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Doch noch eine Lösung für die Bücherei Lüttringhausen?

Am 25. Oktober 2007 hatte der Rat der Stadt beschlossen, zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stadtteilbibliothek in Lüttringhausen zu schließen. Zum Jahresanfang 2009 hat die W.i.R.-Fraktion nun ihre bereits am 18. Dezember 2007 im Waterbölles veröffentliche Idee modizifiert, die geplante Einsparung in Höhe von 115.000 Euro/Jahr (103.000 Euro Personalkosten + 12.000 Euro Miete) durch andere Einsparungsmaßnahmen zu erwirtschaften und damit den Fortbestand der Außenstelle zu sichern:

  • Der z. Zt. vorhandene Personalbestand im Bereich der Remscheider Bibliothek von 31 Mitarbeitern (= 28,78 Vollzeitstellen) wird um mindestens 2,5 Vollzeitstellen reduziert.
  • Das Gesamtangebot der Remscheider Bibliotheken wird durch Personaloptimierung ggf. durch geringe Veränderungen der Öffnungszeiten erhalten.
  • Die Verwaltung unterstützt durch geeignete Maßnahmen weiteres bürgerliches Engagement beispielsweise die „Lütterraten“ und wirbt dafür, dass diese den verbleibenden Personalkörper unterstützten (siehe Anlage des Antrages).
  • Die Verwaltung tritt in Verhandlungen mit dem Vermieter, ob bei einer Verlängerung des Mietvertrages günstigere Konditionen erreicht werden können.
  • Betreiber der Stadtteilbibliothek bleibt die Stadt Remscheid.

Begründung: Der W.i.R.-Fraktion erscheint es ungerecht und unangemessen, die nötigen, aber die Bürger besonders hart treffenden Haushaltseinsparungen ausschließlich auf die Lüttringhauser Bürger abzuwälzen. Durch den Erhalt des Standortes der Stadtteilbibliothek in der Gertenbachstraße könnte ein Publikumsmagnet erhalten bleiben. Insbesondere das Engagement der „Lütteraten“ in 2008 weckt berechtigte Hoffnung, bei einer fairen Lastenverteilung, dass sich weitere Bürger ehrenamtlich für „Ihre Bibliothek“ einsetzen. Des Weiteren ist auch vorstellbar, dass Schulen für bestimmte Arbeiten Patenschaften übernehmen.

Die Aktuelle Situation in der Hauptstelle: Öffnungszeiten 28 Stunden / Woche, Vollzeitstellen 24,98 (Kinder- und Jugendbibliothek, Graphothek, Erwachsenenbibliothek, Musikbibliothek, Fernleihe, Lesesäle, Bücherbus); in der Außenstelle Lüttringhausen: Öffnungszeiten 22 Stunden / Woche, Öffnungszeiten 22 Stunden / Woche, Vollzeitstellen 1,6; Außenstelle Lennep: Öffnungszeiten 22 Stunden / Woche, Vollzeitstellen 2,2; Gesamtvollzeitstellen 28,78 (31 Mitarbeiter), davon elf Diplom-Bibliothekare, zehn Büchereiassistenten, zehn Hilfskräfte (incl. Fahrer und Hausmeister).

Vorschlag der W.i.R.: Die Verwaltung, namentlich Dezernent Dr. Christian Henkelmann, wird beauftragt, zeitnah in Abstimmung mit der Politik und den Bürgern (u.a. der Lütteraten), ein Personalkonzept zu erarbeiten. Unabhängig davon sollte geprüft werden, welche Alternativen für die räumliche Unterbringung in Lüttringhausen vorhanden sind oder ob eine Mietminderung in den heutigen Räumen möglich ist. Sollte sich für gesamt Remscheid abzeichnen,  dass sich ein „Förderverein Bibliothek“ gründet, bitten W.i.R. die Verwaltung mit diesem Verein konstruktive Lösungen zu suchen, wie bürgerschaftliches Engagement und kompetente Professionalität der vorhandenen Mitarbeiter verbunden werden können.

