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CDU Lüttringhausen nominierte Kandidaten für 2009

Die vier CDU-Ratsmitglieder aus Lüttringhausen wollen im kommenden Jahr erneut kandidieren. Foto: Lothar Kaiser

Mit einem „bewährten Team“ will der CDU-Stadtbezirksverband Lüttringhausen unter dem Vorsitz von Annemarie Kamm im nächsten Frühjahr in den Kommunahlwampf gehen: Die jetzigen vier Ratsmitglieder aus „dem Dorp“ – Philipp Veit (Wahlbezirk Lüttringhausen-Zentrum), Julian Kleuser (Klause-West), Susanne Pütz (Klausen-Ost) und Peter Otto Haarhaus (Kranen/Westen) wurden in der gestrigen Mitgliederversammlung im „Gertenbacher Hof“ als Kandidaten für den neuen Rat nominiert. Kleuser mit 22, Pütz mit 20, Veit mit 19 und Haarhaus mit 12 Stimmen. Insgesamt 24 stimmberechtigte Mitglieder hatten an der Nominierung der Direktkandidaten teilgenommen, zwei hatten sich der Stimme enthalten.

Damit folgte die von Julian Kleuser geleitete Wahlversammlung den Vorschlag des Stadtbezirksvorstandes. Dies galt auch für die Nominierung der Bewerberinnen und Bewerber um einen Sitz in der Bezirksvertretung Lüttringhausen. Nominiert wurden auf den BV-Plätzen 1 bis 13 Andreas Stuhlmüller (24 Stimmen), Peter-Otto Haarhaus (17), Susanne Pütz (22), Gunter Galli (19), Jens Nettekoven (20), Julian Kleuser (24), Wolfgang Klubertz (19), Anke Flüs (21), Sabine Steffens (16), Barbara Nettekoven (20), Ellinor Bube-Kluberrtz (16), Gustav-Adolf Kirchhoff (16) und Johannes Bayer (17).

Über die endgültige Kandidatenliste der CDU zur Kommunalwahl (Stadtrat und Bezirksvertretung) entscheidet eine „Kreisvertreterversammlung“ (Termin ist noch nicht bekannt), zu der der Lüttringhauser Stadtbezirksverband zehn Mitglieder entsendet: Andres Stuhlmüller (21 Stimmen), Philipp Veit, Annemarie Kamm, Anke Flüs (je 19), Susanne Pütz (18), Hans-Joachim Ziemek (16), Gerd Langenohl (15), Julian Kleuser (14), Barbara Nettekoven (11) und Markus Pütz (9).

Was gestern lediglich im Zusammenhang mit der Wahl des neuen CDU-Fraktionsvorstandes vom vergangenen Montag zur Sprache kam: Auch die Wahl eines Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters obliegt der „Kreisvertreterversammlung“. Hoffnungen, gewählt zu werden, macht sich der neue Fraktionsvorsitzende Manfred Schwick. Dass er alle zehn Stimmen der Lüttringhauser Delegierten erhalten wird, ist allerdings eher unwahrscheinlich.

Und damit zu dem, was die Lüttringhauser CDU-Mitglieder gestern weit mehr bewegte als die vorgeschriebenen Nominierungen: Die knappe Niederlage „ihres“ Bezirksvorstehers und Ratsmitglieds Philipp Veit in der Wahl um den Fraktionsvorsitz. Die war bereits Thema, da hatte die Sitzung noch gar nicht begonnen. „Mit einem Messer im Rücken gehen wir noch lange nicht nach Hause“, klang da durch den Raum. Auch Philipp Veit hatte sich seit Montag seinen (Galgen-)Humor bewahrt. In Zusammenhang mit einer Nil-Kreuzfahrt, die er in den nächsten Tagen antreten wird, bemerkte er: „Wer diese Fraktionssitzung überstanden hat, braucht vor den Nil-Krokodilen keine Angst zu haben!“ Und auch Annemarie Kamm fand ironische Worte: „So stürmisch wie in der CDU kann kein Herbst sein!“

Philipp Veit berichtete über die Umstände der Fraktionssitzung in ähnlicher Weise, wie er das tags zuvor schon in einer Pressemitteilung getan hatte. Und er begann seinen Bericht mit „Meine lieben Freunde hier in Lüttringhausen“, weil ihm ein „Parteifreund“ nur noch schwer über die Lippen komme. „Ich kann nicht auf Frieden, Freude, Eierkuchen machen, wo nichts davon ist!“ Mit 24 Ja-Stimmen habe er bei der Wahl keinesfalls gerechnet, wohl aber mit 16 bis 18. Tatsächlich waren es nur elf. Aber am Tage nach der Wahl hätten ihm am Telefon dann 18 Fraktionsmitglieder versichert, ihn gewählt zu haben. Wahrhaftige Parteifreunde!?

Besondern getroffen habe ihn die überraschende Kandidatur von Manfred Schwick; der habe ihm noch wenige Stunden vor der Sitzung versichert, nur als stellvertretender Vorsitzender kandidieren zu wollen. Welche Rolle in diesem Zusammenhang die Kreisvorsitzende Elke Rühl spielte, ist nach wie vor unklar. Es heißt, telefonisch sei die Devise ausgegeben worden, Schwick zu wählen. Nicht ausgeschlossen, dass dabei auch schon die spätere Rochade zwischen Humpert und Schwick angedeutet wurde. Von alledem wusste zum damaligen Zeitpunkt Philipp Veit nichts. Er hatte mit den beiden Bezirksvorstehern Bernd Quinting und Dr. Heinz Dieter Rohrweck den neuen Fraktionsvorstand bilden wollen mit dem Ziel eines innerparteilichen Neubeginns. Mit so vielen Heckenschützen aus den eigenen Reihen hatte er nicht gerechnet. Veit gestern: „Ich jedenfalls pflege nicht mit der Säge durch den Wald zu gehen und alles abzuholzen, was mit im Wege steht“.

Auf der Rückfahrt nach Lüttringhausen habe er sich gesagt: „Jetzt erst recht; ich mache weiter. Wobei sachliche Entscheidungen für mich Vorrang haben werden vor Opportunismus!“ Das klang wie eine Kampfansage. Der Riss scheint größer geworden zu sein, der seit der Abwahl von Stadtkämmerer Jürgen Müller durch die Remscheider CDU geht.

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