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"Weitere Verzahnung von Schule und Jugendhilfe"

Beate Wilding. Foto: Lothar Kaiser Von Beate Wilding

In den Köpfen, Herzen und Händen junger Menschen liegt eine Begabungsreserve, die wir entdecken und erschließen müssen. Das gilt insbesondere für Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund. Wir brauchen eine frühe Förderung von Anfang an. Das hat oberste Priorität. Denn weder unser Land noch unsere Stadt können es sich leisten, dauerhaft auch nur eine einzige der Begabungen unserer Kinder und Jugendlichen unentdeckt und ungenutzt zu lassen.

Kinder sind unsere Zukunft. Dieser Satz darf nicht nur Lippenbekenntnis sein. Wir leben dieses Ziel und deshalb müssen wir Vorreiter bleiben!0 Wir wollen die Verzahnung von Schule und Jugendhilfe weiter verbessern. Ein wichtiger Impuls ist Euer Antrag (Anm.: der Grünen), die Schulsozialarbeit weiter auszubauen! Im April dieses Jahres habe ich unter anderem aus diesem Grunde die Zuständigkeiten in der Verwaltung neu geordnet. Auch hier war eine wesentlich stärkere Vernetzung überfällig, Ich habe Ressourcen der Verwaltung gebündelt — einzig und allen ausgerichtet am Wohl der Kinder! Das war kein einfacher Schritt, wurde mir doch aus Teilen des Rates unmissverständlich bedeutet, der Rat werde eine solche Entscheidung nicht dulden. Ich habe es gewagt – gemeinsam mit Grünen und SPD – weil es an der Zeit war, für klare Verhältnisse zu sorgen. Das Wagnis hat sich gelohnt. Der Erfolg gibt uns Recht. Bei Schule, Sport und Jugendhilfe werden Kräfte gebündelt. So können wir die Erfolgsgeschichte der Kindertagesbetreuung fortschreiben.

In den kommenden Jahren gilt es weitere Kapitel anzufügen. Dazu zählt das Kapitel des Ausbaus der Betreuungsplätze für Unter-Dreijährige genauso wie der weitere Ausbau von Kindertagesstätten zu Familienzentren. Auch die Betreuungsangebote an den weiterführenden Schulen müssen entwickelt werden. Die Ausschüsse haben die Weichen dafür gestellt. Grüne und SPD – gemeinsam mit aller Kraft! Jetzt kommt es darauf an, Taten folgen zu lassen! (…)

Bildungsgerechtigkeit ist der Schlüssel zur Zukunft unserer Stadt. Bilden — Erziehen — Betreuen — gehören zusammen. Wir – Grüne und Sozialdemokraten – stehen dafür. Lasst uns gemeinsam weiter dafür arbeiten, streiten und erfolgreich sein! Die Eltern eines Kindes in Düsseldorf brauchen keinen Elternbeitrag zum Kindergartenplatz zu zahlen. Zur gleichen Zeit zwingt die Aufsichtsbehörde die Städte Remscheid und Gelsenkirchen gegen ihren Willen die Elternbeiträge anzuheben. Das ist ein Widerspruch. Und was noch viel schlimmer ist, es ist nicht das, was die Landesverfassung jedem Bürger und jeder Bürgerin in unserem 285 Land verspricht. Dort heißt es „Staat und Gesellschaft (...) tragen für altersgerechte Lebensbedingungen Sorge und fördern sie nach ihren Anlagen und Fähigkeiten.“ Wir, die Remscheiderinnen und Remscheider, fordern nicht mehr und nichts weniger als die Einhaltung eines Versprechens unserer Verfassung. Damit geht es im Kern auch um die Glaubwürdigkeit unseres Staates und der Politik als Ganzes. Deshalb fordere ich beitragsfreie Kindertageseinrichtungen im ganzen Land. Ungleichbehandlungen von Kindern darf es nicht länger geben!

Liebe Freundinnen und Freunde, ich fordere aber auch eine kostenfreie gesunde Mittagsmahlzeit für unsere Kleinen in den Schulen. Ich weiß wovon ich rede. Als ich den Förderverein Möhrchen ins Leben rief, ahnte ich, dass auch in unserer Stadt Kinder vom gemeinsamen Mittagessen ausgeschlossen sind, weil ihre Eltern das Geld nicht aufbringen können. Meine Befürchtungen bewahrheiteten sich. Von Jahr zu Jahr steigt der Anteil bedürftiger Kinder. Heute fördert der Verein 435 Kinder. Das bedeutet: Jedes vierte Kind in der Offenen Ganztagsgrundschule erhält einen Zuschuss zum Mittagessen. Eine ungebrochene Spendenbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger und ein Landeszuschuss ermöglichen es, diese Zuschüsse zu gewähren. Langfristig jedoch muss eine staatliche Regelung getroffen werden, die auch hier gleiche Bedingungen im gesamten Land sichert! Die Familien brauchen keine Sonntagsreden von Herrn Rüttgers, sondern konkretes Handeln vor Ort! (…) (Aus der Rede von Beate Wilding anlässlich der Mitgliederversammlung von Bündnis’90/DIE GRÜNEN am Montag, 1. Dezember 2008, im Deutschen Röntgen-Museum)

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