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"Aufbau eines intelligenten Flächenmanagements"

Beate Wilding. Foto: Lothar Kaiser Von Beate Wilding

Der demographische Wandel, die wirtschaftliche Entwicklung fordern ein neues Denken. Wir begreifen diese Entwicklung als Chance, zu gestalten! Wollte man vor Jahren den Herausforderungen noch mit Ausweitung in die Fläche begegnen, konzentrieren wir uns heute auf Qualität im Inneren. Doch die Frage nach dem Wohin in den kommenden Jahrzehnten kann nur im Einklang Politik darf dabei nicht über die Köpfe der Bürgerinnen und Bürger hinweg entscheiden. Auch hier müssen Augenmaß und Verstand walten, indem sich Rat und Verwaltung die Ideen und Vorstellungen der Menschen zu Eigen machen. Gemeinsam mit Grünen und SPD stehe ich für eine Bürger-Stadt Remscheid. Remscheid steht im Wettbewerb um die besten Standorte des Lebens, des Wohnens, der Freizeit und des Arbeitens. Wollen wir diesen Wettbewerb erfolgreich bestehen, so müssen wir kreative Lösungen entwickeln.

Zu diesen Lösungen zähle ich den Aufbau eines intelligenten und modernen Flächenmanagements, indem der alten Industriegürtel an der Schiene wieder genutzt wird. Vorhandene Flächenressourcen gilt es zu nutzen. In diesem Bewusstsein haben wir die Flächen am Remscheider Hauptbahnhof entwickelt, auf diese Weise wurden 50 Millionen Euro Investitionen – auch und gerade für das heimische Handwerk – bewegt. Sie sichern Arbeitsplätze und helfen, neue zu schaffen! Zugleich haben wir eine Fläche zwischen Hauptbahnhof und Böcker-Bau erschlossen, die wir – gemeinsam mit den Akteuren aus Bildung und Wirtschaft – für Einrichtungen der Weiterbildung, der Qualifikation und der Innovation nutzen möchten. An dieser Stelle soll dein Kompetenzzentrum Metall im Bergischen Verbund entstehen, dessen Projektidee wir über die Bergische Entwicklungsagentur eingespielt haben. Bei diesem Projekt werde ich von durch den Runden Tisch von heimischer Wirtschaft und lokalen Akteuren tatkräftig unterstützt. (…)

Ich strebe ein Netzwerk für berufliche Weiterbildung und Qualifizierung auf breiter Basis an. Es ist gelungen, die Schiene durch eine bessere Anbindung an den Südbezirk und durch den Ausbau des Angebotes an P+R Parkplätze attraktiver zu gestalten. Ich erwarte aber auch, dass die Deutsche Bahn ihren Beitrag dazu leistet. Das gilt in besonderer Weise dafür, moderne und barrierefreie Züge auf der Strecke Wuppertal-Remscheid-Solingen einzusetzen. Die Reaktivierung von Bahnflächen ist erforderlich, um weitere Zersiedelung zu verhindern und vorhandene Standorte zu stärken. Ich denke auch dabei an die Erschließung der Brachflächen am Lenneper Bahnhof – genauso wie die Anmeldung des Bahnhofsbereiches in Lennep zum Programm des Stadtumbaus West. Die Flächen der ehemaligen Gießerei der Bergischen-Stahl-Industrie gehören genauso dazu wie Freiflächen des Alexanderwerks oder der Böker-Bau an der Weststraße. Dabei setze ich darauf, diese Flächen gemeinsam mit den Eigentümern nachhaltiger neuen Nutzung zuzuführen und vorhandene Bebauung wieder zu nutzen.

Das von meiner Verwaltung aufgebaute Remscheider Immobiliennetzwerk bündelt die privaten Anbieter von Gewerbeflächen in unserer Stadt. Dieses Netzwerk möchte ich weiter stärken. Zugleich müssen wir künftig alternative Ansiedlungsflächen im Rahmen der Landesund Regionalplanung für die heimische Wirtschaft erschließen. Diese Potentiale wollen wir für Remscheid und seine Menschen nutzen. Die Chancen Remscheids reduzieren sich damit eben nicht auf ein „Gewerbegebiet Blume“, wie es von einigen verkürzt dargestellt wird. Jenen rate ich, nicht länger wie gegen den Bürgerwillen zu kämpfen. Es ist schon so, wie es die Grünen im Rat auf den Punkt gebracht haben. Wer Blume will, muss Enteignungen fordern. Klüger wäre es jedoch, im Sinne des Flächenmanagements im Tausch andere Flächen im Stadtgebiet für gewerbliche Nutzung zu aktivieren, die ökologisch verträglich genutzt werden können.

