Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Stadt kennt 1104 Altlasten- und Verdachtsflächen

Kommunalpolitiker können nicht alles wissen, und manches vergessen sie auch wieder. Aber dass in der Beziksvertretung Alt-Remwscheid im August von der Verwaltung gefordert wurde, ein Altslastenkataster für den Stadtbezirk aufzustellen, das – wie sich jetzt in einer Mitteilungsvorlage für die BV herausgestellt hat – schon seit 1987 geführt wird, verwundert denn doch. Dieses Altlasten- und Verdachtsflächenkataster ist ein Auszug aus dem Bodenka­taster und beschreibt alle Flächen, für die ein hinreichender Verdacht für das Vorliegen einer Kontamination besteht. Mit diesem Kataster kommtdie Stadt einer Verpflichtung nach, die sich aus de §§ 7 und 8 des Landesbodenschutzgesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen (LBodSchG) ergibt. Dazu teilt die Verwaltung nun der BV u.a. mit:

„Das erste Kataster wurde 1987 für das Stadtgebiet von Remscheid Kataster erstellt und veröffentlicht. Da­mals waren 77 Flächen bekannt. Eine Fortschreibung des Altlastkatasters in Papierform fand 1990, 1994 und 1999 statt. Mit der Einführung des EDV-gestützten Bodenkatasters ist es möglich, das Altlast- und Verdachts­flächenkataster kontinuierlich zu ergänzen.“ Allerdings seien Flächen, die nicht im Altlast- und Verdachtsflächenkataster stehen, nicht zwin­gend altlastenfrei".

„In das Altlasten- und Verdachtsflächenkataster werden zunächst alle Grundstücke, über die Hinweise auf eine ehemalige oder noch bestehende gewerbliche Nutzung vorliegen und für die ein hinreichender Ver­dacht einer schädlichen Bodenverunreinigung besteht, aufgenommen. Diese Hinweise ergeben sich aus alten Schriftwechseln, aus Recherchen alter Adressbücher, Bauakten und anderer Archivalien. Sollte sich bei einer genauen Überprüfung ergeben, dass ein Verdacht nicht mehr besteht, so wird das Grundstück wieder aus dem Altlasten- und Verdachtsflächenkataster herausgenommen. Dies kann z.B. dann der Fall sein, wenn sich unter der angegebenen Adresse nur ein Bürogebäude oder ein Handel befand und mit Ver­unreinigungen daher nicht zu rechnen ist. Nicht aus dem Altlasten- und Verdachtsflächenkataster herausge­nommen werden solche Grundstücke, auf denen Bodenbelastungen festgestellt wurden und die daraufhin saniert wurden. Hier sollte die Warnfunktion erhalten bleiben, dass auf diesem Grundstück Untergrundverun­reinigungen vorhanden waren.“

Im Oktober waren der Stadt 1104 Altlasten und Verdachtsflächen bekannt. Die tatsächliche Zahl der Altlasten- und Verdachtsflächen dürfte größer sein. Innerhalb der Stadtverwaltung kann sich jeder Fachbereich über das Geoportal der Stadt dar­über informieren, ob für ein Grundstück ein Altlastverdacht besteht. Interessierte Bürger können sich an den Fachdienst Umwelt-Altlasten und Bodenschutz wen­den und einenAuszug aus den Bodenkataster oder aus dem Altlast- und Verdachtsflächenkataster erhalten. er Katasterauszug enthält Angaben zur heutigen und früheren Nutzung, den Betriebszeitraum, eine kurze Zusammenfassung zur historischen Entwicklung der Verdachtsfläche, sowie wesentliche Untersuchungser­gebnisse und den daraus ggf. erforderlichen weiteren Untersuchungen, Sicherungs- oder Sanierungsmaß­nahmen.

Das Bodenkataster enthält aktuell Informationen über mehr als 8.800 Grundstücke. Von den erfassten 1104 Altlastverdachtsflächen befinden sich 626 in Alt-Remscheid. Dies entspricht einem Anteil von 57 Prozent. Der vergleichsweise hohe Prozentsatz im Verhältnis zur Gesamtfläche Rem­scheids ergibt sich daraus, dass in diesem Stadtteil eine wesentlich dichtere Bebauung verbunden mit einem hohen Anteil an kleinen Gewerbetrieben vorliegt als in den übrigen Stadtteilen Remscheids. Von den 626 Flächen sind 79 (= 13 Prozent) saniert. Zu 209 Flächen gibt es Untersuchungen. Ein großer Teil die­ser Flächen wurde im Rahmen von Baugenehmigungsverfahren untersucht und saniert.

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!