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"OGGS-plus" für sechs Schülergruppen an drei Förderschulen

Zum 1. Januar 2009 ändern sich für die Schülerinnen und Schüler der drei Remscheider Förderschulen Heinrich-Neumann, Pestalozzi und Karl-Kind die Rahmenbedingungen der Offenen Ganztagsgrundschule (OGGS) inhaltlich und fachlich. Mit dem entsprechenden Beschluss ist in der Ratssitzung am 11. Dezember zu rechnen, nachdem der Schulausschuss eine entsprechende Empfehlung ausgesprochen hat. Vorgesehen ist für diese drei Schulen nunmehr das Modell „OGGS-plus“. Dieses Förder- und Betreuungsangebotes für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf beinhaltet, so die Verwaltung in ihrer Beschlussvorlage für die Fachausschüsse und den Rat, Zitat:

  • neben den Mindeststandards und Leistungen gemäß Leistungsvereinbarung der Offenen Ganztagsschule (wie z.B. Gewährleistung der Betreuungszeiten, qualifiziertes Personal, Berücksichtigung des Kindeswohls, Zusammenarbeit mit Schule und Erziehungsberechtigten, Hausaufgabenbetreuung, Bereitstellung einer vollwertigen Mittagsmahlzeit, Freizeitgestaltung)
  • Elemente erzieherischer Hilfen (wie z.B. der Tagesgruppe, der sozialen Gruppenarbeit und der Erziehungsbeistandschaft in Formen der vernetzten Erziehungsplanung, des sozialen Kompetenztrainings, der Begleitung und Vermittlung in Krisen, der Verhaltensreflexion und Konfliktbewältigung)
  • Hausaufgabenhilfe und motivierende Lernförderung (z.B. Lernspiele, Strukturierungshilfen, Konzentrationsförderung, erlebnispädagogische Elemente, Gestaltung der Lernatmosphäre, Medieneinsatz)
  • Vermittlung von Erfolgserlebnissen (z.B. durch Orientierung an den Interessen und Fähigkeiten der Kinder)
  • Vermittlung und Förderung von sozial sicherem Verhalten (z. B. lebens- und alltagspraktisches Training, Umgang mit Konflikten und Erarbeiten von Lösungsstrategien /Streitschlichtung, SoKo-Training)
  • Hinführung zu sinnvoller Freizeitgestaltung (z.B. durch Angebote für individuelle Interessenlagen, Kooperation mit Partnern aus Sport und Kultur)
  • Hinführung zu Eigenverantwortlichkeit (z.B. Bereitstellung von Raum/Räumen, Material und Ansprechpartnern, Schaffung von Partizipationsmöglichkeiten)
  • Eltern- und Familienarbeit (z.B. Elternberatung, Themenabende, Information, Veranstaltungen)

Die Gruppenleitung in der OGS-plus ist eine sozialpädagogische Fachkraft und verfügt über Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern, die einen besonderen Förderbedarf haben. Die Zweitkraft verfügt über fachlich fundierte Kenntnisse und ist in der Arbeit mit Kindern der Altersgruppe erfahren. Die konzeptionelle Ausrichtung der OGS-plus erfolgt nach dem Förderschwerpunkt der jeweiligen Förderschule und unterstützt die schulische Förderung durch die entsprechende Gestaltung des Nachmittages (Hausaufgabenhilfe, soziales Kompetenztraining, Sport, Kreativität, Entspannung). In den Sommerferien wird ein Betreuungsangebot für mindestens zwei Wochen vorgehalten (auch möglich in Kooperation mit anderen OGGS-, Freizeit- oder Sportangeboten).

Für die Betreuung in der OGS-plus ist von den Eltern ein Entgelt gemäß "Satzung der Stadt Remscheid über die Erhebung von Elternbeiträgen für die Nutzung von Plätzen in Tageseinrichtungen für Kinder und für die Teilnahme an außerunterrichtlichen Angeboten Offener Ganztagsschulen im Primarbereich" zu zahlen. Eine Befreiung von dieser Verpflichtung kann neben ist möglich, wenn die Teilnahme aus Sicht der Schule dringend erforderlich ist und am Elternbeitrag zu scheitern droht. Ein entsprechender Antrag wird durch die Schule gestellt.

Die Beratung und Unterstützung von Eltern bzw. Erziehungsberechtigten der Kinder mit besonderem Förderbedarf ist integraler Bestandteil der OGS-plus. Insbesondere dort, wo weitergehender Hilfebedarf für Kinder bzw. Familien erkennbar ist, soll durch die Fachkräfte der OGS-plus durch Information und Motivation auf die frühzeitige Inanspruchnahme der geeigneten Hilfen hingewirkt werden.

Für die Versorgung der OGS-plus-Gruppen mit einer täglichen Mittagsmahlzeit beantragt der Schulträger die Förderung nach dem Landesfonds "Kein Kind ohne Mahlzeit". Es wird die Möglichkeit geprüft, ob der not­endige Eigenanteil von einem Euro pro Mahlzeit zur Hälfte durch den Förderverein "Möhrchen" übernommen werden kann, damit nur ein geringer Restbetrag von den Eltern getragen werden muss und die Teilnahme an der Maßnahme nicht am Essensbeitrag scheitert. Der Träger kann darüber hinaus den verbleibenden Elternbeitrag aus der Sachkostenpauschale übernehmen."

Mit „OGGS plus“ in den Förderschulen setze die Stadt Remscheid landesweit neue Maßstäbe (eine neue Marke“) freute sich im Jugendhilfeausschuss Ralf Noll vom Stadtteil e.V. „Lindenhof“. Und: „Solche Weiterentwicklungen sind auch bei den regulären Offenen Ganztagsgrundschulen notwendig, erfordern aber angesichts der knappen Betriebskostenpauschalen manchen Kraftakt.“

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