Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

SPD: Für "BMW" als Stadtdirektor spricht sehr viel

Sozialdezernent Burkhard Mast-Weisz. Foto: Lothar Kaiser

Im Remscheider Rathaus gilt er als der „Mann für alle Fälle“: Burkhard Mast-Weisz (von seinen Freunden auch BMW genannt), Sozialdemokrat, 52 Jahre alt, verheiratet, zwei Kinder, wohnhaft in Wuppertal-Vohwinkel, seit dem 1. Dezember 2001 Beigeordneter/ Sozialdezernent der Stadt Remscheid, seit der Abwahl seines Amtskollegen Jürgen Müller (CDU) vor sieben Monaten auch amtierender Stadtkämmerer. Und nach einer von Oberbürgermeisterin Beate Wilding vorgenommenen Neuzuschnitt der Dezernate kam zu Jugend, Soziales und Wohnen auch noch der Schulbereich hinzu. Anfang dieses Jahres wurde er bereits als Oberbürgermeisterkandidat der SPD gehandelt, bis klar wurde, dass es Beate Wilding noch einmal wissen will.

Als ihr Stellvertreter, als „zweiter Mann“ im Verwaltungsvorstand, aufgewertet durch die Beförderung zum Stadtdirektor, bietet sich Burkhard Mast-Weisz durch die Arbeit an, die er in und für Remscheid geleistet hat. In den vergangenen sieben Jahren, speziell in den vergangenen sieben Monaten seiner Mehrfachbelastung. Diese Arbeit ist allgemein anerkannt. Weshalb denn auch der W.i.R.-Fraktiuonsvorsitzende Wieland Gühne mit „er hat gute Karten“ auf den in der vergangenen Woche zum wiederholten Male laut gewordenen Vorschlag der SPD reagierte, den vakanten Stadtdirektor-Posten Mast-Weisz zu übertragen.

In der Müller-Nachfolge sucht die Stadt derzeit mit Hilfe der Unternehmensberatung Kienbaum einen Juristen als neuen Beigeordneten für Finanzen, Recht und Ordnungsangelegenheiten. Um qualifizierten Bewerber/innen diesen Posten noch ein wenig schmackhafter machen zu können, würde sich die CDU-Fraktion gerne die „Option Stadtdirektor“  für die Vergütungsverhandlungen mit der/dem Neuen freihalten. Mehr als das können die Christdemokraten allerdings gegen Burkhard Mast-Weisz nicht einwenden; er ist auch innerhalb der CDU angesehen und würde bei einer gemeinen Wahl sicherlich auch dann noch Stimmen bekommen, wenn der Fraktionsvorstand das Amt gerne dem (noch zu findenden) neuen Stadtkämmerer zukommen lassen würde.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans-Peter Meinecke gibt sich jedenfalls zuversichtlich, dass Parteifreund Mast-Weisz in der Ratssitzung am 11. Dezember mehrheitlich gewählt werden wird. Mit den übrigen Ratsfraktionen hat Meinecke bereits gesprochen bzw. wird dies in den nächsten Tagen und Wochen weiter tun. Bislang haben FDP, Grüne und W.i.R. in dieser Personalangelegenheit noch keine Fraktionsbeschlüsse gefasst.

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Junge Union Remscheid am :

