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Stadtwerke haben Investor für Hallenbadgelände gefunden

Plan: Architekt Miroslav Sramek, HagenDie Stadtwerke Remscheid haben das 3.500 Quadratmeter große Gelände des früheren Lüttringhauser Hallenbades zwischen Schmittenbuscher, Friedhof- und Adolf-Clarenbach-Straße an die Wittener Vermögensverwaltung Kluthe&Partner verkauft. Das Unternehmen, das im Ruhrgebiet rund 800 Wohnungen vermietet hat, will in Lüttringhausen bis Herbst nächsten Jahres zwei langgestreckte, zweigeschossige Gebäude errichten mit 46 bis 50 öffentlich geförderten, seniorengerechten Wohnungen für ein bis zwei Personen. Die Einzel-Appartements sollen zwischen 47 und 52 Quadratmeter groß werden, die Zwei-Personen-Wohnungen zwischen 62 und 67 Quadratmeter. Zusammen mit dem Hagener Architekten Miroslav Sramek stellte Heiko Kluthe die Pläne gestern den Mitgliedern des städtischen Bauausschusses vor:

„Die Wohnungen werden barrierefrei sein einschließlich Aufzüge vom Erd- ins Obergeschoss.“ Den Quadratmeterpreis nach Mietstufe 4 bezifferte er mit 4,85 Euro. In Kürze werde man bei der Stadt die Baugenehmigung und beim Land Fördermittel beantragen, kündigte Kluthe an. Mit dem Baubeginn rechnet er für Herbst dieses Jahres. Als Vermieter werde Kluthe & Partner mit einem großen örtlichen Wohlfahrtsverband einen Betreuungsvertrag abschließen. Die darin vereinbarten Leistungen könnten dann später die Senioren, die in die beiden neuen Häuser einziehen,  nach individuellen Erfordernissen gegen Bezahlung anfordern.

Ursprünglich waren auf dem Gelände 16 Doppelhäuser mit 32 Wohnungen geplant. In einem ersten Kommentar zeigte sich Peter Maar, der Vorsitzende des Heimatbundes Lüttringhausen, enttäuscht über die verdichtete Bebauung und sprach von „Einfallslosigkeit“. Unter den Zuschauern der Bauausschuss-Sitzung war auch Stephan Jasper von den Grünen. Diese waren im Mai 2007 im Bauausschuss mit ihrem Antrag abgeblitzt, für das Hallenbad-Gelände eine energetische Bauweise und erneuerbare Energien zu prüfen. Der Hauptausschuss hatte daraus wenige Tage später eine (vage) Anregung an potenzielle Bauherren gemacht, wohl auch, weil der Lüttringhauser Bezirksvorsteher Phillipp Veit (CDU) gewarnt hatte, Investoren nicht zu verschrecken. Ob der neue Investor aus Witten die Anregung einer energetischen Bauweise aufgreifen wird, war gestern im Bauausschuss kein Thema. Das grüne Ausschussmitglied Günter Bender fragte nicht danach …

Beim „Kottenbutteressen“ des Heimatbundes im Januar vergangenen Jahres hatte Karl-Heinz Meermagen, der Vorsitzende des Beirates, an den ersten Investor erinnert, die Remscheider Westgrund AG, die auf dem Gelände vor einigen Jahren bereits eine ansehnliche Baugrube ausgehoben und diese mit einem mobilen, multifunktionalen Segment-Edelstahlzaun hatte umgeben lassen, dann aber überraschend wieder von dem Projekt zurückgetreten war. In der Folgezeit hatten sich die Stadtwerke Remscheid wiederholt vergeblich um Investoren bemüht.

Trackbacks

Waterbölles am : Pläne des Investors entsprechen Gestaltungssatzung nicht

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Pressemitteilung des Heimatbundes Lüttringhausen Ein vom Heimatbund durchgeführter Abgleich der vorliegenden Bebauungsplanung mit den Vorschriften der Gestaltungssatzung für den Ortskern Lüttringhausen, die auch für das in Planung befindliche Grundstück

Waterbölles am : Neues Altenheim ohne Wohngruppen für Demenzkranke!

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Ende August 2007 gab der Bauausschuss grünes Licht für den Bau eines Altenheims am Otto-Lilienthal-Weg auf dem Hohenhagen. Mit Wohngruppen für Demenzkranke. Gebaut ist es bis heute nicht. Und aus dem Konzept wurden die Wohngruppen inzwischen gestrichen.

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Ende August 2007 gab der Bauausschuss grünes Licht für den Bau eines Altenheims am Otto-Lilienthal-Weg auf dem Hohenhagen. Mit Wohngruppen für Demenzkranke. Gebaut ist es bis heute nicht. Und aus dem Konzept wurden die Wohngruppen inzwischen gestrichen.

