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Betonmauer am Bahnhof bietet viel Platz für Sprayer

Neue Betonmauer am Bahnhof bietet viel Platz für Sprayer. Foto: Lothar Kaiser

Es ist still geworden um die von den Grünen initiierte Graffiti-Aktion der Stadt. Das kann an der Jahreszeit liegen, vielleicht aber auch am misslungenen Start. Und damit ist nicht der peinliche Zwischenakt der Aktion von Oktober gemeint, sondern die fehlende Konzeption und Steuerung. Denn während Fabian Klein und Sebastian Sept die Betonwand an der Fußgängertreppe zur Bushaltestelle Ulmenstraße gut ausfüllten, war die Stützmauer für die beiden (noch dazu sehr unterschiedlichen) Arbeiten von Nicki Arshad und Mariola Klosowski einfach zu groß (am 25. November 2007 vermisste der Waterbölles „künstlerische Absprachen“). So groß ist die Betonfläche, dass sich inzwischen ein unbekannter Sprayer mit den üblichen Nonsens-Schmierereien hinzu gesellen konnte (Foto unten). Bisheriges Fazit der Graffiti-Aktion: gewollt, aber nicht gekonnt.

Schmierereien ohne Sinn und Verstand. Foto: Lothar Kaiser

Das lässt einiges befürchten für die inzwischen fertiggestellte Betonwand zwischen „Kreisel“ und neuem Bahnhofsgebäude (Foto oben). Zwar versicherte Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein vergangene Woche im Hauptausschuss, im städtebaulichen Vertrag mit dem Bahnhofsinvestor HBB sei festgehalten, dass die Betonwände einen Graffiti-Schutzanstrich bekämen. Zu befürchten ist dennoch, dass der FDP-Fraktionsvorsitzende Wolf Lüttinger Recht behält, der im Hauptausschuss vermutete, auf der Fläche werde man wohl demnächst den Inhalt sämtlicher Remscheider Spraydosen wiederfinden. Wenig begeistert zeigte er sich im Übrigen von den Dimensionen der Betonwand: „Zweieinhalb Meter hoch!!“

Dass sich Lüttinger über die großen Betonmauern am Bahnhofskreisel wunderte, wunderte wiederum den W.i.R.-Fraktionsvorsitzenden Wieland Gühne: „Herr Lüttinger, Sie als Architekt haben bei Plänen doch ein Vorstellungsvermögen. Als ich die Pläne gesehen habe, war mir klar, was da kommen wird!“

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Kommentare

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Horst Fischer am :

Man muss nur Reklame machen für freie Sprayer-Flächen, dann werden sie auch angenommen.

Hans Gerd Göbert am :

Mich verwundern diese hohe Betonmauern nicht, stehen sie doch in der Planung als so genannte Bastion. Die niemand einnehmen kann, außer den Sprayern. Es verwundert mich allerdings, dass nun einige Politiker über die Ausmaße verwundert sind. Wo man es doch in den Planungen nachlesen und sich irgendwie auch vorstellen konnte. Daher gäbe es für mich nur eine vernünftige Lösung: Vor den Mauern etwa einen halben Meter Platz zu lassen und dort schöne, robuste, schnell wachsende und immergrüne Ranken zu pflanzen. Das Grünflachenamt wird schon die richtige Sorte aussuchen. Das scheuen Sprayer wie die Pest, nimmt der Bastion die ungeheure Wucht, gibt Kleintieren eine Heimat und passt sich dann dem schönen Ensemble am Willy-Brandt-Platz an.

Peter Matzner am :

Zum Punkt Begrünung stimme ich Ihnen zu. Allerdings erinnert mich dies an die Diskussion über das neue Trassenteilstück, oder?

Chronist am :

Die neue Mauer ist jedoch für eine Fortsetzung der städtischen Graffiti-Aktion nicht vorgesehen. Wohl aber die Mauer des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums an der Ludwigstraße. Auf Nachfrage von David Schichel von den Grünen kündigte Michael Ketterer (Abteilungsleiter Jugendhilfe) für das Frühjahr einen Aufruf an jugendliche Sprayer an, sich um die Ausgestaltung der Wandfläche zu bewerben. Schichel hatte zuvor bemängelt, die Graffiti-Arbeiten an der Haddenbacher Straße seien sehr verschieden ausgefallen und wirkten insgesamt wie Stückwerk. Ketterer entgegnete, auch für die Wand an der Ludwigstraße rechne er nicht mit einem "stimmigen künstlerischen Gesamtbild". Da scheint noch Abstimmungsbedarf zu bestehen...

nicky arshad am :

1. die mauer an der haddenbacher strasse ist nicht zu klein, die fläche wurde gedrittelt. erstes drittel wurde bis oben hin gestaltet, auch wenn es provokativ erschien, das dritte stück wollte der jugendrat einem ausgewählten "sprayer" überlassen. 2. die absprache mit maria klosowski hat aus konzeptioneller sicht nicht stattgefunden, weil sie nicht dafür offen war. 3. es wäre ratsam sich mit den malern auf ein motiv zu einigen. ich würde mich dessen gerne annehmen.

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