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Gedenken an die der Pogromnacht des 9. November 1938

Zum siebzigsten Mal gedenken am kommenden Sonntag Menschen der Pogromnacht des 9. November 1938. Um 10 Uhr beginnt ein ökumenischer Gottesdienst in der Stadtkirche am Markt. Anschließend um 11.30 Uhr findet das öffentliche Gedenken der Stadt Remscheid im benachbarten Vaßbendersaal statt. Dazu laden die Kirchen und die Stadt Remscheid ein. Mitwirkende des Gottesdienstes sind der stellvertretender Remscheider Stadtdechant Pater Jose Luis Gambra, Gemeindereferent Ralf Gassen, der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Lennep, Hartmut Demski, Pfarrerin Dr. Anna-Barbara Bänkler-Falkenhagen, Pfarrer Andreas Grefen, Chöre der Evangelischen Stadtkirchengemeinde und der Evangelischen Luther-Kirchengemeinde unter der Leitung von Ruth Forsbach-Backhaus und Martin Kirschnereit. Die Stadt in einer Pressemitteilng: "Die Remscheiderinnen und Remscheider sind herzlich eingeladen, ihren verfolgten Mitbürgerinnen und Mitbürgern jüdischen Glaubens zu erinnern - und damit einmal mehr ein klares Bekenntnis der Stadt Remscheid gegen Antisemitismus, Intoleranz und Rassismus abzulegen."  (Texte und Bilder zum Thema auf http://www.ekir.de/lennep/lennep_50138.php.)

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Kommentare

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DIE LINKE, Kreisverband Remschid am :

Zum siebzigsten Jahrestag der so genannten Reichsprogromnacht vom 9. November 1938, stellt DIE LINKE. Remscheid fest: „Antisemitismus ist in Deutschland und somit auch in unserer Stadt nach wie vor eine beständige Gefahr für die hier lebenden Jüdinnen und Juden. Noch immer hat der Antisemitismus eine feste Basis in größeren Teilen der Bevölkerung. Verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen belegen dass auch heute noch mehr als 16 % der Befragten die Ansicht vertreten, die Juden hätten einen zu großen Einfluss in Deutschland und mehr als 17 % sind der Meinung, die Juden seien durch ihr Verhalten selbst Schuld an ihrer Verfolgung. Die praktischen Konsequenzen dieses nach wie vor virulenten Antisemitismus lassen sich tagtäglich beobachten. Sie finden Ihren Ausdruck in Nazischmierereien, tätlichen Angriffen gegen jüdische Menschen und Schändung von jüdischen Grabstätten. Die Synagoge in unserer Nachbarstadt Wuppertal muss rund um die Uhr von Polizei bewacht werden. Eine weitere praktische Konsequenz ist, dass offen rechtsextreme und konservative Parteien sich eine Erweiterung ihrer Massenbasis durch antisemitische Hetze versprachen und weiterhin versprechen. Antisemitismus ist aber nicht nur ein Problem der extremen Rechten, sondern findet sich bis weit in die Mitte unserer Gesellschaft hinein und hat eine lange historische Tradition. Es hat allerdings in unserer Gesellschaft keine kritische Auseinandersetzung mit der jüngeren Vergangenheit stattgefunden und von daher lassen sich viele antisemitische Reaktionen in unserem Land erklären. DIE LINKE. steht für die Ächtung des Antisemitismus, ob er von rechts, aus der Mitte oder von links kommt. Für die nachhaltige Bekämpfung des Antisemitismus ist nach unserer Meinung zunächst einmal das Wissen um seine gegenwärtige Erscheinungsformen wichtig. Die Vermittlung der Erinnerung an den deutschen Faschismus an nachwachsende Generationen steht vor enormen Herausforderungen, auf die auch die Politik reagieren muss. DIE LINKE. fordert deshalb: - Der Rat der Stadt sollte sich in geeigneter Form mindestens einmal jährlich mit Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus in unserer Stadt auseinandersetzen. - Die Aktion Stolpersteine für die ermordeten jüdischen Mitbürger und den antifaschistischen Widerstand unserer Stadt wir weiterhin unterstützt, denn hier kann ein pädagogisch betreutes Lernen insbesondere der jungen Generation gewährleistet werden. - Die gesellschaftlichen Kräfte unserer Stadt müssen intensiv aufklären gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus. Axel Behrend