Kommentare

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Peter Maar am :

Der Heimatbund Lüttringhausen e.V. wird den Bebauungsvorschlag für das frühere Hallenbadgrundstück genau prüfen und noch vor der für den 4. Februar geplanten Sitzung der Bezirksvertretung Lüttringhausen eine umfassende Stellungnahme abgeben. Soviel lässt sich allerdings jetzt schon zu den Planungen feststellen: Mit den ursprünglich von Politik und Verwaltung zu Recht vorgegebenen hohen gestalterischen Anforderungen an die Bebauung des Geländes hat der jetzt vorgelegte Bebauungsvorschlag auch nicht annähernd etwas zu tun. Geplant ist eine maximale Bebauung mit zwei je ca. 50 Meter langen einfallslosen Baukörpern. Dem Umstand, dass das Baugrundstück unmittelbar an den durch die Denkmalbereichssatzung geschützten historischen Ortskern angrenzt und im Bereich der Gestaltungssatzung für das Ortszentrum liegt, wird mit dem vorliegenden Vorschlag in keiner Weise Rechnung getragen. Bemerkenswert ist auch der Umstand, dass das Grundstück durch die Stadtwerke bereits an den Investor verkauft worden ist. Die Möglichkeiten der Stadt, auf die künftige Bebauung dieses für den historischen Ortskern so wichtigen Grundstückes Einfluss zu nehmen, sind durch diese Vorgehensweise erheblich verringert worden.

Fraktion der SPD am :

Endlich haben die Stadtwerke für das lange verwaiste Grundstück der ehemaligen Badeanstalt einen Investor gefunden. Die Firma Kluge & Partner stellte gestern im Bauausschuss einen ansprechenden Bebauungsvorschlag für den Bau von behindertengerechten Seniorenwohnungen vor. Noch offene Fragen der baulichen Gestaltung sollen in der Sitzung der Sitzung der BV Lüttringhausen am 4. Februar diskutiert werden. „Die Fraktion der SPD in Lüttringhausen sieht dieses Vorhaben als eine sehr wichtige von vielen nötigen Vorhaben an, das alte „Dorf“ wieder zu beleben und eine Brache einer sinnvollen Nutzung zuzuführen“, so der stellvertretende Bezirksvorsteher Heinz-Jürgen Heuser. (Martin Brink, SPD-Fraktionsgeschäftsführer)

Heimatbund Lüttringhausen e.V. am :

Wir sind erstaunt darüber, dass seitens der SPD der Bebauungsvorschlag für das Hallenbadgrundstück in Lüttringhausen als "ansprechend" bezeichnet wird, obwohl außer Herrn Heuser die übrigen Mitglieder der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Lüttringhausen diese Planungen überhaupt noch nicht kennen. Wir gehen aber davon aus, dass sich die Mitglieder der Bezirksvertretung daran erinnern werden, welche gestalterischen Ansprüche sie einst an die Bebauung dieses Grundstückes gestellt haben.

Chronist am :

Eigentlich sollte am kommenden Mittwoch in der Sitzung der Beziksvertretung Lüttringhausen das Bebauungskonzept durch den Investor vorgestellt werden. Die Bauverwaltung möchte jedoch mit dem Investor noch Gespräche führen, um anschließend ein gemeinsames abgestimmtes Konzept vorstellen zu können, teilte heute Bezitrksvorsteher Philipp Veit mit. Ein Bauantrag sei bisher noch nicht gestellt worden. "Daher wird dieser Tagesordungspunkt in der nächsten Bezirksvertretungssitzung nicht behandelt."

Heimatbund Lüttringhausen e.V. am :

Man muss sich schon darüber wundern, wie es möglich sein konnte, dass die städtische Bauverwaltung das Bebauungskonzept des Investors für das frühere Hallenbadgrundstück, welches massiv gegen die Getaltungssatzung für den Ortskern Lüttringhausen und wahrscheinlich auch gegen den Bebauungsplan verstößt, in die politische Beratung geben konnte. Weiter kann man nur darüber erstaunt sein, dass der Bauausschuss die Planungen einfach durchwinkte, ohne auch nur eine einzige kritische Frage zu stellen. Dabei wünschte die Bauausschuss-Vorsitzende zum Ende der "Präsentation" den Investoren bei der Umsetzung ihrer satzungswidrigen Planungen auch noch "viel Glück". Pech gehabt: Erst der massive Protest des Heimatbundes bringt die Verwaltung jetzt dazu, mit dem Investor ein - hoffentlich satzungskonformes - Konzept zu erarbeiten.

