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Graffiti provozierte: Kuck mal, wer da kackt!

Neues Graffiti an der Haddenbacher Straße, Ecke Dorfmühler Straße: Da scheiden sich die Geister. Fotos: Lothar Kaiser

Vorwort: Dies ist eine Geschichte über Vorher und Nachher.
Am Anfang stand das obige, kackfreche Graffiti,
zu dem die Bergische Morgenpost (Nachtrag vom 28.10.) schrieb,
die Akte "erinnerten offenbar an Menschen, die ihre Notdurft verrichteten". 
Die "korrigierte" Fassung des Graffiti finden Sie am Schluss der Geschichte.

Nicki Arshad will mit seinen Frauenakten provozieren. Foto: Lothar KaiserEs gibt Graffitis, die sind diesen Namen nicht wert. Beispielsweise die Schmierereien, die dem Waterbölles im Mai  an der Trasse des Werkzeugs aufgefallen waren. Zum Glück gibt es andere, etwa an der Honsberger Straße, die Lichtblicke sind im tristen Alltag und in einer womöglich noch tristeren Umgebung. Genau das mag die Remscheider Grünen bewogen haben, mit Ausdauer und Überzeugungskraft im Rat der Stadt eine Graffiti-Aktion durchzusetzen. Das Ziel: Weg mit grauem Beton. Remscheid soll bunter und fröhlicher wirken. Zunächst, so der Beschluss in den Bezirksvertretungen, an der Bushaltesstelle Ulmenstraße, dem Fußgängertunnel am Hauptbahnhof, der Stützmauer Ecke Haddenbacher Straße/ Dorfmühler Straße sowie an den Mauern Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium/Ludwigstraße und Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium/Alte Rathausstraße.

Wie man sich gut gemachte Graffitis vorstellt. Foto: Lothar KaiserAm 13. August hatte die Stadt per Pressemitteilung junge Graffiti-Künstler aufgerufen, sich um eine Teilnahme an der Aktion zu bewerben. Vergangenen Samstag nun entstanden die ersten beiden großflächigen Graffitis in Remscheid unter den Augen von Hans Gerd Zimmer von der städtischen Kinder- und Jugendförderung. An der Haddenbacher Straße begab sich Nicki Arshad (Foto oben) ans Werk, an der Haltestelle Ulmenstraße Fabian Klein und Sebastian Sept (Foto unten). Sie hatten sich für ein sternförmiges Farben-Feuerwerk auf blauem Hintergrund entschieden, Nicki Arshad für zwei Frauenakte.

Fabian Klein und Beastian Sept schufen den 'Stern' an der Bushaltestelle Ulmenstraße. Foto: Lothar KaiserIm Vorfeld der Aktion war in der Bezirksvertretung Süd der Antrag der CDU abgelehnt worden, generell müssten vorab alle Bildentwürfe zur Zustimmung vorgelegt werden. Willi Korff (SPD) damals: „So ein Bild entwickelt sich ja auch!“ Es blieb daraufhin damals bei der Verwaltungsvorlage („Die eingereichten Entwürfe werden auf Unbedenklichkeit geprüft“).

Die Skizze der beiden Frauenakte, nach der Nicki Arshad am Samstag arbeitete, war nicht größer als DIN A5. Da waren gerade mal die Umrisse der Figuren zu erkennen, aber keine Einzelheiten. Die kann der Betrachter jetzt, wo das Graffiti fertig ist, nicht mehr übersehen. Unbedenklich? Lichtblicke im tristen Alltag? Der Waterbölles meint: Da sollte nachgearbeitet werden. Was meinen Sie?

Die endgültige Fassung nach Interventionen. Foto: Lothar KaiserNachtrag: Die Pressemitteilung der grünen Jugend vom Abend (siehe unten) ließ aufhorchen. Also erneut zum Ort der Handlung. Und siehe da: Der Künstler hatte noch einmal Hand angelegt, hatte nicht nur Braunes wegretuschiert, sondern auch bewiesen, dass er Bikinis malen kann. Auf sein neues Motiv an gleicher Stelle in den nächsten Tagen darf man gespannt sein.

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Grüne Jugend Remscheid am :

Modern und provokant – Remscheid wird bunter. Dabei wird es manchem zu bunt. Die Künstler zeigen sich aber flexibel. Über zwei Jahre nachdem die Grüne Jugend Remscheid zu der Aktion „Bunt statt Beton“ aufgerufen hat, erstrahlen seit dem vergangenen Wochenende die ersten städtischen Betonwände in neuen Farben. „Ich bin froh, dass es jetzt endlich so weit ist“, sagt David Schichel, Sprecher der jungen Grünen, „auch wenn eines der Werke bereits für Aufregung sorgte.“ „Still same“ nennt sich der junge Künstler, der mit seinem Werk an der Haddenbacher Str. auch provozieren wollte. „Ich fand das Motiv eigentlich witzig, verstehe aber auch, dass nicht alle Menschen diesen Humor teilen“, erklärt „still same“ heute. „Ich wollte nicht „nur“ den gängigen Graffiti- Stil fortführen, sondern den freien Kunstgedanken mit einbringen und zeigen; was mit einer Sprühdose alles möglich ist. Und natürlich wollte ich für Aufsehen sorgen, auch auf die Gefahr hin zensiert zu werden.“ Letzteres ist ihm zumindest für einen Tag trefflich gelungen. Doch schon am Sonntag stand „still same“ erneut an der Stützmauer und entschärfte das Aktbild. Im Laufe der kommenden Woche wird er ein neues Motiv aufbringen. „Die Verwaltung hat direkt reagiert, nachdem erste kritische Stimmen laut wurden“, weiß David Schichel, der das Geschehen am Wochenende verfolgte. „Es gab durchaus auch Lob für den Künstler. Noch während er sprühte hielten Autofahrer und Passanten inne und zollten Respekt“, so Schichel. Sogar einige Aufträge kamen dabei herum. „Diese Arbeiten werde ich natürlich mit den Kunden genau abstimmen“, verspricht „still same“.

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