Chronist am :

Gestern gedachte DIE LINKE. Remscheid der Reichsprogromnacht vor 77 Jahren und legte an der Gedenktafel im Foyer des Rathauses für die ermordeten jüdischen Remscheider Mitbürgerinnen und Mitbürger ein Blumengebinde nieder. Axel Behrend, Sprecher der LINKEN in Remscheid, sagte in einer kurzen Ansprache unteranderem: "Primo Levi, der Ausschwitz überlebte, sagte einmal: „Es ist geschehen - und folglich kann es wieder geschehen. Der 9. November 1938 bleibt deshalb ein ewiges Datum der Mahnung. Die seit dem Machtantritt der Nazis verstärkte Hetze gegen die jüdische Bevölkerung führte in der Nacht vom 9.11. zum 10.11. 1938 auch in Remscheid zum organisierten Pogrom. Es war das Fanal zur regierungsamtlichen "Endlösung der Judenfrage", dem systematischen Vernichtungsprogramm der europäischen Juden." Das Gedenken an damals muss uns Mahnung für heute sein. "Niemals wieder" bedeutet für uns heute: Keine Toleranz und keinen Ort für Nazis und andere Rassisten! Öffnung der Grenzen für Menschen auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung, Zerstörung der Lebensgrundlagen, vor Hunger und Elend. Einsatz für eine friedliche Welt; für weltweite Rüstungskonversion, für zivile Konfliktlösungen, für Armutsbekämpfung und kulturelle Vielfalt."

DIE LINKE, Kreisverband Remscheid am :

Hute gedachte DIE LINKE. Remscheid der Reichsprogromnacht vor 79 Jahren und legte wie in jedem Jahr an der Gedenktafel im Foyer des Rathauses Remscheid für die ermordeten jüdischen Remscheider Mitbürgerinnen und Mitbürger ein Blumengebinde nieder. Axel Behrend, Sprecher der LINKEN in Remscheid, sagte in einer kurzen Ansprache unter anderem: "Primo Levi, der Ausschwitz überlebte, sagte einmal: „Es ist geschehen - und folglich kann es wieder geschehen. Der 9. November 1938 bleibt deshalb ein ewiges Datum der Mahnung. Die seit dem Machtantritt der Nazis verstärkte Hetze gegen die jüdische Bevölkerung führte in der Nacht vom 9.11. zum 10.11. 1938 auch in Remscheid zum organisierten Pogrom. Es war das Fanal zur regierungsamtlichen "Endlösung der Judenfrage", dem systematischen Vernichtungsprogramm der europäischen Juden. Das Gedenken an damals muss uns Mahnung für heute sein. Deshalb begrüßt DIE LINKE die Initiative von Schülern des Ernst Moritz-Arndt-Gymnasium eine Mahn und Gedenkstätte für die Opfer der Naziherrschaft in den ehemaligen Pferdeställen der Polizeikaserne an der Uhlandstraße einzurichten.“ Fritz Beinersdorf, der Vorsitzende der Linksfraktion im Remscheider Rat ergänzte: Es bietet sich an über eine sinnvolle Verbindung der EMA Initiative und die Verwirklichung des Ratsbeschlusses vom 25. Februar 2010 zur Errichtung eines Gedenkortes nachzudenken. Der Beschluss lautete: An zentraler Stelle unserer Stadt, im öffentlichen Raum, wird ein Gedenkort geschaffen für die von den Nazis verfolgten und umgebrachten jüdischen Mitbürger, Sinti und Roma, Christen, Menschen mit Behinderung, Homosexuelle, politisch Andersdenkende, Männer und Frauen des politischen Widerstands. In der Begründung hieß es: Die Verbrechen der Nazis verlieren ihre Zeugen. Dieser Gedenkort soll folgenden Generationen zur Auseinandersetzung mit der Geschichte unsers Landes anhalten. Er soll ein Aufruf sein für ein entschiedenes Handeln für Menschenrechte, gegen Fremdenhass und alten und neuen Nazigeist.“

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