Liebe Freundinnen und Freunde, Stadtentwicklung darf nicht zu Stückwerk verkommen. Deshalb habe ich die Aufgaben von Wirtschaftsförderung, Statistik und Stadtentwicklung in einem Zentraldienst gebündelt und damit die Voraussetzung für eine integrierte Stadtentwicklung geschaffen! Zur Vernetzung und Verzahnung dieser Bereiche bestand und besteht keine Alternative. Die Entwicklungen der vergangenen Monate bestätigen die Entscheidung. Vor zehn Tagen wertete Herr Dr. Diederichs als Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer beim Jahresempfang im Schützenhaus, die Entwicklung der Verwaltung im Bereich Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung als positiv. Ich habe mich über diese klaren Worte gefreut. Betrachte ich diese in Zusammenhang mit meinen Gesprächen mit Unternehmern in unserer Stadt und in der Region – dann sage ich: Wir sind auf dem richtigen Wege! (…)(Aus der Rede von Beate Wilding anlässlich der Mitgliederversammlung von Bündnis’90/DIE GRÜNEN am Montag, 1. Dezember 2008, im Deutschen Röntgen-Museum)

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Peter Maar am :

Den Ausführungen der Oberbürgermeisterin zu einer neuen Gewerbeflächenpolitik in Remscheid kann man nur vollinhaltlich zustimmen. Es sind nicht die Gegner eines Gewerbegebietes Blume, die der wirtschaftlichen Weiterentwicklung der Stadt im Wege stehen. Es sind diejenigen, die nicht zur Kenntnis nehmen wollen, dass die Blume-Planungen sich jetzt am Ende der Sackgasse befinden, an der es keine Weiterfahrt mehr gibt. Hierauf haben die Blume-Gegner und auch ein großer Teil der Blume-Grundstückseigentümer seit vielen Jahren hingewiesen. Aber man wollte dies einfach nicht zur Kenntnis nehmen und hat - trotz Abwahl des Oberbürgermeisters und Verlust der absoluten CDU-Mehrheit wegen Blume - trotzig unter der Führung von Kennepohl weitergeplant. Die Bilanz im Jubiläumsjahr "10 Jahre Blume-Planungen" fällt mehr als ernüchternd aus: - Es gibt zwar mittlerweile zwei Bebauungspläne und eine Entwicklungssatzung, aber der Stadt gehört bis heute nicht ein einziger Quadratmeter Land in dem Plangebiet. Was den Grunderwerb angeht, hat die beauftragte LEG offenbar resigniert, denn mit wichtigen Grundstückseigentümern sind seit 18 Monaten keine oder bisher überhaupt keine Gespräche geführt worden. - Ein Grundstückseigentümer führt vor dem Oberverwaltungsgericht Münster wegen des Erlasses der Entwicklungssatzung Blume eine Klage gegen die Stadt Remscheid. Geht die Klage zu Gunsten des Klägers aus, bricht die gesamte Finanzierungsplanung des Gewerbegebietes (billiger Erwerb der Grundstücke durch die Entwicklungssatzung) zusammen. - Die Planungskosten für das Gewerbegebiet dürften sich nach jetzt zehn Jahren einschl. der erfolglosen Präsentationen auf der Gewerbeimmobilienmesse auf mindestens 1,5 Mio. bis zwei Mio. Euro belaufen. - Zehn Jahre hat man es unterlassen - und das trotz Kenntnis der offenbar nicht lösbaren Grunderwerbsfrage -, Alternativen zu entwickeln. Seit 1998 ist das Gleisdreieck in Bergisch-Born im Gebietsentwicklungsplan als Gewerbefläche für die Stadt Remscheid ausgewiesen. Es ist größer als das Gebiet an der Blume. Es ist, wegen der günstigeren Topografie, wesentlich kostengünstiger zu erschließen. Es stellt eine Ergänzung des Gewerbegebietes Bergisch-Born dar, ist in der Öffentlichkeit unumstritten und liegt nur wenige Minuten von der Autobahn entfernt (Anschlussstelle Wermelskirchen). Wenn man das Gleisdreieck mit der gleichen Intensität entwickelt hätte, wie dies mit der Blume geschehen ist, gäbe es dort schon längst Industrieansiedlungen. Die aktuellen Aussagen von Frau Rühl, das Gleisdreieck stände vor 2018 nicht zur Disposition, sind absolut unverständlich, ja lächerlich. Wieso 2018, warum nicht 2016 oder wie wäre es mit 2023? Wird an der Blume weiter zum Schaden der Stadt festgehalten, werden vor der Kommunalwahl im nächsten Jahr die Blume-Befürworter die dann zwangsläufige Frage beantorten müssen, die da lautet: Wie hälst Du es mit Enteignungen?

Hans Gerd Göbert am :

Ich kann unserer Oberbürgermeisterin nur zustimmen, wenn Sie vorschlägt, brachliegende Flächen im Stadtgebiet zu aktivieren, die dann ökologisch verträglich genutzt werden können. Wobei die ökologische Verträglichkeit die herausragende Rolle spielen muss. Es hat sich in den letzten Jahren eindeutig gezeigt, dass Planungen, die diesen Aspekt ursprünglich ignorierten und geradzu mit Brachialgewalt durchgesetzt werden sollten, letztendlich scheitern mussten. Das gilt für die Blume ebenso wie für Mixsiepen und könnte sich auch noch bei Planungen für die Wohnbebauung zeigen. Dafür können aber weder die OB, noch ihre Stadtplaner oder die diese Planungen befürwortenden Politiker etwas. Das ist einfach die Entwicklung, der man sich nicht verschließen sollte, wenn man nicht vor die Pumpe laufen will. Cést la vie!

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