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Bei Randale auf dem Schulhof hilft die 110 der Polizei

Im Waterbölles kann man auch recherchieren (Suchfeld oben links). Und das habe ich heute mal getan. Suchwort war „Schulhöfe“. Ergebnis: BV Lennep für Videoüberwachung gegen Einbrecher, Siebzig leere Bierflaschen auf dem GBS-Schulhof, RTV und Gertrud-Bäumer-Gymnasium haben einiges vor, Bei Konfliktpotenzial kommt der Streetworker zur Schule, Schulhöfe sind als Spielflächen unverzichtbar. Und die Debatten nehmen kein Ende. Im April beklagten Schulleiter im städtischen Schulausschuss eklig verschmutzte, beschmierte und verwüstete Schulhöfe. Verwüstungen, die meist abends und an Wochenenden passieren. Erst vor wenigen Tagen, so Alfons Lück-Lilienbeck, der Leiter der Albert-Einstein-Gesamtschule, am Dienstag im Schulausschuss,hätten Unbekannte auf dem Schulhof zwei Tischtennisplatten demoliert.

Wenn gar nichts helfe, müssten die Schulhöfe wieder geschlossen werden, hieß es im April. Davon war am Dienstag im Schulausschuss nicht mehr die Rede. Eine Lösung des Problems ist jedoch auch nicht in Sicht. Ohne Geld keine zusätzlichen Kontrollen. Und Geld hat die Stadt bekanntlich nicht. Daniela Krein vom Verein "Betreuung ausländischer Flüchtlinge" (BaF) berichtete (nicht zum ersten Mal) über die Einsatzfahrten von zwei Mitarbeitern (die auch noch die Aufsicht haben in den Flüchtlingsheimen) zwischen 18 und 23 Uhr an 365 Tagen im Jahr.Sie wurden auf ihren Touren derzeit zehn „Brennpunkte“ ansteuern. Problem der Fahrer: „Sie sind allein unterwegs und haben es nicht mit spielenden Kindern zu tun, deren Lärm Nachbarn auf die Nerven geht, sondern mit dem Aggressionspotenzial alkoholisierter Jugendlicher und junger Erwachsenen.“

Kriminalkommissarin Natalie Westerfeld ergänzte, Polizeibeamte in Uniform und in Zivil hätten auf ihren Streifen die „vier Schulstandorte mit hoher Belastung“ in Auge, könnten aber genau wie die Baf-Mitarbeiter nicht überall zugleich sein. Auch habe die Polizei „andere Aufgaben als die ständige Kontrolle der Schulhöfe“. Als „wenig hilfreich“ bezeichnete Westerfeld „dramatische, unsachliche Darstellungen von Vorfällen“, noch dazu, wenn diese der Polizei erst nach mehreren Tagen bekannt gemacht würden.

Michael Ketterer (Abteilungsleiter Jugendhilfe) sagte, dass sich Ordnungsamt, Baf, Polizei, Gebäudemanagement, Jugendamt und „Streetworker“ (Hans-Gerd Zimmer) würden sich auch im neuen Jahr wieder zusammensetzen und die Möglichkeiten weiterer „sozialer Kontrollen“ beraten. Kriminalkommissarin Natalie Westerfeld: „Nicht zu vergessen die Notrufnummer der Polizei: 110.

Michael Birker, der Leiter des Gertrud-Bäumer-Gymnasiums, betonte, man wolle die Schulhöfe keinesfalls zu Festungen machen. „Aber Leute mit hoherm kriminellen Bedrohungspotenzial, denen die Hausmeister nicht gewachsen sind, wollen wir auf den Schulhöfen nicht haben.“ Der Hinweis auf die Hausmeister ergab, dass die Stadt diesen nächtliche Kontrollen untersagt hat – wegen der dann anfallenden Überstunden (Geld!!). Ausschussvorsitzender Hans Peter Meinecke zu den städtischen Finanzproblemen: „Wir werden in den nächsten Jahren noch einige Schrauben mehr anziehen müssen!“

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Waterbölles am : "Lediglich" und "erschreckenderweise" standen zur Wahl

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„Bei Randale auf dem Schulhof hilft die 110 der Polizei“, titelte der Waterbölles am 29. Oktober 2008. Wiederholt hatten sich Schulleiter über verwüstete Schulhöfe beklagt, Verwüstungen, die meist abends und an Wochenenden passieren. Ärger gibt es jedoch

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Chronist am :

Zur aktuellen Situation auf den Schulhöfen der Remscheider Schulen befragte die Verwaltung zwischen dem 18. und 22. August Schulleitungen und Hausmeister. Von 43 Schulen antworteten 36 – sieben nicht (wieso eigentlich nicht?). Aus 15 Schulen gab es Meldungen über Konfliktsituationen. An 13 Standorten gab es demnach Vandalismus (abends, nachts, am Wochenende, in den Schulferien). Zitat aus dem Verwaltungbericht: „An einem Standort findet derzeit regelmäßig eine Fremdmüllentsorgung statt. Bei einem weiteren Standort ergeben sich Probleme durch einen neu und direkt an das Schulgrundstück angrenzenden öffentlichen Weg aufgrund fehlender Abgrenzung. Sechs Standorte melden Zerstörungen von Spielgeräten, Schulgärten und sonstigen Schulhofeinrichtungen."

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