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Kommentare

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Jürgen Breidenbach am :

Spät kommt er, aber er kommt. Schön wär´s, wenn der Vorschlag noch einmal Bewegung in das Trauerspiel um die Bibliothek brächte. In der Ratssitzung, als die Verantwortlichen für den unsäglichen Beschluss zur Stadtteilbibliothek die Glyzerintränen laufen ließen und den Bürgern ihr tiefstes Bedauern ausdrückten hieß es nur, man könne eben nicht anders. Genau da aber lag der Fehler und hier liegt auch heute noch der Ansatzpunkt für eine Chance, die Bücherei zu erhalten und dennoch die Sparziele zu erreichen. Nachdenken, Alternativen finden. Diese Mühe hatte sich weder der Rat noch die Bezirksvertretung gemacht. Aus der etwas schludrigen Fleißarbeit der Firma Rödl wurden ein paar Maßnahmen herausgepickt, denen als Auswahlprinzip der Weg des geringsten Widerstands anhängt und nicht derjenige politischer Schwerpunktsetzung auf der Basis eigener Grundsätze. Mit 55 zu Null beschlossen wurde dann das Maßnahmenpaket der Verwaltung übergeben; aber nicht mit dem Auftrag, stur wie ein Panzer einfach die Bücherei zu schließen, sondern, Zitat aus dem Ratsbeschluss: „Die Basis für die weitere Beratung in den Gremien ist der Vorschlag der Beratungsgesellschaft von Rödl & Partner. Ergänzungen seitens der Fraktionen, die Vorschläge des Verwaltungsvorstandes und eventuelle rechtliche Einschränkungen werden im weiteren Verfahren berücksichtigt.“ Es ist also noch nicht zu spät, eine Lösung zugunsten von Bildung in Remscheid zu finden, der Beschluss fordert sogar das Nachprüfen und ggfs. das Neuausrichten der Entscheidung. Bisher ist „nur“ der Mietvertrag gekündigt. Im Vordergrund könnte daher z.B. die Suche nach einer neuen, kostengünstigeren Bleibe in einem zentral gelegenen städtischen Gebäude in Lüttringhausen stehen; eine Lösungsmöglichkeit, von der schon einmal in Notzeiten Gebrauch gemacht wurde. Für die notwendige Personalreduzierung in diesem Teil der Verwaltung könnte ein konkreter Rationalisierungsauftrag für das gesamte Büchereiwesen helfen, was ja bisher nicht ernsthaft erfolgt ist. Um Vorwürfen des St. Florianprinzips gleich entgegenzutreten, könnte auch die „Lenneper Lösung“: Bibliothek erhalten, Bürgerbüro zentralisieren, noch einmal betrachtet und abgewogen werden. Die Fraktionen sollten also noch einmal in sich gehen, um die Aktionsfelder des „Sparens“ auch mit ihren eigenen politischen Grundsätzen in Übereinstimmung zu bringen. Bildungseinrichtungen sind da meines Wissens parteiübergreifend kein strategisches Sparziel. Daher ist der Vorschlag wirklich begrüßenswert, auch wenn er spät kommt.

Chronist am :

Im Rat der Stadt bestand Wieland Gühne, Fraktionsvorsitzender der W.i.R. heute nicht darauf, den Antrag zur Bücherei Lüttringhausen zur Abstimmung zu stellen. Man wolle die Diskussion über "die hoffnungsvollen Lösungsansätze der vergangenen Tage" erst einmal abwarten. Das sah der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans Peter Meinecke im weiteren Verlauf der Sitzung anders: "Die Schließung der Stadtteilbücherei Lüttringhausen und die drastische Verringerung des Personals erscheint mir dringend nötig und nicht mehr diskutierbar."

Chronist am :

Im Rat der Stadt zeigte sich Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz gestern zuversichtlich, das bis nach der Sommerpause und einem weiteren, dann dritten Gespräch mit den "Lütteraten" eine Möglichkeit gefunden wird, das Bibliotheksangebot in Lüttringhausen aufrechtzuerhalten, ohne den Schließungsbeschluss des Rates aufzuheben. Zur Sitzung hatte die W.I.R. ihren Antrag vom Februar erneuert, stellte ihn aber wiederum zurück in der Hoffnung auf eine "befriedigende Lösung".

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