Die Junge Union Remscheid ist verwundert, dass die SPD nun Herrn Mast-Weisz als Stadtdirektor haben möchte. Zum einen, weil die Ausschreibung für einen neuen Finanzdezernenten noch nicht abgeschlossen ist, und zum anderen, weil eine mögliche Besetzung für einen neuen Bau- und Wirtschaftsdezernenten noch nicht diskutiert wurde. Hier sollte die SPD nicht vergessen, dass die Besoldungsstufe B4 als ein Anreiz für die Ausschreibung gesehen werden muss. Eine frühzeitige Benennung würde manchen Kandidaten verprellen. Die JU Remscheid ist der Meinung, dass, falls kein geeigneter Kandidat für die Finanzen der Stadt Remscheid gefunden wird, der Schwerpunkt auf die Findung eines Bau- und Wirtschaftsdezernenten mit juristischem Hintergrund liegen sollte. Der juristische Hintergrund ist zwingend, da ein Dezernent Volljurist sein muss! Diese Findung muss mit dem Anreiz des Stadtdirektors und der damit verbundenen besser dotierten Besoldungsstufe verbunden werden, so dass sich besser qualifizierte Bewerber finden werden. In der Stadt Remscheid gibt es viele Fachbereichsleiter, die sich in ihren Bereichen gut auskennen und den Rat und die Stadtspitze gut informieren können, ohne dass sie dafür direkt den Posten eines Dezernenten inne haben müssen. Vielmehr ist es dringend notwendig jemanden in der Verwaltung zu haben, der bauplanerische Ideen hat, die in einer so hoch verschuldeten Stadt umsetzbar sind und der einen kurzen Draht zur heimischen Wirtschaft aufbaut. Der teilweise bürokratische, unflexible und blockierende Ruf der Bauverwaltung in Remscheid muss dringend geändert werden. Die JU Remscheid glaubt nicht daran, dass die neu gebildete Stabstelle alle Probleme beseitigt. Weitergehend ist es wichtig, dass die Stadt Remscheid einen Bau- und Wirtschaftsdezernenten bekommt, der den direkten Draht zur Wirtschaft sucht, um die Unternehmen zu halten und nach Remscheid zu holen. Bei Verhandlungen mit den Unternehmern, den privaten Bauleuten und auch der Bezirksregierung kann es zudem nur von Vorteil sein, wenn ein rechtlicher Hintergrund vorhanden ist, so können viele Probleme, die in der Vergangenheit entstanden sind, im vornherein mit rechtlichem Sachverstand gelöst werden, ohne dass bei dritten nachgefragt wird und dies wieder zu Verzögerung und damit zum Unmut führt. Aus Sicht der Jungen Union Remscheid ist die Denkweise in starren, hierarchischen Strukturen der Stadtverwaltung viel zu veraltet und gehört dringend abgeschafft. So etwas kann jedoch nur durch eine starke Führung durchgesetzt werden. Die ist bekannterweise nicht vorhanden. Der Dienstleistungsgedanke der Stadt muss vorangetrieben werden und für so etwas ist nur jemand geeignet, der mit Unternehmen und den Bürgerinnen und Bürgern den Dialog pflegen kann, die in Remscheid investieren wollen. Dieser Gedanke fehlt und muss dringend verinnerlicht werden. Die Stadt muss ein Dienstleister sein, der gewisse Kriterien setzt und Investoren mit offenen Armen empfängt! Julian Kleuser, Kreisvorsitzender, und Tobias Lüttenberg, stellv. Kreisvorsitzender

Fraktion der FDP am :

Die FDP-Ratsfraktion hat sich in ihrer gestrigen Fraktionssitzung einstimmig dafür ausgesprochen, Burkhard Mast-Weisz zum neuen Stadtdirektor zu wählen. Die Liberalen werden der Bestellung des Sozial- und Bildungsdezernenten zum allgemeinen Vertreter der Oberbürgermeisterin in der Dezember-Sitzung des Rates zustimmen. Die positive Zusammenarbeit mit Burkhard Mast-Weisz in den vergangenen Jahren seit seiner Wahl im Jahr 2001 gab bei den Freidemokraten den Ausschlag. Fraktionsvorsitzender Wolf Lüttinger: „Burkhard Mast-Weisz ist ein kompetenter Beigeordneter und ein verlässlicher Partner der Politik. Sein Durchsetzungsvermögen und sein Bemühen um Transparenz sind anerkennenswert. Er wird die Stadt Remscheid als Stadtdirektor vertreten können. Seine mittlerweile langjährige Erfahrung in der Remscheider Verwaltungsspitze kann dabei nur von Vorteil sein.“ Trotz möglicher weltanschaulicher Differenzen, so der liberale Fraktionschef weiter, sei es einfach, zu dieser Einschätzung zu kommen: „Parteipolitik darf in dieser Frage keine Rolle spielen. Es wäre daher ein gutes Signal, wenn Herr Mast-Weisz mit einer breiten Mehrheit gewählt würde.“ (Philipp Wallutat, Fraktionsgeschäftsführer)

