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Für Trauungen außerhalb des Standesamtes fehlt Personal

„Bereits seit dem Jahr 1997 sind im Standesamt Samstagstrauungen möglich. In den Jahren 1997 bis 2007 wurden in den begehrtesten Eheschließungsmonaten zwei Samstagstermine und in den weniger beliebten Eheschließungsmonaten ein Samstagstermin angeboten. Seit dem 1.1.2008 wird das Jahr durchgehend nur noch ein Eheschließungstermin angeboten. Diese Termine müssen, da eine Eheschließung schon sechs Monate vor dem gewünschten Termin angemeldet werden kann, auch spätestens sechs Monate vorher festgelegt und bekannt gegeben werden.“ So beginnt die zur gestrigen Sitzung des Hauptausschusses vorliegende Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage der CDU-Fraktion vom 21. August. Weiter heiße es darin: „Durch den Wegfall einer Stelle stehen im Standesamt nur noch vier Standesbeamten/innen für Eheschließungen zur Verfügung. Für eine Eheschließung an einem Samstag muss neben dem/der die Ehe schließenden Standesbeamtin/in noch ein/eine weiterer/e Standesbeamter/in für den Fall des plötzlichen Ausfalls der eingeteilten Person ( z. B. durch plötzliche Erkrankung , Unfall, Stau) in Bereitschaft gehalten werden. Bei dieser Regelung hat also jeder/jede Standesbeamte/in an sechs Samstagen im Jahr Trau- oder Bereitschaftsdienst. Zusätzliche Vertretungsdienste durch Urlaub oder Krankheit kommen evtl. noch hinzu. Eine Erweiterung des derzeitigen Angebots ist aus personellen Gründen daher nicht möglich.

Bei Trauungen im Rathaus Remscheid oder Lüttringhausen an Samstagen müssten aus Sicherheitsgründen Kon­trollmöglichkeiten durch entsprechende Pförtnerdienste eingerichtet werden, welche mit zusätzlich Kosten verbunden wären. Außerdem fehlt samstags auch der technische Support bei Computerausfällen, welche bei Eheschließungen im Standesamt Lennep eher kompensiert werden können. Samstagstrauungen außer­halb des Standesamtes sind daher nicht sinnvoll. In Remscheid sind derzeit Trauungen an folgenden Orten und Tagen möglich:

  • Standesamt Lennep, Montag bis Freitag und Samstag (1 x monatlich),
  • Turmzimmer Rathaus Remscheid, Montag bis Freitag
  • Großer Ratssaal Lüttringhausen, Montag bis Freitag
  • Justizvollzugsanstalt Lüttringhausen, nach Vereinbarung.

An die Örtlichkeiten, an denen Trauungen stattfinden sollen, sind besondere Anforderungen zu stellen. Die Standesamtsaufsicht weist in einer Stellungnahme daraufhin, dass nach § 186 der Dienstanweisung für Standesbeamte und ihre Aufsichtsbehörden die Verlobten im Standesamt anwesend sein müssen. Nur aus wichtigem Grund kann die Ehe auch an einem anderen Ort innerhalb des Standesamtsbezirks geschlossen werden, z.B. am Krankenbett". Wie in vielen anderen Gemeinden wurde trotz dieser Einschränkung auch in Remscheid unter dem Aspekt der Bürgerfreundlichkeit Trauungen zusätzlich in den Rathäusern Remscheid und Lüttringhausen durchge­führt. Die durch Medien bekannten Trauungen unter freiem Himmel, im Flugzeug, Heißluftballon usw. bedingen eine vorherige Trauung im Standesamt. In diesem Zusammenhang muss erwähnt werden, dass die Ehe­schließung von der Hochzeitsfeier deutlich unterscheidbar bleiben muss. Trauungen, bei denen die Amts­handlungen des/der Standesbeamten/in zum Bestandteil eines Heirats-Show-Programms werden, wider­sprechen dem § 8 des Personenstandsgesetzes (die Ehe soll in einer der Bedeutung der Ehe entsprechen­den würdigen Form geschlossen werden).

