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Verstärkte Suchtprävention an Remscheider Schulen

Bernd Liebetrau vom Diakonischen Werk, Maria Wickendick von der Albert Einstein Gesamtschule und Marion Marxen vom Röntgengymnasium entwickeln derzeit ein Arbeitspapier zur Ausbildung von Schülern als Ansprechpartner zum Thema Sucht. Das Konzept „Euro Peers“, das europaweit bereits vielerorts umgesetzt wird, besteht darin, Schüler in die Lage zu versetzen, sich gegenseitig zu helfen, zu unterstützen und das Signal zu geben, dass über das Thema Sucht gesprochen werden kann. Die Schüler, die im Rahmen dieses Projektes ausgebildet werden sollen, werden vier Schulungseinheiten absolvieren und währenddessen, sowie im Rahmen ihrer späteren Tätigkeit von einem Lehrer begleitet.

Frauke Türk vom Fachdienst Gesundheitswesen berichtet im Jugendrat über das Projekt „HALT“. Hintergrund: In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Anzahl Jugendlichen verdoppelt, die extrem riskant Alkohol konsumieren und auffällig werden. Das örtliche Krankenhaus schätzt, das jedes Wochenende ein bis zwei Kinder/Jugendliche aufgrund von Alkoholmissbrauch eingeliefert werden. Das Projekt „HALT“ sieht vor, dass sich ein „Runder Tisch“ bildet, der sich aus Mitarbeitern der Polizei, des Ordnungsamtes, des Gesundheitswesens und natürlich der Jugendarbeit zusammensetzt.  „HALT“ setzt auf die beiden Faktoren Verhältnis- und  Verhaltensprävention. Das bedeutet, dass zum einen bereits sehr früh interveniert wird. Werden Kinder/Jugendliche ins Krankenhaus gebracht, wird dort mit ihnen und ihren Eltern über das Thema Alkohol gesprochen und darüber, dass es während der Pubertät normal ist, Grenzen auszuloten und Risiken einzugehen. So sollen Erkenntnisse darüber gewonnen werden, ob es sich bei dem eingelieferten Jugendlichen um einen einmaligen oder regelmäßigen riskanten Konsum handelt.

Die Kinder/Jugendlichen sollen Risikokompetenz erwerben und zu diesem Zweck werden ihnen u.a. erlebnispädagogische Angebote gemacht. Neben dem Kompetenzerwerb einzelner ist es aber auch wichtig, dass die Gesellschaft sich zu diesem Thema positioniert. Erwachsene müssen sich ihre Vorbildfunktion bewusst machen, was voraussetzt, dass sie ihren eigenen Umgang mit Alkohol selbstkritisch reflektieren. Auch der Verkauf von alkoholischen Getränken auf Schulfesten, Vereinsfesten sollte nicht selbstverständlich sein, sondern kritisch hinterfragt werden. (aus der Niederschrift der Sitzung des Remscheider Jugendrates vom 8.12.2008)

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Waterbölles am : Alkohol: Bei Testkäufen gehen die Meinungen auseinander

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„Verstärkte Suchtprävention an Remscheider Schulen “, titelte der Waterbölles am 4. Februar 2009, „Alkohol spielt im Leben von Jugendlichen eine große Rolle“ am 16. Juni 2009. Das Problem ist also schon seit langem erkannt. Anfang Januar dieses Jahres g

Waterbölles am : Alkohol: Bei Testkäufen gehen die Meinungen auseinander

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„Verstärkte Suchtprävention an Remscheider Schulen “, titelte der Waterbölles am 4. Februar 2009, „Alkohol spielt im Leben von Jugendlichen eine große Rolle“ am 16. Juni 2009. Das Problem ist also schon seit langem erkannt. Anfang Januar dieses Jahres

Kommentare

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Chronist am :