Heimatbund Lüttringhausen am :

Um es vorweg zu nehmen: Auch der Heimatbund Lüttringhausen ist für eine möglichst schnelle Bebauung der Brache des früheren Hallenbadgeländes an der Adolf-Clarenbach-Straße. Doch die Pläne, die Anfang des Jahres von einem Investor aus Witten vorgelegt wurden, konnten so nicht akzeptiert werden. Zwei riesige Klötze, jeweils fast 50 Meter lang und 16 Meter breit, sollten auf dem Grundstück errichtet werden, welches im Bereich der Gestaltungs- und der Denkmalbereichssatzung für den historischen Ortskern liegt. Kritiklos nahm der Bauausschuss des Rates der Stadt Remscheid die Pläne zur Kenntnis und den Investoren wurde beim Verlassen des Sitzungsraumes „viel Glück“ bei der Umsetzung der Planungen gewünscht. Der Heimatbund Lüttringhausen, der viele Jahre für den Erlass der genannten Satzungen zum Schutz des Ortskernes gekämpft hatte, konnte diese Verfahrensweise nicht akzeptieren, denn die Planungen verstießen in einer Vielzahl von Punkten gegen die vom Rat beschlossenen Satzungen. Die Proteste des Heimatbundes führten schließlich dazu, dass der Fachbereich Stadtentwicklung der Stadt Remscheid einschließlich der Denkmalbehörde mit Vertretern des Heimatbundes die Planungen eingehend erörterte und zugesagt wurde, dass der Investor die Planungen überarbeiten würde. Dies ist zwischenzeitlich geschehen und vor wenigen Wochen wurden dem Heimatbund im Beisein von Fraktionsvertretern die neuen Pläne vorgestellt. Zusammengefasst sah das Ergebnis wie folgt aus: Aus Zwei mach Drei = aus zwei riesigen Baukörpern wurden drei gemacht, ein sehr großer, zwei etwas kleinere. Die Anzahl der geplanten Wohnungen wurde dabei noch erhöht: Von ursprünglich 48 auf jetzt 53. Mit dieser überarbeiteten Planung konnten sich die Vertreter des Heimatbundes ebenfalls nicht anfreunden, denn die Maßstäblichkeit der Gebäude passt nach wie vor in keiner Weise zu der kleingliedrigen Bebauung des unmittelbar angrenzenden historischen Zentrums und die Architektur machte ebenfalls weiterhin einen einfallslosen Eindruck. Erneut wurde durch die Vertreter der Stadt zugesagt – auf Forderung des Heimatbundes auch unter Beteiligung der Denkmalbehörde – mit den auswärtigen Investoren die Planungen im Detail zu überdenken. Die jetzt der Bezirksvertretung und dem Bauausschuss am 16.6.2009 vorliegenden und nochmals überarbeiteten Pläne – vor allem für die beiden „kleineren“ Häuser – stellen zwar eine Verbesserung gegenüber den ursprünglichen Planung dar, sie sind aber weiterhin von ihren Größenverhältnissen her und teilweise auch gestalterisch unbefriedigend. Dies gilt in erster Linie für das „Hauptgebäude“ am Standort des früheren Hallenbades, welches aus Kostengründen über Laubengänge erschlossen wird, die man aus den 60er Jahren noch in Erinnerung hat. Und der Innenbereich der drei „seniorengerechten“ Wohnblöcke wird von fast 40 PKW-Einstellplätzen „verschönt“ und bietet keinerlei Aufenthaltsqualität für die wohl in erster Linie älteren Bewohner. Auf den Bau einer Tiefgarage wurde aus Kostengründen von Anfang an verzichtet. Weiterhin ist klar erkennbar, dass die wirtschaftlichen Interessen und die entsprechende Renditeerzielung der Investoren absoluten Vorrang haben vor einer vernünftigen, dem Stadtbild gerecht werdenden, Bebauung. So bleibt nur ein Trost: Wenn der Heimatbund sich der Angelegenheit nicht energisch und kompetent angenommen hätte, wären die ursprünglichen Pläne, die zwei „Seniorenkasernen“ hervorgebracht hätten, Wirklichkeit geworden. (Peter Maar)

Chronist am :

In einer Sondersitzung nahm die Bezirksvertretung Lüttringhausen heute den neuen Plan zustimmend zur Kenntnis und regte zugleich an, die Anzahl der Stellplätze zugunsten von Grünflächen zu reduzieren. Kurz darauf machte der Bauausschuss zur Mitteilungsvorlage der Verwaltung über die drei Neubauten zur Beschlussvorlage - und forderte ebenfalls weniger Stellplätze. Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein: "Wir werden versuchen, die Stellplätze auf das notwendige Maß zu reduzieren!"

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