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Bei Schwangerschaftsabbrüchen klar positioniert

Jürgen Kucharczyk

Pressemitteilung des SPD-Bundestagsabgeordneten Jürgen Kucharczyk

Zur Beschlussfassung der SPD-Bundestagsfraktion zu den Themen Schwangerschaftsabbrüche und bessere Hilfen für ein Leben mit behinderten Kindern erklärt der bergische SPD-Bundestagsabgeordnete Jürgen Kucharczyk:

„Die SPD-Fraktion ist und bleibt beim Thema Schwangerschaftsabbrüche klar positioniert. In einer intensiven Debatte wurde sehr deutlich: Wir stehen für wirksame Hilfen in Schwangerschaftskonflikten, bessere Unterstützung für ein Leben mit einem behinderten Kind und die Würde der Frau. Und das alles ist mit dem Unionsvorstoß unvereinbar. Denn wir vertrauen den schwangeren Frauen, in schwierigen Konfliktsituationen nicht leichtfertig zu handeln und vielmehr eine verantwortungsvolle Entscheidung zu treffen. Dabei wollen wir für wirkungsvollere Hilfen sorgen.

Um werdende Eltern zu begleiten und zu unterstützen, auch im Hinblick auf die Entscheidung für ein Leben mit einem behinderten Kind, wollen wir Beratung und Aufklärung stärken. Deshalb wollen wir Ärztinnen und Ärzte verpflichten, schon vor jeder pränatalen Untersuchung medizinisch zu beraten und auf psychosoziale Beratungsstellen hinzuweisen. Außerdem wollen wir für eine bessere Aufklärung der Frauen selbst sorgen. Sie sollen besser über ihre Rechte, insbesondere über ihren bereits heute bestehenden Rechtsanspruch auf psychosoziale Beratung, informiert werden. Dazu wollen wir den Mutterpass zu einem Informationsdokument für die Frauen weiterentwickeln. Das wird die Position der Schwangeren und ihres Partners gegenüber Ärztinnen und Ärzten stärken.

Außerdem wollen wir Mut machen für ein Leben mit einem behinderten Kind. Aber nicht mit Lippenbekenntnissen und durch Druck, sondern durch bessere gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Deshalb treten wir dafür ein, jede Form von Diskriminierung von behinderten oder kranken Kindern und ihren Familien zu unterbinden und abzubauen. Unser Ziel ist eine barrierefreie Gesellschaft, in der sich jedes Kind - unabhängig von einer möglichen Erkrankung oder Behinderung - entfalten und entwickeln kann. Dazu wollen wir gemeinsam mit den Ländern einen Paradigmenwechsel zu gemeinsamer Erziehung und Bildung erreichen. Unsere Kitas und Schulen dürfen Kinder mit Behinderung nicht länger "aussortieren", sondern sollen ihnen selbstverständlich die Türen öffnen. Inklusion ist das Zauberwort für eine menschlichere Gesellschaft.

Bessere Aufklärung, die Wahrung von Würde und Selbstbestimmung der Frauen sowie bessere gesellschaftliche Rahmenbedingungen und Teilhabe für alle Kinder und Familien haben bei uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten lange Tradition - das hat der überwältigende Mehrheitsbeschluss einmal mehr gezeigt.“

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Kommentare

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Felix Staratschek am :

"Würde und Selbstbestimmung der Frauen haben für bei uns .... lange Tradition" meint Sozialdemokrat Kucharczyk. Aber: Steht das Selbstbestimmungsrecht irgend eines Menschen über dem Lebensrecht eines anderen Menschen? Dient es wirklich der Würde der Frauen, denen das Recht einzuräumen, abtreiben zu dürfen? Wie viele Frauen schlagen sich nachher mit dem "Post Abortion Syndrom" herum? Das Bundesverfassungsgericht hat es erlaubt, das Abtreibungen trotz Rechtswidrigkeit straffrei bleiben dürfen, wenn ein politisches Gesamtpaket dazu führt, dass die Zahl der Abtreibungen zurück geht und das Bewusstsein für das Lebensrecht der ungeborenen Menschen allgemein verbreitet ist. Und das Urteil forderte eine Prüfung, ob es so gelingt, dem Lebensschutz zu dienen. Wann kommt diese Prüfung? Dazu folgende Fragen: -Ist die Vermittlung des Wissens um Entwicklung, Würde und Lebensrecht des ungeborenen Menschenin den Lehrplänen für die Schulen umgesetzt? -Ist das in den Richtlinien für die Beratungsstellen umgesetzt? -Wie steht es um den Druck der Gesellschaft auf Frauen, in bestimmten Situationen ein ungeborenes Kind beseitigen zu lassen? "In der Situation.... geh doch zum Arzt...." erzählen immer wieder Frauen von der Reaktion ihres Umfeldes. Wieviel Leid schafft die sexuelle Libertinage, die schon jugendliche dazu verführt, sexuelle Handlungen früh zu praktizieren. Kondome (als Verhütungsmittel für treue Paare akzeptabel, wenn die grundsätzlich bereit sind, ein neues Kind anzunehmen) und andere Verhütungsmittel täuschen eine nicht gegebene Sicherheit vor, die dazu führt, das sexuelle Handlungen häufiger praktiziert werden. Dabei ist das Risiko aber immer größer als bei einem in öffentlichen Debatten oft verpönten keuschen Leben. Neben der Chance, Vater und Mutter eines ungeborenen Kindes zu werden, steigt ja auch die Übertragungsrate von Sexualkrankheiten, die wie Abtreibungen zur Unfruchtbarkeit bei späterem Kinderwunsch führen können. Aus der Sexualität, die ein Akt der Liebe sein soll, wird so oft ein Akt der Triebbefriedigung, die Suchtkarakter annehmen kann. Wenn man die Menschen davor bewahren will und die Werte des Christentuns vertritt, wie sie in der oft verissenen Enzyklika Papst Paul VI "Humanae Vitae" und der Philosophie Johannes Paul II (bei Google unter "Theologie des Leibes")umfassend dargelegt werden, wird man oft lächerlich gemacht. Aber ich hoffe, das hier im Rahmen der Meinungsfreiheit auch diese katholische Position erscheinen darf, damit wenigstens einige wenige vor einer folgenschweren Fehlentscheidung pro Abtreibung oder pro Frühsexualität bewahrt werden.

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