Zeitvorgaben für eine standesamtliche Trauung gibt es nicht. Die Traustandesbeamten/innen des Standes­amtes Remscheid haben sich schon immer zum Ziel gesetzt, eine Trauung würdig und in zeitlich angemes­senem Rahmen zu gestalten. Trauungen im Standesamt Lennep und in Lüttringhausen werden halbstünd­lich vollzogen. Durch die besondere Lage des Turmzimmers im Rathaus finden dort nur Trauungen im Ab­stand von einer Stunde statt. Für eine einzige Eheschließung im Turmzimmer des Rathauses ist der/die Standesbeamte/in nach den bisherigen Erfahrungen, bedingt durch frühzeitige Anreise aus Lennep, Umklei­den im Rathaus, Empfang der Hochzeitsgäste, Eheschließung, anschließende Gratulationen, Fotografieren, Ausblick über Remscheid, Rückreise nach Lennep, bis zu drei Stunden unterwegs. Im gleichen Zeitraum könnten in Lennep sechs Ehen geschlossen werden.

Durch den Wegfall einer Standesbeamtenstelle 2001 und einer weiteren Stelle am 01.01.2008 sind beim Standesamt der Stadt Remscheid drei Vollzeitkräfte und vier Teilzeitkräfte tätig. Als Traustandesbeamte/innen sind vier Dienstkräfte eingesetzt, hiervon zwei Teilzeitkräfte. Diese Dienstkräfte sind schwerpunktmäßig in weite­ren Aufgabenbereichen des Standesamtes eingesetzt.

Fazit: Eine Ausweitung der Trauungen außerhalb des Standesamtes ist mit dem vorhandenen Personal nicht möglich, zeitgleich stattfindende Trauungen an verschiedenen Orten ebenfalls nicht. Die Ausweitung der Trauorte würde bedeuten, dass der Bürgerservice einerseits zugunsten einiger Braut­paare ausgeweitet, andererseits aber zuungunsten vieler Bürger, die das Standesamt persönlich oder tele­fonisch kontaktieren, erheblich eingeschränkt würde, und sie ggf. den Weg nach Lennep noch einmal antre­ten müssten, weil der/die zuständige Standesbeamte/in nicht anwesend war.

Das Angebot von jetzt drei festgelegten Trauorten (wie auch in Solingen) wird als ausreichend angesehen. Sollten im Einzelfall Brautpaare Wünsche nach einem speziellen Ort für die standesamtliche Trauung vortra­gen, ist das Standesamt zur Prüfung bereit. Allerdings müssen dabei die gesetzlichen (auf den Trauort be­zogenen) und die zeitlichen Vorgaben (Personalkapazität) Berücksichtigung finden.“

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Waterbölles am : Trauungen am Thüringsberg nur noch bis Ende Juni?

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Für die Zeit nach dem 1. Juli dieses Jahres würden keine Trau-Termine mehr im Standesamt Thüringsberg 20 in Lennep vereinbart, erfuhren die Mitglieder der Bezirksvertretung Lennep gestern vom Standesbeamten Bernd Wendt. Zuvor hatte Bezirksvorsteher Dr. He

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Chronist am :

„Sonderlich ermutigend ist der Bericht der Verwaltung nicht“, befand der stelllv. CDU-Fraktionsvorsitzende Karl Heinz Humpert. Aber das Fazit scheine „guten Willen zu signalisieren“. Eine Meinung, die Wieland Gühne von der W.i.R. nicht teilte: „Ich vermisse kreative Ideen mit entsprechen den Kostenvorschlägen!“ – Wunderte sich der amtierende Stadtkämmerer Burkhard Mast-Weisz: „Wieso Kostenmvorschläge? Ich dachte, wir sollten sparen!?“ – Gühne: „Ich habe an zusätzliche Trauangebote gedacht, die sich durch Gebühren tragen.“ Dr. Heinz Dieter Rohrweck gab ihm recht: „Da ließen sich bestimmt noch Möglichkeiten finden.“ Man muss halt nur wollen …

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