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Rückblick: Remscheid im November 1998

Diskutiert wurde in den Fraktionen des Remscheider Stadtrates im November 1998 der Vorschlag, den städtischen Anteil an der gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft GEWAG für 189 Millionen Mark zu verkaufen, um so den städtischen Haushalt zu sanieren. Er fand bekanntlich später keine Mehrheit.

Mehr als achthundert Personen, das waren 200 mehr als im Vorjahr, beriet die Remscheider Suchtberatungsstelle im Jahre 2007. Das ging im November 2008 aus dem Bericht der Diakonie hervor. Damals wie heute war Alkohol das häufigste Suchtmittel.

Im November 1998 vertagte der Rat der Stadt die Entscheidung über den von Baudezernent Helmut Kennepohl vorgeschlagene Anschaffung eines Ölspur-Reinigungsfahrzeugs für eine halbe Million Mark. Die SPD und Grünen verlangten eine genaue Kalkulation. Kennepohl hatte drei Interessenten benannt, die sich an den Kosten beteiligen wollen.

Vor zehn Jahren kündigte die Remscheider Stadtverwaltung an, in den Jahren 1999 bis 2002 elf Ampelanlagen mit akustischen Signalen für blinde Verkehrsteilnehmer ausstatten zu wollen. Kosten: Rund 130 000 Mark.

Um Sprayern und Farbschmierern besser „das Handwerk legen“ zu können, setzte der Remscheider Haus- und Grundverein vor zehn Jahren für jeden Hinweis, der zur Verurteilung eines Sprayers führt,  eine Belohnung von 500 Mark aus.

Derzeit wird über das Ende der deutschen Hauptschulen diskutiert, vor zehn Jahren wurde ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert. Sechs Hauptschulen gestalteten am 20. November 1998 einen Festakt in der Klosterkirche und kündigten dabei für Mitte Dezember einen sogenannten „Hauptschul-Tag an mit Seminare und Informationsveranstaltungen in der Schule Hölterfeld.

Im November 1998 gab die Stadt Remscheid eine Broschüre heraus über den Widerstand der Frauen in der Zeit des Nazi-Regimes. Die Kreisvorsitzende der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes“, Ilse Faeskorn, hatte darin die Erlebnisse von 77 Frauen zusammen gefaßt.

Zur Abschreckung schickte von zehn Jahren der damalige Leiter der Remscheider Jugendarrestanstalt, Hans-Peter Heiermann, er vier Jugendliche aus dem Jugendknast in die benachbarte Justizvollzugsanstalt in Lüttringhausen. Sie sollten sehen, wie es sich in einem Gefängnis lebt, und daraus die Lehre ziehen, dass es sich nicht lohnt, weiter in die Kriminalität abzurutschen.

Schüler des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums waren im November 1998 mit ihrer Internet-Schülerzeitung „Dotter - das Gelbe vom Ei“ die Bundessieger in einem Wettbewerb der Illustrierten „Stern“. Die Entscheidung der Jury fiel einstimmig aus.

Nach Angaben der Stadtverwaltung ging von Januar bis August 1998 die Zahl der Sozialhilfeempfänger um sieben Prozent auf knapp 5300 zurück – ein gegenüber vielen anderen Kommunen gegenläufiger Trend. Aus Grund dafür wurde damals das städtische Projekt "Hilfe zur Arbeit" genannt, in dem Sozialhilfeempfängern geholfen wurde, eine neue Stelle zu finden. Die Stadt werde 1998 220 Sozialhilfeempfänger in den ersten Arbeitsmarkt vermitteln; weitere 150 hätten nach Beratung selbst Arbeit gefunden, hieß es damals.

Mehr als 1,4 Millionen Mark sammelten Remscheider zwischen 1971 und 1998 für die Leprastation im äthiopischen Bisidimo: Davon  kamen 300 000 Mark von der Albert-Schweitzer Realschule. Im November 1998 berichteten zwei Lehrerinnen der Realschule, die Einrichtung besucht hatten, das Geld sei dort vorbildlich eingesetzt worden.

Hilfe für Katastrophen-Opfer in Nicaragua organisierten im November 1998 Geschäftsleuten in Lennep: Die Werbegemeinschaft veranstaltete an zwei verkaufsoffenen Samstagen öffentliche Versteigerungen von Waren, die rund 40 Einzelhändler gespendet hatten.

Nach Angaben der Stadtwerke Remscheid speisten private Stromerzeuger im Jahre 1998 rund 100.000 Kilowattstunden Solarstrom ins öffentliche Netz – gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 200 Prozent. Durch die Nutzung der Sonnenenergie würden übers Jahr in Remscheid 90 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Die Stadtwerke Remscheid gaben damals an, die Einspeisungen aus Solarstromanlagen kostendeckend zu vergüten.

Mit den Stimmen aller 72 Delegierten wurde Oberbürgermeister Reinhard Ulbrich im November 1998 auf einem SPD-Parteitag zum Spitzenkandidat der SPD bei der Kommunalwahl 1999 gewählt. Die CDU hatte zuvor den Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Fred Schulz,  nominiert.

Was ist wohl aus ihnen geworden? Sieben Remscheider Jugendliche gründeten vor zehn Jahren einen Verein („Proton“ ) zur Förderung der „Remscheider Szene“, weil sie es leid waren, nach Düsseldorf oder Köln zu fahre, „etwas zu erleben“.

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