Den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen möchte die Wählergemeinschaft W.i.R. durch Probekäufe eindämmen. „Der übermäßige Alkoholmissbrauch durch Jugendliche ist ein zunehmendes Problem in unserer Gesellschaft. Seit langem wird über sogenannte 'Testkäufe' in der Öffentlichkeit diskutiert. Bis dato wurden rechtliche Bedenken dagegen vorgebracht. Die Stadt Solingen hat in Zusammenarbeit mit dem Jugendrat Mittel und Wege gefunden, Testkäufe mit Jugendlichen in Zusammenarbeit mit den Ordnungsbehörden rechtskonform durchzuführen“, heißt es in dem Antrag der W.i.R.,zur Sitzung des Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung am 27. Januar, Vertreter der Stadt Solingen (Verwaltung/Jugendrat) Einzuladen, um sich von ihnen über die im Dezember 2009 durchgeführte Probekaufaktion von Alkohol durch Jugendratsmitglieder (unter 18 Jahre) in Solingen berichten zu lassen. Auf Basis der Erfahrungen von Solingen solle dann ein Handlungskonzept für Remscheid erarbeitet werden.

Rolf Haumann am :

Ich finde den Weg, den die W.I.R. einschlägt, ein wenig seltsam. Die Problematik des Alkoholmissbrauchs bei Jugendlichen betrifft den Jugendhilfeausschuss, den Jugendrat und die Suchtberatung des Diakonischen Werkes. Es wäre doch wesentlich sinnvoller, sich mit diesen Intstitutionen in Verbindung zu setzen, als das Thema im Ausschuss für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung zu verhandeln. Die Expertinnen und Experten sitzen jedenfalls in den erstgenannten Bereichen, und es wäre nicht klug, sie gerade in dieser Problematik nicht miteinzubeziehen.

Roland Kirchner am :

Hallo Rolf, du hast sicherlich recht, wenn unsere Anfrage sich auf Suchtberatung beziehen würde. W.i.R. möchten das Problem Alkoholmissbrauch aber noch von einer anderen Seite beleuchten, dem Verkäufer, der den Missbrauch so einfach macht. Dass damit die Probleme der Jugendlichen, die Alkoholmissbrauch betreiben, nicht gelöst sind, ist uns bewusst. Aber wie du richtig geschrieben hast, gibt es an anderer Stelle Fachleute, die sehr gute Arbeit leisten und denen W.i.R. auch nicht ins Handwerk fuschen wollen. W.i.R. möchten die derzeitige Situation, dass ein Verkäufer von Alkohol, der sich nicht an die Jugendschutzgesetze hält auch noch einen finanziellen Vorteil hat, möglichst in ganz Remscheid unterbinden. Mir ist dabei auch bewusst, dass es sich bei den Verkäufern nicht nur um Lebensmitteleinzelhändler handelt, sondern auch um über 18-Jährige, die im Auftrag von unter 18-Jährigen einkaufen gehen. Diese ganze Thema ist nun mal ein ordnungsrechtliches und deshalb auch im richtigen Ausschuss. Den Jugendrat haben W.i.R. mit einbezogen und sind auch nicht böse wenn sich andere Ausschüsse um das Thema bemühen. Jeder "Helfer" ist willkommen.

Rolf Haumann am :

Hallo Roland, das Thema von der anderen Seite, also der Verkäuferseite, anzupacken, macht sicherlich Sinn. Ich hoffe, ihr habt damit mehr Erfolg als die AGOT und der Jugendschutz vor einigen Jahren. Wir haben damals im Vorfeld des Lenneper Karnevals versucht, mit den Händlern ins Gespräch zu kommen und sie auf die Problematik verstärkt hinzuweisen. Leider ist das damals mangels Kooperation des Einzelhandels gescheitert, man hielt ein Gespräch schlicht für "unnötig". In einem Punkt bin ich allerdings nicht deiner Meinung, ich denke, dass das Thema nicht nur ein "ordnungsrechtliches" ist, Kooperation mit den von mir genannten Institutionen würde mehr bringen. Ich bin gerne dazu bereit und werde das Thema in der nächsten JHA-Sitzung ansprechen.

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