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Herd-Ofen-Koks-Filter auch für Dioxine und Furane

Der Schornstein der Wuppertaler Müllverbrennungsanlage, an einem klaren Wintertag vom Hohenhagen aus  gesehen. Foto: Lothar Kaiser

Endstation für den Remscheider Hausmüll ist das Müllheizkraftwerk Wuppertal, mit dem sich in diesen Tagen im Zusammenhang mit dem „Abfallwirtschaftskonzept 2009“ Ausschüsse und Rat der Stadt befassen. Die Inbetriebnahme des Müllheizkraftwerks erfolgte im Jahr 1976. Betreiberin der Anlage ist die Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH Wuppertal (AWG). Der Kern der Verbrennungseinheiten besteht aus einer Walzenrostfeuerung. Dabei wird die für den Verbrennungsprozess wichtige Primärluft über Düsen durch die Rostwalzen in den Kessel eingeblasen. Diese Luftzufuhr gewährt eine optimale Verbrennung und damit die Minimierung von Schadstoffen. Über sechs rotierende Rostwalzen wird der brennende Müll mit gleichmäßigem Durchsatz durch die Kessel befördert. Bevor die Rauchgase endgültig den Verbrennungsraum verlassen, werden sie über zwei drehende Düsenrohre noch einmal mit Sauerstoff vermischt. Dadurch ist eine Temperatur von rund 850 Grad Celsius für zwei Sekunden sichergestellt, die die vollständige Verbrennung gewährleistet und die Entstehung von Schadstoffen minimiert. Weiter heißt es in der Verwaltungsvorlage:

„Die bei der Verbrennung entstehende Schlacke fällt hinter der letzten Rostwalze nach unten in den Nassentschlacker. Pro Stunde und Kessel (es gibt insgesamt 5 Kessel) beträgt der Mülldurchsatz je nach aktuellem Heizwert zwischen 12 und 15 Megagramm. Mit dem Energieinhalt des Abfalls wird in jedem der Verbrennungskessel eine Dampfmenge von 35 bis 50 Megagramm pro Stunde erzeugt. Der Dampf wird anschließend über zwei Turbinen geleitet, die je einen Generator zur elektrischen Energieerzeugung antreiben. Der gewonnene Strom wird zum Teil zur Deckung des eigenen Energiebedarfs genutzt, der Rest wird zur Verteilung an die WSW übertragen. Neben der Stromerzeugung dient der heiße Dampf auch zur Erwärmung von Wasser, das in das örtliche Fernwärmenetz eingespeist wird.

Die Rauchgase werden in einem mehrstufigen Verfahren gereinigt. Nach Verlassen der Kesselanlage durchlaufen die abgekühlten Gase zuerst den Elektrofilter, in dem die Staubpartikel abgeschieden werden. Anschließend gelangen die Rauchgase in die chemischen Reinigungslinien (Rauchgasvorreinigung). Dort werden Salzsäure, schweflige Säure und Schwefelsäure sowie Schwermetalle abgeschieden. Die Rauchgasnachreinigung entfernt mit Hilfe des Herd-Ofen-Koks-Filters darüber hinaus auch Dioxine und Furane aus dem Abgas. Im Gas enthaltene Stickoxide werden im anschließend durchströmten Katalysator in Stickstoff und Wasserdampf umgewandelt. Das Müllheizkraftwerk ist technisch so hoch entwickelt, dass die Anforderungen der 17. Bundesimmissionsschutzverordnung sicher erfüllt werden.

Die Eigentumsverhältnisse des Kraftwerks haben sich 1995 und 1998 geändert. Die Anteile der Städte Remscheid (25 %) und Wuppertal (75 %) sind 1995 an die Stadtwerke Remscheid GmbH (24,97 %) und Wuppertaler Stadtwerke AG (74,97 %) verkauft worden. Den Städten verbleibt ein Gesellschafteranteil in Höhe von jeweils 0,03 %. Zum 1.1.1998 haben die Stadtwerke Velbert eine Beteiligung von 4,5 % vom Anteil der Wuppertaler Stadt­werke (es verbleiben 70,47 %) erworben. Zum 23.11.2007 fand eine Umfirmierung der Wuppertaler Stadtwerke AG zur Wuppertaler Stadtwerke GmbH statt, dabei ergaben sich keine Änderungen der Gesellschafter und der Kapitalverhältnisse.“

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