Lothar Kaiser am :

Und wo bleiben die Grünen? In der im nächsten Jahr zu Ende gehenden Wahlperiode des Rates waren sie bislang überwiegend an der Seite der SPD zu finden. Die war verständlicherweise die erste, die ihr Parteimitglied Burkhard Mast-Weisz für die vakante Position des Stadtdirektors benannte. Seitdem sind mehr als zwei Wochen vergangen - und kein Wort dazu von den Grünen. Statt dessen ist ausgerechnet die wirtschaftsnahe FDP die zweite Ratsfraktion, die sich für den Sozialdemokraten Mast-Weisz ausspricht. Warum zieren sich die Grünen so?

Jutta Velte am :

Burkhard Mast-Weisz hat sich unbestritten um die Stadt Remscheid verdient gemacht. Bemerkenswert ist auch die Arbeit, die der Beigeordnete als Interimskämmerer leistet. Mit seinen vielfältigen Aufgaben ist er in dem geschrumpften Verwaltungsvorstand sozusagen der geborene Vertreter für Beate Wilding. In der Fraktionssitzung am 10.11.08 hat sich deshalb die Fraktion der Grünen einstimmig dafür entschieden, Herr Mast-Weisz zum Stadtdirektor zu wählen.

Matthias Hofmann am :

BMW als Stadtdirektor? Ich weiß nicht. Am besten wäre es wohl, wenn man diese Stelle an einen Externen vergeben würde. Eine genaue Kenntnis der Stadt kann sowohl Vorteile, als auch Nachteile mit sich bringen. Vielleicht hilft auch eine ganz neue Sicht auf Remscheid!

Hans Gerd Göbert am :

Nur zur Erinnerung - meines Wissens parkt dieser BMW immer noch in einer Wuppertaler Garage. So viel ich weiß, in Vohwinkel. Falls das nicht zutrifft, wird mir BMW sicher ganz schnell widersprechen. Deshalb hat er von zu Hause aus noch die alte Fernsicht. Inzwischen aber auch genaue Kenntnisse über diese Stadt. Sowohl was die Verwaltung, als auch, was die Vielzahl ihrer Bürger betrifft. Somit eine durchaus ideale Kombination. Vor allen Dingen, was ich besonders schätze, macht er die Klappe auch mal richtig auf. Dass der Mann rechnen kann, hat er u.a. damit bewiesen, dass er im Gegensatz zu ehemaligen Kollegen einen kleinen, vorgeschriebenen Dienstwagen fährt.

Christoph Humpert am :

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich die Performance von Herrn Burkhard Mast-Weisz auch sehr gut finde. Herr Mast-Weisz hat sich sogar bei Jugendkultur-Veranstatungen der Kraftstation usw. in der Vergangenheit blicken lassen (z.B. Kletterwand der Kraftstation). Das ist wirklich nicht "normal", aber sehr positiv. Ebenso find ich die bisherige Performance als Kämmerer gar nicht schlecht, jedenfalls ist die Informationspolitik unter Burkhard Mast-Weisz deutlich verbessert. Ich kann also durchaus verstehen, weshalb einige Parteien im Rat einen solchen Mann "befördern" möchten! Trotzdem bin ich mir nicht so ganz sicher, ob es nicht doch ein Fehler ist. Wenn ich überlege, wieviel ein studierter Jurist und BWLer in einem Industrieunternehmen oder in einer Prüfungsgesellschaft verdient, dann bin ich mir nicht sicher, ob das jetzt schon der richtige Schritt ist. Trotzdem, Hut ab vor der Arbeit von Burkhard Mast-Weisz!

Chronist am :

Nur der Ordnung halber sei nachgetragen, dass die CDU-Fraktion Ende November (und damit reichlich spät) auf die Idee kam, für das Amt des Stadtdirektors Bau- und Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann ins Rennen zu schicken. Doch der lehnte sofort dankend ab.

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!