Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Daniel-Schürmann-Kinderstadt fand große Resonanz

Bürgermeister-Wahl in der Daniel-Schürmann-Kinderstadt. Foto: Heinz MajewskiVon Heinz Majewski

Ein „Stadtfest“ beschloss das Projekt "Daniel-Schürmann-Kinderstadt - 2008". Innerhalb einer ganzen Woche wurden die Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsgrundschule Daniel Schürmann mit nicht alltäglichen Formen fachlichen und sozialen Lernens bekannt gemacht, aber auch die Lehrerinnen, Lehrer, Betreuer und mithelfende Eltern konnten neue Erfahrungen sammeln.

So bunt und vielgestaltig wie sich das Leben in einem Gemeinwesen abspielt, so stellte sich auch das Zusammenspiel in der Kinderstadt dar: Die Bürger trafen sich zu allgemeinen Bürgerversammlungen, ein Bürgermeister wurde in einem richtigen Wahlverfahren mit geheimer Abstimmung (Foto) aus mehreren Kandidaten gewählt, die Bewohner gingen verschiedenen Handwerks- und Dienstleistungsberufen nach oder genossen außerhalb ihrer Arbeitszeit ihre Freizeit. Das durch Arbeit verdiente Geld in der Währung „Daniel-Taler“ konnte auf einem Konto bei der Kinderstadt-Bank deponiert oder ausgegeben werden – beispielsweise für eine Reise zu verschiedenen Ausflugsorten.

Eine Bäckerei und Caféteria sorgte für die Verpflegung – natürlich gegen Zahlung harter Daniel-Taler. Auch die „Stadtbetriebe“ selbst erteilten einander Aufträge und steigerten dadurch ihren Einnahmen, die wiederum dazu dienten, Dienstleistungen wie Werbeplakate und Annoncen bei der Werbeagentur oder der Zeitungsredaktion zu bezahlen. Soziales, Sport und Kultur nahmen in der Kinderstadt einen nicht geringen Stellenwert ein. Zu den Highlights der Woche gehörten Crash-Kurse in Erster Hilfe, Schleuderball-Turniere, Theater-Aufführungen und nicht zuletzt die von dem Remscheider Musiker Wolf-Dietrich Hörle eigens für das Projekt komponierte und mit den Kinderstadt-Musikern einstudierte Kinder-Kantate „Die Kinder in unserer Stadt“.

Über die eindrucksvolle Vielfalt der Angebote und Aktionen berichtete die Schülerredaktion der Kinderstadt in ihrer Online-Zeitung DANIELS MAGAZIN; sie wurde beim Stadtfest auch in gedruckter Form ausgegeben.

Nach Abschluss der Kinderstadtwoche lässt sich eine durchweg positive Resonanz bei allen Beteiligten feststellen. Das Ergebnis hat gezeigt, dass ein Kinderstadt-Projekt nicht nur auf kommunaler Ebene (wie etwa bei der „Ferienkiste auf dem Hohenhagen“ und an anderen Orten), sondern auch im viel kleineren Rahmen einer einzelnen Schule funktionieren kann. Voraussetzung ist allerdings außer einer minutiösen Planung auch die Unterstützung des besonders beanspruchten Schulpersonals durch ein Team neben- und ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dass sich bei der Durchführung des Kinderstadtprojekts der Daniel-Schürmann-Schule zusätzlich viele Schülereltern mit Eigeninitiative und praktischem Engagement beteiligten, hat nicht unwesentlich zum Erfolg der Aktion beigetragen. Kompetent begleitet wurde das Projekt durch den Fachbereich "Jugend, Soziales und Wohnen" der Stadt Remscheid und den OGGS-Kooperationspartner der Schule, "Freie Jugendarbeit Remscheid-Mitte e.V. (Kraftstation)".

Eine solche Zusammenarbeit kommt den Idealen schon recht nahe, die Bundespräsident Horst Köhler vor einigen Monaten in seinem Vortrag „Was Kinder brauchen“ beschrieb: „Wir brauchen einen ganzheitlichen, zeitgemäßen Blick dafür, was zu tun ist und wie es erreicht werden kann. Ein Kinderleben lässt sich nicht in Schubladen aufteilen: hier die Erziehung im Elternhaus, da die Bildung in der Schule, dort die Freizeit im Verein und das Spiel mit den Freunden. Deshalb sollten Zuständigkeiten nicht zu Hindernissen werden - hier das Jugendamt, da das Schulamt, dort der freie Jugendhilfeträger. Es geht um Zusammenarbeit zum Wohl der Kinder.“ („Was Kinder brauchen“ - Rede von Bundespräsident Horst Köhler beim 13. Kinder- und Jugendhilfetag am 18.6.2008 in Essen)

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!