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Fast jedes dritte Kita-Kind spricht zu Hause kein Deutsch

Prozentual die meisten Jungen und Mädchen mit Migrationshintergrund besuchen in Remscheid Kitas von freien Trägern, prozentual die wenigsten die von konfessionellen. Im Einzelnen ergibt sich folgendes Bild: Von den 3.645 Kindern, die am 15. März vergangenen Jahres in Remscheider Kindertageseinrichtungen betreut wurden, hatten 43,7 Prozent (1.592 Kinder) einen Migrationshintergrund, und 31,7 Prozent (1.158 Kinder) sprachen in ihren Familien vorrangig eine nicht deutsche Sprache. Zahlen aus einer Verwaltungsvorlage, die heute der städtische Migrationsausschuss zur Kenntnis nahm. Weiter aufgeschlüsselt:

In städtischen Kindertageseinrichtungen hatten von 1.417 Kindern 50,6 Prozent (717 Kinder) einen Migrationshintergrund, und es sprachen 41,4 Prozent (587 Kinder) in ihrer Familie vorrangig eine nicht deutsche Sprache. In den konfessionellen Einrichtungen hatten von 1.197 Kindern 34,8 Prozent (417 Kinder) einen Migrationshintergrund, und bei 21,2 Prozent (254 Kinder) wurde in den Familien vorrangig nicht Deutsch gesprochen. Bei den sich in freier Trägerschaft befindenden Einrichtungen hatten von 1.031 Kindern 44,4 Prozent (458 Kinder) einen Migrationshintergrund, und bei 30,7 Prozent (317 Kinder) wurde in den Familien vorrangig nicht Deutsch gesprochen.

19,42 Prozent aller Kinder nehmen im laufenden Kindergartenjahr 2008/2009 an einer Sprachförderungsmaßnahme teil. In den städtischen Einrichtungen sind es 155 Kinder im zweiten und 143 Kinder im ersten Förderjahr gemäß Delfin 4 (21,03 Prozent), in den  konfessionellen Einrichtungen 90 Kinder im zweiten und 124 Kinder im ersten Förderjahr (17,87 Prozent) und bei den freien Trägern 92 Kinder im zweiten Förderjahr und 104 Kinder im ersten (19,01 Prozent).

Im Kindergartenjahr 2008/2009 werden den städtischen Kitas für die Sprachförderung Landesmittel in Höhe von insgesamt 101.320 € bewilligt, den konfessionelle Kindertaqeseinrichtunqen 72.760 € und den übrigen freien Kindertaqeseinrichtunqen 66.640,00 € . Macht zusammen 240.720 €.

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Waterbölles am : Sprachförderung von Migrantenkindern bleibt Dauerthema

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„Zum neuen Schuljahr sieben Grundschulklassen weniger“, titelte der Waterbölles am 1. Februar. Die Mitteilung über die aktuellen Schülerzahlen zum Schuljahr 2010/2011 beschäftigte gestern auch den Integrationsausschuss. Besorgt über große Eingangsklassen

Kommentare

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Michael Dickel am :

Gibt es auch eine Statistik, aus der man erkennnen kann, wie viele der Eltern, die mit ihren Kindern nicht in deutscher Sprache kommunizieren, eine deutsche Staatsbürgerschaft angenommen haben? Diese Zahlen sind ein Skandal. Da es sich um Kindergartenkinder handelt, sind deren Eltern sicher nur selten gerade eingewandert, sondern meist schon in der 3. Generation in Deutschland. Es hat auch nichts mit Ausländerfeindlichkeit zu tun, wenn man diese Entwicklung als bedrohlich für unsere Gesellschaft bezeichnet. Was werden die Landesmittel zur Sprachförderung bewirken? Das die schulischen Leistungen etwas besser werden, aber zu Haus immer noch schön "nicht Deutsch" gesprochen wird? Mein Traum: Religionsunterricht, ganz gleich ob schulisch, in Kirchen oder Moscheen und ganz gleich welche Konfession, hat in Deutsch durchgeführt zu werden. Freie Religionsausübung ja - aber bei Kindern nur und ausschließlich in Deutsch. Dann werden sich diese Zahlen schnell relativieren.

Christoph Humpert am :

Also wenn ich in der Türkei arbeiten und wohnen würde, dann würde ich auch zu Hause Deutsch sprechen. Das ist doch ganz normal! Die Sprachförderung in Deutsch finde ich super und den Englischunterricht ab der Grundschule ebenfalls. Es sprechen halt immer mehr Menschen kein Deutsch bzw. weniger Deutsch. Das ist bei allen Migranten in Deutschland so, aber auch bei jedem Studenten, der immer mehr Fachliteratur in Englisch lesen muss oder Vorlesungen in Englisch besucht. Die deutsche Sprache muss erhalten und gefördert werden, aber die Weltsprache Englisch und MultiKulti ist nicht aufzuhalten!

