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660 arbeitslose Remscheider sind älter als 55 Jahre

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Der Arbeitsmarkt in Remscheid hat trotz aller Schreckensmeldungen vom weltweiten Finanzmarkt und den Folgen auf die Gesamtwirtschaft auch im Oktober positiv abschließen können. Die Remscheider Betriebe haben Ihre Nachfrage nach Arbeitskräften sogar noch erhöht. Davon konnten 276 vormals Arbeitslose profitieren. Ebenso gewinnbringend war die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen, die die Jugendarbeitslosigkeit hat stark sinken lassen. Im Ergebnis wurden 132 Arbeitslose weniger gezählt. Die Arbeitslosenquote ist dadurch nochmals zurückgegangen und liegt aktuell bei 7,9 Prozent nach 8,1 Prozent im Monat zuvor. Aktuell bleiben weiterhin 4.691 Männer und Frauen auf der Suche nach einer Beschäftigung. Gegenüber dem Vorjahr waren somit 537 oder 10,3 Prozent weniger zu zählen. Letztmalig wurden im Jahre 2000 weniger Arbeitlose (4.553) notiert.

Insgesamt wurden dem gemeinsamen Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und der ARGE im abgelaufenen Monat 342 Stellen (Vormonat: 320) gemeldet. Darunter waren auch 252 Stellen für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Das sind 56 oder 28,6 Prozent Vakanzen mehr als vor noch einem Monat. Gegenüber dem Vormonat ergibt sich aber eine Differenz von minus 71. Zudem wurden 75 Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung (MAE) für AlgII-Bezieher den Vermittlungsfachkräften gemeldet. Der Vergleichswert des Vormonats lag bei 108 bzw. bei 146 im Vergleich zum Vorjahr. Aktuell sind noch 793 Stellen zu besetzen, darunter 578 Stellenangebote für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen, unter anderem für die Bereiche Metallerzeuger und -bearbeiter (88), Schlosser und Mechaniker (93), Elektriker (48), Warenkaufleute (20), Verkehrsberufe (41), Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufe (42), Gesundheitsdienstberufe (40) und Reinigungsberufe (3).

„Das ist wieder ein gutes Gesamtergebnis, über das ich gerne berichte“, so Ute Ackerschott, Leiterin der Arbeitsagentur. „Zum einen weil die Jugendarbeitslosigkeit gesenkt werden konnte und weil zum anderen die Arbeitgeber willens sind, auf hohem Niveau sich an neue Mitarbeiter zu binden. Gleichzeitig möchte ich trotz dieser positiven Zahlen nicht verhehlen, dass ich aus unseren Firmen auch negative und besorgniserregende Nachrichten erhalte. Die ungünstige Auftragsentwicklung, die sich seit Anfang Oktober rasch und in kürzeren Zeitabschnitten zum Negativen wendet, führt in einigen Betrieben zu Planungen, die Personalressourcen anzupassen. Ich bitte alle Personalverantwortlichen in den Solinger und Remscheider Betrieben sich vor Personalanpassungen in Ihren Betrieben an die Arbeitsagentur zu wenden, um zuerst die Möglichkeit auszuschöpfen, mit Kurzarbeit auf die hoffentlich nicht lang andauernde ungünstige Auftragssituation zu reagieren. Meine MitarbeiterInnen sind bei Anfragen aus den Betrieben sofort vor Ort, um mit Ihnen in Ihrer Firma über den Einsatz dieses arbeitsmarktpolitischen Instruments (Kurzarbeitergeld) zu beraten. Sie erhalten sich damit Ihren Mitarbeiterstamm und sind somit auch schnell in der Lage, die Produktion ohne große Probleme wieder hochzufahren, wenn es die Auftragslage erfordert.“

Die positive Entwicklung der Arbeitslosigkeit verlief in den beiden SGBBereichen gleich, jedoch im Monats- wie auch Jahresvergleich mit dem besseren Ausgang für die Kunden im SGB II - Bereich. So wurden im Bereich SGBIII (Arbeitslosenversicherung) mit 1.247 Arbeitslosen in diesem Monat 59 oder 4,5 Prozent Arbeitslose weniger gezählt. Im Bereich des SGBII (Jobcenter) sind es dagegen bei 3.444 Beschäftigungslosen insgesamt 73 oder 2,1 Prozent weniger gewesen. Die insgesamt guten Beschäftigungsmöglichkeiten spiegeln sich auch über das Jahr gesehen in den Veränderungsraten in beiden Rechtskreisen wider. So lagen die Vergleichswerte im Oktober 2007 bei 1.480 bzw. 3.748 und somit jeweils um 233 oder 15,7 Prozent bzw. 304 oder 8,1 Prozent über den aktuellen Werten. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit insgesamt betrug minus 10,3 Prozent. Damit konnten die Kunden aus beiden Rechtskreisen von der guten Beschäftigungssituation in den Betrieben profitieren.

Im Laufe des Berichtsmonats gingen insgesamt 898 Meldungen von Arbeitslosen an der Bismarckstraße ein. Das waren 22 oder 2,4 Prozent weniger als noch im September. Nach einer Erwerbstätigkeit meldeten sich 353 Männer und Frauen arbeitslos, das waren jedoch 31 oder 9,6 Prozent mehr als noch vor Monatsfrist. Insgesamt 213 Männer und Frauen haben eine Ausbildung (betrieblich oder schulisch) beendet. Darunter sind auch 137 TeilnehmerInnen, die sich nach einer Trainingsmaßnahme zurückgemeldet haben. Die Vergleichswerte des Vormonats lagen bei 227 bzw. 139. Die weiteren Arbeitslosmeldungen erfolgten nach einer Veränderung in den persönlichen Verhältnissen, so u.a. nach Beendigung einer Arbeitsunfähigkeit.

