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Cross-Border-Geschäft gerät zunehmend ins Wanken

Ja was denn nun? Gewinn oder Verlust?  Anfang November sah es noch so aus, aus könne die Wuppertaler Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG), an der die Stadt Remscheid über die Stadtwerke beteiligt ist, ihr risikoreiches Cross-Border-Geschäft mit einem Millionen-Gewinn beenden. Doch danach ging es Schritt und Schritt rückwärts Richtung Defizit. Und was AWG-Geschäftsführer Herkenberg gestern im Rat der Stadt Wuppertal zu sagen hatte, klang ganz anders als noch vergangenen Donnerstag im Rat der Stadt Remscheid: Er hoffe, dass die AWG aus dem US-Leasing-Geschäft "mit einem blauen Auge davon komme", wurde er heute in den WDR-Regionalnachrichten zitiert. Und: Die US-amerikanische Versicherung AIG verhindere die Auflösung des Geschäftes, so dass die Stadt Wuppertal einen Verlust in Millionenhöhe einfahre, wenn sie dennoch auf einem Rückkauf bestehe. Bis Mitte Januar gebe es eine Fristverlängerung. Der bislang errechnete Gewinn von mehr als zehn Millionen Euro sei inzwischen fraglich. Der Waterbölles dokumentiert die Wuppertaler Ratsvorlage nachfolgend:

„Die AIG (American International Group) als Eigenkapital-Erfüllungsübernehmer aus dem sog. Equity Payment Undertaking Agreement und damit als zur Auszahlung bestimmter Beträge verpflichtete Partei hat bisher ihre Zahlungsverpflichtungen in vollem Umfange erfüllt, d.h., dass alle Beträge auf Basis der ursprünglich üblichen Zinssätze ermittelt worden sind. Aufgrund der Vielzahl von Transaktionen, in die die AIG involviert ist, ist damit zwangsläufig extrem viel Liquidität aus dem Unternehmen abgeflossen. Die zuständigen Gremien der AIG haben dies zum Anlass genommen, bis zum 31.12.2008 im Rahmen der Auszahlungen (pay outs) nicht mehr mögliche fiktive Marktszenarien zu Grunde zu legen. (…)

Die AWG-Transaktion kann daher — anders als geplant — kurzfristig nicht aufgelöst werden. Der mit den Investoren vereinbarte Beendigungswert war bisher durch die anstehenden Zahlungen der AIG gedeckt. Durch die geänderte Auszahlungspraxis von AIG würde AWG nur noch eine Auszahlung erhalten, die eine kostenneutrale Umstrukturierung vermutlich nicht mehr möglich macht. Deshalb hat sich die AWG entschlossen, die Investoren um eine weitere Fristverlängerung über den 15.12.2008 hinaus zu bitten. Eine Fristverlängerung der Investoren bis zunächst 15.1.2009 liegt vor.“

Trackbacks

Waterbölles am : Cross-Border-Leasing läuft mit Bürgschaft noch bis 2025

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11. Februar 2010: US-Leasing der AWG: Fundierte Fragen stellten nur zwei 22. Januar 2010: Schriftlicher Bericht der AWG ließ manche Frage offen 19. März 2009: "Letter of Credit" erhöht materielle Risiken der Stadt nicht

Kommentare

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Wieland Gühne am :

So beginnt Herr Herkenberg langsam sein Vertrauen zu verspielen. Erst überrascht er uns alle, dass die Landesbanken noch mitspielen müssen, nachdem einige Tage vorher alles in trockenen Tüchern war. Jetzt soll sich auf einmal der alte "Erfüllungsgehilfe" quer stellen. W.i.R. haben nicht umsonst Mitte November von Zockerei gesprochen. Aber die Politik hatte schon wieder die Dollars in den Augen, als Herr Herkenberg von möglichen Gewinnen aus dem Geschäft sprach. Jetzt sind wir wieder bei Verlusten, welche gut verpackt auf den Gabentisch gelegt werden. Offensichtlich ist Herr Herkenberg völlig überfordert, und wir alle können uns beglückwünschen wenn es "nur" ein paar Millionen Euro Verluste gibt.

wieland Gühne am :

Um drohende Verluste aus den so genannten Cross-Border-Leasing-Geschäften zu vermeiden, hat nun auch Wuppertal um Kredithilfen beim Bund nachgesucht. Alles wird gut, so Herr Herkenberg noch vor Kurzem in den Remscheider Ausschüssen. Offensichtlich sieht jetzt alles ganz anders aus. Informationen, wenn auch nur schriftlich (wegen der Weihnachtspause), Fehlanzeige. Auch das, sehr geehrter Herr Herkenberg, sehr geehrter Herr Mast Weisz, gehört zu einem offen und tranzparenten Umgang mit der Situation. Stadtkämmerer Müller ist daran gescheitert.

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