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Dreiangelstraße, ein Spiel mit verdeckten Karten?

Dieses alte bergische Fachwerk-Ensemble an der Dreiangelstraße in Hasten wird nach den Plänen der Verwaltung demnächst inmitten eines Gewerbegebietes liegen. Foto: Lothar Kaiser

Manchmal glaube ich, der W.i.R.-Fraktion ist eine Anfrage an die Verwaltung wichtiger als deren Antwort – dann jedenfalls, wenn die Medien vorab über die Anfrage berichtet haben, und sei es auch noch so kurz. Beispiel: Dreiangelstraße. Zur gestrigen Sitzung des Bauausschusses hatte die W.i.R. den Antrag gestellt, den Bestandsschutz für die vorhandene Wohnbebauung an der Dreiangelstraße verbindlich zu sichern, indem das angrenzende Gelände als Mischgebiet beibehalten und nicht als Gewerbegebiet festgesetzt wird. Doch abgestimmt wurde darüber gestern nicht. Stattdessen beantragte Alexander Ernst von der W.i.R. die Vertagung des Tagesordnungspunktes, fand aber dafür im Ausschuss keinen einzigen Befüworter. Sitzungsleiter Kai Kaltwasser: „Wollen Sie jetzt über den eigentlichen Antrag abstimmen lassen?“ – „Nein.“ Vielmehr stimmte Ernst mit CDU, SPD und FDP dafür, den „Bebauungsplan Nr. 619 – Gebiet Dreiangelstraße, südlich Hastener Straße“ förmlich aufzustellen und offenzulegen. Jutta Velte und Klaus Lellek (neuer Sachundiger Bürger der Grünen) enthielten sich der Stimme, weil die Frage der Entwässerung des geplanten Gewerbegebietes noch unklar sei: „Das können wir so nicht mittragen!“ Und auch von der SPD kam eine Enthaltung.

Dabei war Alexander Ernst zunächst sehr forsch gestartet. Die W.i.R. wolle gerne wissen, ob es tatsächlich um die Entwicklungschancen der Fa. Gommann und die Sicherung der dortigen Arbeitplätze gehe, und hätte daher gerne eine Stellungnahme der Firma. Denn man habe gehört, dass das neue Industriegelände gar nicht von Gommann selbst genutzt, sondern vermietet werden solle. Und wenn dem so wäre, ginge es ja gar nicht um die Existenzsicherung der Fa. Gomann. In der Tat eine interessante Frage. Ob sie im Laufe des Planverfahrens beantwortet werden wird? „Es brennt nichts an“, verwies Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein gestern (wie schon am 14. Januar in der Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid) auf die Offenlegung des Bebauungsplanes und auf die Möglichkeit der Anwohner, weitere Anregungen zu geben und Bedenken zu äußern.

Direkt angrenzend an die unter Denkmalschutz stehenden Häuser Dreiangelstraße 18, 18a und 20 (auf dem Foto links von den Häusern) soll eine zehn Meter hohe Halle errichtet werden. Für die eigene Produktion oder zur Vermietung? Geht es in dem Planverfahren wirklich um bestehende Arbeitsplätze und deren Erhalt oder um zusätzliche Einnahmen durch die Vermarktung/Vermietung von Grundstücken an andere Unternehmer? Rosemarie Stippekohl (CDU) und York Edelhoff (SPD) gingen in der gestrigen Diskussion davon aus, dass die Fa. Gommann tatsächlich ihren Betrieb erweitern will – und zeigten dafür Verständnis. Ebenso aber auch für die „Nöte der Anwohner“ (Stippekohl).

Doch nicht Vermutungen sind hier gefragt, sondern Fakten. Angefangen bei der Zahl der Mitarbeiter. „300“ schätzte Sonnenschein in der BV-Sitzung am 14. Januar. Anwohner, die die Autos auf dem Firmenparkplatz gezählt hatten, vermuten, es seien lediglich 50. Rosemarie Stippekohl wünschte sich gestern „eine Entscheidung zu Gunsten aller“. Das dürfte schwer fallen. „Ein Mischgebiet ist auch keine Lösung“, meinte Hans Lothar Schiffer (FDP). „Da sind die Reibereien schon vorprogrammiert!“

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