Im Berichtsmonat wurden insgesamt 1.024 Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit verzeichnet. Das waren 54 oder 5,6 Prozent mehr als noch vor vier Wochen. Der Vergleichswert von vor einem Jahr lag bei 1.137 Abgängen. Insgesamt fanden im Berichtsmonat 276 Männer und Frauen eine Anstellung. Zum gleichen Zeitpunkt des Vormonats waren es jedoch noch 316 und vor einem Jahr 331 Beschäftigungsaufnahmen. Hier variieren die Zahlen auch schon oftmals deswegen, weil der/die Neue(n) erst eingearbeitet werden müssen, bevor weitere Einstellung erfolgen können. Erwartungsgemäß lag auch in diesem Monat wieder ein positiver Schwerpunkt bei den Einmündungen in Aus- und Weiterbildung. Insgesamt wurden 259 Männer und Frauen in eine Ausbildung/Qualifizierung abgemeldet. Hier lag der Vergleichswert des Vormonats bei 198 und der des Vorjahres bei 248. Die restlichen Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit erfolgten aufgrund von Krankheit oder sonstigen, in der Person des Arbeitslosen liegenden, Gründen.

Überdurchschnittlich ist die Arbeitslosenquote von 7,4 Prozent auf 6,7 Prozent bei den unter 25-Jährigen gesunken. Aktuell sind in Remscheid 443 Arbeitslose gemeldet, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten. Damit hat sich die Zahl der Beschäftigungslosen bei dieser Personengruppe gegenüber dem Vormonat um 50 oder 10,1 Prozent verringert. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Betroffenen ebenfalls (-44 oder –9,0 Prozent) zurückgegangen. Bei den unter 20-Jährigen ist die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat ebenfalls gesunken. Insgesamt wurden nur noch 93 nach 110 Arbeitslosen im Monat zuvor gezählt. Gegenüber dem Vorjahr bleibt ebenfalls ein Abstand von minus 21 oder -18,4 Prozent. Die Arbeitslosenquote für diese Personengruppe beträgt aktuell 4,5 Prozent nach 5,4 Prozent im September und 5,8 Prozent vor einem Jahr. Betreut werden in Remscheid 193 (Vormonat: 219) Jüngere unter 25 Jahre durch die Arbeitsagentur und 250 (Vormonat: 274) von der ARGE. Die Vergleichswerte von vor einem Jahr lagen bei 185 (+8 oder +4,3 Prozent ) und im SGB II - Bereich bei 302 (-52 oder -17,2  Prozent). Von den Jüngsten werden 28 (Vormonat: 38) im Bereich SGB III und 65 (Vormonat: 72) von der ARGE betreut. Die Vorjahresergebnisse lagen bei 36 bzw. 78 Arbeitslosen.

Fast unverändert geblieben ist in diesem Monat die Zahl der Arbeitslosen über 50 Jahre und älter. Insgesamt wurden fünf Betroffene weniger gezählt. Am Berichtsmonatsende suchten noch insgesamt 1.267 Männer und Frauen dieser Altersgruppe in Remscheid eine Beschäftigung. Davon ist mehr als die Hälfte (660) sogar älter als 55 Jahre. Auch diese Personengruppe konnte von der guten Arbeitsmarktsituation profitieren. So ging die Zahl der Betroffenen binnen Jahresfrist um 109 oder 7,9 Prozent zurück. Sie lag damit aber noch unter der Gesamtveränderungsrate von minus 10,3 Prozent. Insgesamt werden 400 (Vormonat: 401) Männer und Frauen im SGBIIIBereich und 867 (Vormonat: 871) im SGBII-Bereich betreut. Die Vergleichswerte des Vorjahres lagen bei 515 (- 115 oder – 22,3 Prozent) bzw. 861 (+6 ) zu betreuende Kunden. Somit konnte im Vergleich zum Oktober des Vorjahres nur die Personengruppe der Älteren aus dem Rechtskreis SGBIII von der günstigen Beschäftigungssituation profitieren.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen hat sich im Berichtsmonat ebenfalls leicht verringert. Insgesamt wurden 32 oder 1,6 Prozent weniger Betroffene gezählt. Aktuell sind mit 2.030 insgesamt 43,3 Prozent aller in Remscheid gemeldeten Arbeitslosen bereits ein Jahr und länger ohne eine Beschäftigung. Auch die Langzeitarbeitslosen konnten im Jahresvergleich von der guten Situation auf dem heimischen Arbeitsmarkt profitieren. So ist die Zahl der Betroffenen sogar um 13,5 Prozent (-318) zurückgegangen, während die Quote für den allgemeinen Rückgang der Arbeitslosigkeit dagegen nur bei minus 10,3 Prozent liegt. Betreut werden aktuell 1.820 (Vormonat: 1.850) Männer und Frauen im SGBII- Bereich und 210 (Vormonat: 212) Arbeitslose im SGBIII- Bereich. Vor einem Jahr waren mit 1.935 insgesamt 115 oder 5,9 Prozent Arbeitslose mehr im SGBII-Bereich zu verzeichnen. Im Bereich der Arbeitsagentur wurden bei 413 Arbeitslosen sogar 203 oder 49,2 Prozent Betroffene mehr gezählt. Damit profitieren Langzeitarbeitslose in Remscheid auch weiterhin von der guten Situation und dem weiterhin positiven Einstellungsverhalten der Arbeitgeber.

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