Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Neue Unternehmen für RS durch geringere Gewerbesteuer?

Zur Sitzung des Finanzausschusses am 20.November hat die W.i.R. - Fraktion beantragt, den Gewerbesteuerhebesatz sechs Jahre lang jährlich jeweils um zehn Pozent. zu senken, erstmalig im Jahr 2009 von 450 v. H. auf 440 v. H.  Ihre Begründung:  W.i.R. sind überzeugt davon, dass die rein rechnerischen Mindereinnahmen von ca. zwei Prozent pro Jahr mittelfristig durch eine größere Anzahl von gewerbesteuerpflichtigen Unternehmen ausgeglichen wird und langfristig sogar zu einer Erhöhung der Einnahmen bei der Stadt führt. W.i.R. sehen dies als einen kleinen, aber wirksamen Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes und zur Verbesserung der Arbeitsmarktsituation in Remscheid.“

Waterbölles meint: Wo ist der Wissenschaftler, der erklärt, ob für die Entscheidung, ein Unternehmen zu gründen oder zu verlagern, tatsächlich zehn Prozent mehr oder weniger Geweresteuerabgaben ausschlaggebend sein könnten. Oder ob es sich lediglich um einen populistischen Antrag handelt, der sich gerade im Vorfeld einer Kommunalwahl gut machen könnte. Übrigens: Zur Sitzung am 20. November hat die Verwaltung den Mitgliedern des Finzausschusses vorgeschlagen, die Steuersätze für die Grundsteuer für das Haushaltsjahr 2009 wie folgt festzusetzen: für die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe (Grundsteuer A) 230 v.H., für die Grundstücke (Grundsteuer B) 490 v.H., und die Gewerbesteuer 450 v.H..  Die Hebesätze sollen somit gegenüber 2008 unverändert bleiben.

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Michael Dickel am :

Den Schuh Populismus braucht sich die W.i.R. nicht anzuziehen. Dieser Antrag ist vor einigen Jahren schon mal von der W.i.R. gestellt worden und hatte damals auch genau die gleiche Reaktion hervorgerufen. Es braucht auch keinen Wissenschaftler. Es geht nämlich oft nicht um eine reine Rechenaufgabe, sondern es geht ums Prinzip. Der eigentliche Sinn dieses Antrages ist zumindest damals gewesen, der heimischen Wirtschaft ein Signal zu geben. Seht her, Remscheid kämpft um und für seine Betriebe, ihr seid hier erwünscht. Wir wollen die mittelstandsfreundliche Verwaltung nicht nur auf dem Papier. Durch eine lineare Senkung des Hebesatzes will man nur ein Signal geben, dass es sich lohnt in Remscheid zu bleiben. Denn wenn man als Unternehmer die Wahl hat, eine erschlossene Gewerbefläche in Rade oder Wermelskirchen zu bekommen und vergleicht dann noch die Hebesätze, wird einem die Entscheidung zugunsten der umliegenden Gemeinden leicht fallen.

Christoph Humpert am :

Natürlich gibt Wissenschaftlicher, die von einer Erhöhung der Staatseinnahmen bei Steuersenkungen ausgehen. Das Laffer-Theorem beschäftigt sich mit dieser Frage und ist Bestandteil jeder Erstsemestervorlesung in VWL. Der alte US-Präsindent Bush Senior hatte seine Steuerpolitik auf das Laffer-Theorem begründet. Im Fall der USA führte es aber nicht zu der erhofften positiven Entwicklung der Steuereinnahmen, sondern zu einer steigenden Staatsverschuldung. Im Fall Remscheid kann, glaub ich, niemand dazu eine verlässliche Prognose abgeben. Gibt es eine Kommune, die nach den Plänen der W.I.R die Steuergestaltung vorgenommen hat? Ich finde den Vorschlag der W.I.R gut, aber ich halte weiche Standortfaktoren im Fall Remscheid für wichtiger. Grundsätzlich sollte man bei der Gewerbesteuer auch bedenken, dass es einen Freibetrag (rechtsformabhängig) und die Gewerbesteueranrechnung gibt, aber natürlich stellt die Gewerbesteuer für viele Unternehmen einen nicht unwesentlichen Kostenfaktor dar.

Hans Gerd Göbert am :

Natürlich kann ich auch keine Prognose abgeben, ob eine Gewerbesteuersenkung neue Unternehmen nach Remscheid lockt oder abwanderungswillige davon abhält. Eine Prognose will ich dennoch wagen: Dass mir derzeit niemand die zukünftigen Gewerbeflächen für Ansiedlungswillige nennen kann. Und zwar real existierende, nicht die sattsam bekannten Traumschlösser.

Chronist am :

Gut, dass wir mal drüber geredet haben. (;-)) Der Antrag der W.i.R. wurde im Finanzausschuss von den übrigen Fraktionen geschlossen abgelehnt.

Chronist am :

Mit den Stimmen der übrigen Ratsfraktionen wurde der Antrag der W.i.R. in der gestrigen Ratssitzung abgelehnt.

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!