Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Verein will Steffenshammer für einen Euro übernehmen

Im Dornröschenschlaf: Der Steffenshammer im Morsbachtal. Foto: Lothar Kaiser

Ein Klick auf das Foto, und Sie sehen eine "Diashow" zum Steffenshammer

Die Stadt Remscheid will den historischen Steffenshammer im Morsbachtal samt dem umliegenden 4.484 Quadratmeter großen Grundstück zum symbolischen Kaufpreis von einem Euro an den im Juli gegründeten Steffenshammer e.V. - Förderverein für historische Schmiedetechnik" übertragen. Damit befasst sich heute der Kulturausschuss. Das letzte Wort hat dann am 11. Dezember der Rat der Stadt. In der Vorlage heißt es:

„Der 1746 erbaute und unter Denkmalschutz stehende Steffenshammer und die daneben stehende sog. Kie­pe, ein Klein-Schmiedehaus, wurden bis 1995 durch einen Mitarbeiter des Historischen Zentrums betreut. Dieser nahm vor Ort kleinere Pflege- und Wartungsarbeiten vor und hielt den Hammer an mehreren Tagen in der Woche geöffnet.“ Im Rahmen des Haushaltssicherungskonzepts wurde diese Stelle gestrichen. Der Hammer sollte geschlossen werden. „Wegen des außerordentlichen Engagements eines anderen Stelleninhabers, der sich auch und vor allem in seiner Freizeit für den Hammer einsetzte, konnte eine vollständige Schließung des Hammers vermieden werden. Der Hammer konnte bei Führungen und an einigen Wochenenden im Sommer trotz Stellenwegfalls geöffnet werden,“ heißt es in der Vorlag weiter. „Mit Erreichen des Altersruhestands des technisch-pädagogischen Mitarbeiters kann eine Pflege- und War­tung des Hammers nicht mehr gewährleistet werden, zumal der bisherige Stelleninhaber aufgrund zahlrei­cher Verpflichtungen zu einer rein ehrenamtlichen Betreuung des Hammers nicht gewonnen werden kann. Möglich ist nur noch in unregelmäßigen Abständen eine Außen-Inspektion von Hammer und Teich in Bezug auf akute Gefährdungen.“ Gefährdungen und zudem erhebliche finanzielle Aufwendungen seien in der Vergangenheit insbeson­dere durch den Hammerteich und seine Böschung entstanden. Schäden durch Unterspülungen der Teichwand hätten teilweise nur mit Hilfe von privaten Spenden behoben werden können.

Die Unternehmensberatung Rödl & Partner hatte in ihrem Gutachten zur Haushaltskonsolidierung vorgeschla­gen, den Steffenshammer zu einem Preis von ca. 40.000 zu veräußern. Der Rat folgte dieser Empfehlung am 25. Oktober 2007. Allerdings hatte schon damals ein Gutachter festgestellt, dass „aufgrund der musealen Nutzung des Grundstücks eine wirtschaftliche Verwertung nicht möglich und der von Rödl angesetzte Ver­kaufserlös nicht zu erreichen sein wird. Die Kosten für Verwaltung, Betrieb, Unterhaltung und Instandsetzun­gen werden durch mögliche Einnahmen nicht gedeckt. Neben einem öffentlichen Träger wäre nur die Über­nahme durch einen Verein oder privaten Sponsor mit kulturpflegerischen Motiven denkbar.“ Deshalb sei gegen die Abgabe des Steffenshammer zu einem symbolischen Preis nichts einzuwenden.

Aus den Gesprächen der Verwaltung mit potentiellen Sponsoren, d.h. kulturell und industriegeschichtlich interessierten Mitbürgern ergab sich am 01.07.2008 die Gründung des gemeinnützigen Vereins Steffenshammer e.V. - Förderverein für historische Schmiedetechnik". Zu den zwölf Gründungsmitgliedern gehört auch Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann.

Die Verwaltung: „Der Verein hat sich in seiner Satzung die Erhaltung regionaler kultureller und industriegeschichtlicher Denk­mäler aus dem Bereich der Schmiedetechnik und Metallverarbeitung, insbesondere des Steffenshammers, sowie die Weitergabe der damit verbundenen Fertigkeiten und Kenntnisse als kulturelles Erbe an kommende Generationen zur Aufgabe gemacht. Dabei soll in enger Zusammenarbeit mit dem Historischen Zentrum und der Stadt Remscheid auch die interessierte Öffentlichkeit aktive Erlebnismöglichkeiten beim Betrieb einer historischen Schmiede erfahren können (Angebot von Schmiedekursen etc.).

Gem. Satzung und noch abzuschließendem Übertragungsvertrag wird sichergestellt, dass das Vermögen des Vereins bei dessen Auflösung oder Wegfall der Steuerbegünstigung an den Förderkreis Deutsches Werkzeugmuseum e.V." bzw. bei dessen Nichtbestehen an die Stadt Remscheid fällt. Darüber hinaus soll im Übertragungsvertrag der Betrieb des Hammers in bisheriger Form (Anzahl der Öffnungstage, Möglichkeiten der Besichtigung etc.) festgeschrieben werden.“

Die Verwaltung empfiehlt, dem Verein den Steffenshammer zu über­tragen, „damit die Möglichkeit, ihn baulich zu unterhalten, zu pflegen und zu warten sowie für öffentliche Vorführungen zur Verfü­gung zu stellen, auch künftig dauerhaft gewährleistet werden kann. Dadurch werde die Stadt von den unweigerlich verstärkt anfallenden Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten für den Ham­mer, die Gebäude und den Hammerteich entlastet.

Trackbacks

Waterboelles-vereint.de am : Steffenshammer: Neuer Hausbesitzer lud zur Eröffnung ein

Vorschau anzeigen
Das Wetter hätte heute nicht besser sein können, um den frisch herausgeputzten Steffenshammer im Morsbachtal, seit Anfang dieses Jahres im Besitz des gemeinnützigen ?Steffenshammer e.V. - Verein zur Förderung historischer Schmiedetechnik? der Öffentli

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Chronist am :

Wie die Mitglieder des Bauausschusses kürzlich erfuhren, will der neue Verein Steffenshammer e.V. das Industriedenkmal mit 80.000 bis 90.000 Euro sanieren; erste Spendenzusagen gebe es bereits.

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!