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SPD im Südbezirk nominierte Brigitte Neff-Wetzel nicht

Brigitte Neff-Wetzel

Was unterscheidet die gescheiterte Wahl von Andrea Ypslilanti zur hessischen Ministerpräsidentin von der gestern Abend gescheiterten Nominierung der Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Remscheid-Süd, Brigitte Neff-Wetzel, zur Kandidatin für den Rat der Stadt? In Hessen versagten Ypsilanti vier Landtagsabgeordnete der eigenen Partei „in letzter Minute“ öffentlich die Gefolgschaft; chancenlos, verzichtete sie daraufhin auf  die bereits angesetzte Wahl. Im OV-Süd erfuhr Brigitte Neff-Wetzel erst nach der Wahl, dass eine deutlich Mehrheit der Mitglieder, die zur Benennung der SPD-Kandidaten in den fünf Kommunalwahlbezirken des Südbezirks ins Parteibüro am Ebertplatz gekommen waren, sie im neuen Stadtparlament nicht sehen wollen: Von 29 Anwesenden stimmten lediglich 13 für sie und 15 gegen sie (bei einer Enthaltung). Bei der Aussprache über die fünf Kandidaten hatte es zuvor keine einzige kritische Frage an Neff-Wetzel gegeben.  

Nach dem überraschenden Wahlergebnis und einem kurzen Blick in die Parteistatuten verkündete Sven Wiertz als Sitzungsleiter, dass es für Brigitte Neff-Wetzel einen zweiten Wahlgang nicht geben könne; sie wird damit dem neuen Rat nicht mehr angehören. Gleichwohl stimmte eine knappe Mehrheit der Parteimitglieder nach kurzer Sitzungsunterbrechung und Beratung des OV-Vorstandes (hinter geschlossenen Türen) einer Unterbrechung der Kandidatenkür zu, um, wie es hieß, „Rücksprachen mit dem Unterbezirksvorstand“ zu ermöglichen. Mit welchem Ziel, blieb unklar.

Brigitte Neff-Wetzel, sichtlich geschockt, gab zu ihrer Niederlage keine Erklärung ab. Auch nicht, ob sie unter diesem Umständen am Vorsitz des SPD-Ortsvereins festhalten will, dessen Mitglieder mehrheitlich nicht mehr hinter ihr stehen. Denn: Davon ausgehend, dass zu den Ja-Stimmen auch die von Ehemann Klaus, Tochter und Sohn sowie ihre eigene gehörten, war die Sonderschullehrerin, der Ambitionen auf eine Landtagskandidatur nachgesagt wurden, nur von weiteren neun der 29 Parteimitglieder in ihrer Kandidatur unterstützt worden.

Über die Beweggründe der zahlreichen Nein-Sager mag nun trefflich spekuliert werden – bekannt sind sie nicht. Wie ihr Mann Klaus, der für die Bezirksvertretung Süd kandidieren will/wollte (?), wird Brigitte Neff-Wetzel dem linken Parteiflügel zugerechnet. Dies kann ein Grund für ihre Niederlage sein, ein anderer Alleingänge, die ihr die Parteibasis nicht verziehen haben könnte. Der gestrige Vorschlag des OV-Vorstandes, für einen der fünf „südlichen“ Wahlbezirke den Postbeamten Michael Büdiker zu nominieren, der erst im Februar in die Partei eingetreten ist, wurde ihr von den Parteimitgliedern offenbar ebenfalls angekreidet: Auf Büdiker entfielen nur fünf Stimmen (bei fünf Nein und einer Enthaltung); gewählt wurde Hans-Jörg Röntgen mit 18 Stimmen, der aus der Versammlung heraus vorgeschlagen worden war. Die übrigen drei Ratskandidaten, Elfriede Korff, Thomas Kase und Volker Apmann, wurden allesamt mit großer Mehrheit (19, 22 bzw. 23 Ja-Stimmen) nominiert. Die endgültige Entscheidung über die SPD-Liste liegt bei der Delegiertenversammlung auf Unterbezirksebene. Die Delegierten des OV-Süd stehen allerdings noch nicht fest. Wegen der Sitzungsunterbrechung entfiel dieser Tagesordnungspunkt gestern ebenso wie die Nominierung der Kandidaten für die Bezirksvertretung Süd.

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Chronist am :

Seit dm 20. Oktober steht es im Internet auf der Homepage der SPD Remscheid; heute wurde die Lokalpresse informiert - Zitat: "In seiner letzten Mitgliederversammlung hat der SPD Ortsverein Lüttringhausen seine Kandidaten für die Kommunalwahl im kommenden Jahr nominiert. Der Fraktionsvorsitzende Hans Peter Meinecke wurde zum Spitzenkandidaten für Lüttringhausen gewählt und kandidiert im Wahlkreis 27 Kranen/Westen. Ihm folgen für den Rat der Vorsitzende des Migrationsausschusses Luigi Costanzo (Wahlkreis 26 Klausen West), der stellvertretende Bezirksvorsteher Jürgen Heuser (Wahlkreis 24 Lüttringhausen Zentrum) und Fraktionsgeschäftsführer Martin Brink (Wahlkreis 25 Klausen Ost). Die SPD Liste zur Wahl der Bezirksvertretung in Lüttringhausen führt Luigi Costanzo an. Ihm folgen: 2 Björn Gottschalk, 3. Anne Brüninghaus, 4. Jürgen Heuser, 5. Nico Falkenberg, 6. Christian Günther, 7. Lucia Födisch, 8. Frédéric Ranft, 9. Maren Meinecke-Feddersen, 10. Sebastian Brüninghaus, 11. Dieter Richling, 12. Marc Brüninghaus, 13. Martin Brink, 14. Antonio Arra, 15. Hans Peter Meinecke. „Wir haben sowohl für den Rat wie auch für die Bezirksvertretung wieder ein attraktives Angebot für die Wählerinnen und Wähler bei der Kommunalwahl in Lüttringhausen zusammengestellt. Wir werden in einem engagierten Wahlkampf um jede einzelne Stimme für eine verlässliche Politik werben!“, so der SPD-Vorsitzende in Lüttringhausen,Hans Peter Meinecke. Das hauptsächliche Augenmerk der SPD in Lüttringhausen wird in der kommenden Wahlperiode auf dem weiteren Ausbau der Kindergärten und Schulen liegen. So unterstützt der Ortsverein die Erweiterung des Leibniz-Gymnasiums um einen multifunktionalen Mensabereich zu schaffen, um künftig eine verbesserte Übermittagsbetreuung anzubieten. Die SPD in Lüttringhausen lehnt das Gewerbegebiet an der Blume weiterhin ab und wird in ihren Bemühungen fortfahren, den Freiraum und die Landschaft rund um das Adolf-Clarenbach-Denkmal zu bewahren." (Pressemitteilung der SPD)

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