Christoph Humpert am :

Noch ein Nachtrag: Islamunterricht in deutscher Sprache wird es, denk ich, so nicht geben, weil die Sprache des Koran halt arabisch ist. Grundsätzlich finde ich die Idee aber gut. Noch besser wäre es, wenn der ganze Unterricht, auch der Religionsunterricht, in Englisch gehalten würde. Das ist meine Wunschvorstellung!

Michael Dickel am :

Zuerst einmal - es geht mir nicht um "Deutschtümelei". Es geht mir um kleine Kinder. Und da versucht man als fürsorgliches Elternpaar, den Kindern das Leben in einem Land nicht zusätzlich zu erschweren, indem man ausschließlich nicht die Landessprache spricht. Genau hier beginnt aber der große Dissens zwischen der Erwartungshaltung der Gesellschaft und den betroffenen Eltern. Diese stehen auf dem Standpunkt: Deutsch sollen die Kinder in dem Kindergarten und in der Schule lernen. Das sie damit aber mit einem Defizit starten und deshalb ein Englischunterricht ja dann am besten gleich mit deutschen und türkischen Übersetzungen gehalten werden muß, scheint Ihnen ja sogar wünschenswert. Selbstverständlich ist die Muttersprache ein wichtiges Gut und sollte erhalten werden. Aber denken Sie, es wäre bei kleinen Kindern hilfreich, zu Hause ausschließlich Deutsch zu sprechen, wenn Sie in den USA leben? Zumindest ein Elternteil sollte die Landessprache sprechen, die in dem Land, wo man lebt, gesprochen wird. Und wenn ich mich nicht irre, wurde die Bibel auch nicht in Deutsch geschrieben. Trotzdem käme man nicht auf die Idee, den Unterricht in hebräisch abzuhalten. Dass sich die Welt auf eine Sprache als Hauptsprache einigt, wäre auch mein Wunschtraum. Diese sollte dann in allen Ländern zumindest als 1. Fremdsprache gelehrt werden. Die "Muttersprache" braucht man darüber nicht zu vergessen und zu leugnen. Ob es wirklich Englisch sein muss, sei dahingestellt.

Chronist am :

"In seiner gestrigen Sitzung beschäftigte sich der Ausschuss für Migrationsfragen schwerpunktmäßig mit dem Thema „Sprachförderung“. Peter Nowack von der Abteilung Kindertageseinrichtungen erläuterte, dass zur Zeit 708 Kinder eine Sprachförderung erhalten. Hierbei handelt es sich keineswegs nur um Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund. Erfreut zeigten sich die Ausschussmitglieder über seine Aussage, dass sich das Sprachverhalten der eingeschulten Kinder im Vergleich zum Vorjahr gebessert habe. Hier beginnen die durchgeführten Sprachfördermaßnahmen erste Früchte zu tragen. Auf Wunsch des Ausschusses wird Peter Nowack gemeinsam mit Dr. Hakan Akgün von der RAA Überlegungen anstellen, wie künftig der Bedarf an sog. Rucksackgruppen in den Kindertageseinrichtungen festgestellt werden kann." (städt. Pressemitteilung)

Lothar Kaiser am :

"Fast jeder dritte Kind..." stand bis jetzt in der Überschrift. Dank an die anonyme Leserin ("Frau Duden") die soeben auf den Tippfehler hinwies. Ausgerechnet bei diesem Thema.

Chronist am :

Auch der Jugendhilfeausschuss beschäftigte sich (heute) mit der Verwaltungsvorlage zur Sprachförderung in den Kitas. Anerkennend stellte dabei Susanne Pütz (CDU) fest, die Stadt habe noch nie soviel Geld in die Sprachförderung investiert wie in diesem Jahr. Und sie zitierte Schulrätin Anne Hackländer mit den Worten, es gebe beim Sprachvermögen eine "gefühlte Verbesserung". Pütz: "Wir sind also auf einem guten Weg!" Auf die Frage von Karl-Richard Ponsar vom Deutschen Kinderschutzbund, wie viele Kinder in Remscheid eingeschult würden, ohne zuvor eine Kita besucht zu haben, antwortete Peter Nowack, Abteilungsleiter für Tageseinrichtungen im Fachbereich Jugend, Soziales, Wohnen: „Das sind absolute Einzelfälle, in diesem Jahr waren es nur zwei!“

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