instrumente gesponsert. Dirigent der Brassband ist der Deutschrusse Alexander Rohr. Er hatte es verstanden, in kurzer Zeit ein vorzügliches Ensemble zu prägen. „Beim Musizieren erfahren die Kinder zum ersten Mal in ihrem Leben, dass sie als Einzelperson wichtig sind, einen eigenen Wert haben“, sagt Rohr. Eine deutsche Journalistengruppe, die im September 2007 Pskow besuchte, war von der Musik begeistert. Die Aufenthaltskosten des Orchesters während der Konzertreise in NRW trugen die Staatskanzlei, die W.P. Schmitz-Stiftung und private Sponsoren. Das Geld aus den Sammlungen am Ausgang der Konzertsäle und Kirchen kommt in voller Höhe verwaisten und behinderten Kinder in Pskow zugute.

Veranstalter der Konzerte war die Initiative Pskow in der Evangelischen Kirche im Rheinland. Zum 21. Juni 1991, dem 50. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion, unternahmen Christen aus dem Rheinland unter Leitung des damaligen Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Peter Beier, eine Versöhnungsfahrt nach Pskow in Russland. Aus dieser ersten Begegnung erwuchs auf beiden Seiten ein Bemühen um Versöhnung und Solidarität, das seit 1998 vor allem von der Initiative Pskow getragen wird. Mehr als 40 deutsch-russische Projekte wurden mittlerweile realisiert. Der Schwerpunkt wurde von Anfang an auf Hilfe für geistig und mehrfach behinderte Menschen gelegt. Martin Rogalla: „Vielen Menschen konnte geholfen werden. Doch es bleibt noch viel zu tun.“

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