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365.175 Euro im Etat 2009 der Stadt für „Balkantrasse“

 Die Stadt Remscheid soll das Projekt „Alleenradwege auf ehemaligen Bahntrassen“ weiter voran treiben. Das hat der städtische Hauptausschuss beschlossen – auf Vorschlag der Verwaltung. Die ist an einer Fahrradstrecke auf der alten Bahntrasse von Lennep über Wermelskirchen und Opladen nach Leverkusen („Balkantrasse“) und in Richtung Hückeswagen schon seit längerem interessiert (siehe Radtour mit OB Wilding im Juli vorigen Jahres). Ziel ist ein touristisches Radwegenetz, das das Bergische Städtedreieck über die Hattinger Kohlenbahn und die Niederbergbahn (Velbert, Wülfrath, Heiligenhaus) an die Ruhr und über den geplanten Bahntrassenweg Remscheid-Lennep – Marienheide („Wasserquintett“) an das Oberbergische Land anbindet. Die Balkanexpress-Trasse könnte so zum wichtigsten Einstiegspunkt dieses Netzes aus dem Raum Köln/Bonn/Leverkusen mit Anschluss an den Erlebnisweg Rheinschiene und die D-Routen 7und 8 des deutschlandweiten Fernwegenetzes werden. Voraussetzung: Leverkusen zieht mit.  Doch das ist (noch) nicht der Fall. Dennoch versprechen sich Remscheid, Hückeswagen, Wermelskirchen und Burscheid von der neuen Frerizeittrasse eine touristische Aufwertung der Region. Die Trasse soll deshalb frühzeitig vermarktet werden, so Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein. Nachfolgend dokumentiert der Waterbölles die ausführliche Beschlussvorlage:

Der Landtag Nordrhein-Westfalen hat die Landesregierung aufgefordert, ein Handlungs- und Maßnahmenkonzept für eine nordrhein-westfalen-weite Initiative zur Umnutzung stillgelegter Bahnstrecken vorzulegen. Der Minister für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein- Westfalen hat am 9.6.2008 das Handlungsprogramm „Alleenradwege auf stillgelegten Bahnstrecken“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Ausschuss für Bauen und Verkehr des Landtages NRW hat diese am 12. Juni 2008 zur Kenntnis genommen. Bedingt durch das neue Handlungsprogramm des Landes NRW „Alleenradwege auf stillgelegten Bahntrassen“ besteht die einmalige Möglichkeit, mit geringem Kostenaufwand den Bau eines Radweges auf den ehemaligen Kursbuchstrecken 411 („Balkanexpress“) Richtung Wermelskirchen und 412 Richtung Hückeswagen zu verwirklichen. Für sämtliche bauliche Maßnahmen inkl. Planung und Grunderwerb sind maximal 75 Prozent der Kosten förderfähig, soweit die Städte die Kosten zu tragen haben.

Da Teilbereiche des geplanten Radweges parallel zur B 51 und B 237 verlaufen, besteht zudem der Vorteil für die Stadt, dass nach ersten Gesprächen mit dem Landesbetrieb Straßen NRW von den insgesamt 6,4 Kilometern des Radweges 1,8 km in Trägerschaft des Landesbetriebes Straßen NRW errichtet werden. Dadurch entstehen in diesen Teilbereichen für die Stadt Remscheid keinerlei Kosten. Weitere Abstimmungsgespräche mit dem Landesbetrieb Straßenbau NRW bezüglich der Kostenübernahme werden derzeit geführt. Dabei ist es das Ziel der Stadt, weitere Streckenabschnitte in die Zuständigkeit des Bundes zu übertragen.

In der Zwischenzeit ist ein Arbeitskreis der beteiligten Städte eingerichtet worden, in dem sich Vertreter von Remscheid, Wermelskirchen und Burscheid in regelmäßigen Abständen treffen, um eine zügige Bearbeitung der Thematik gewährleisten zu können. Am 31.7.2008 ist in interkommunaler Zusammenarbeit der Städte Remscheid, Wermelskirchen und Burscheid ein Einplanungsantrag bei den Bezirksregierungen Köln und Düsseldorf zur Förderung des Alleenradweges auf den ehemaligen Kursbuchstrecken 411 und 412 eingereicht worden.

Am 13.8.2008 wurde im Rahmen eines Einplanungsgespräches bei der Bez. Reg. in Köln die Förderfähigkeit seitens der Bezirksregierung und des Ministeriums für Bauen und Verkehr auch für den Teilabschnitt auf Remscheider Stadtgebiet grundsätzlich bestätigt. Die Bez.-Reg. Düsseldorf bestätigte ebenfalls im Einplanungsgespräch am 9.9.2008, dass entsprechende Fördermittel für den Bau des Alleenradweges in den Jahren 2009, 2010 und 2011 bereitgestellt werden. Um die Gelder im nächsten Jahr in Anspruch nehmen zu können, ist es erforderlich, einen detaillierten Finanzierungsantrag zu erstellen. Die hierfür erforderlichen Planungsleistungen werden für den Remscheider Teilabschnitt vom Fachdienst 3.66 Strassen und Brückenbau erarbeitet.

Die Gesamtkosten für den Bau des Radweges setzten sich nach ersten Berechnungen aus drei Kostengruppen zusammen: Grunderwerb, Kosten für landschaftspflegerische Maßnahmen (Freischnitt, Alleenpflanzungen, etc.) und Baukosten. Für die Bewilligung des Finanzierungsantrages ist es erforderlich, die Gesamtkosten im Haushalt 2009 und 2010 nachzuweisen: Im Haushaltsplan 2009 wurden für das Projekt Gesamtkosten in Höhe von € 1.460.700,--€ (davon 75 Prozent = €1.095.520 als Zuschuss und 25 Prozent = € 365.175,--als städtischer Eigenanteil) veranschlagt. Damit werden die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme der Fördergelder in der Höhe von 75  Prozent erfüllt.

Die Kalkulation des Projektes basiert auf ersten Berechnungen der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft. Aufgrund des relativ frühen Zeitpunktes der Planung (es besteht derzeit noch nicht für alle Teilbereiche eine Detailplanung), können noch keine abschließenden Aussagen zu den erwarteten Ausgaben gemacht werden. Zwar existieren mittlerweile für einzelne Teilbereiche Gutachten (Verkehrswertgutachten der Strecke, Brückengutachten), die eine relativ genaue Kostenkalkulation für diese Kostenstellen zulassen, doch gibt es neben diesen Punkten noch weitere Kostenstellen, die noch nicht abschließend beziffert werden können. Planungsstand:

Durch den Bau dieses Radweges kann es gelingen, die ehemaligen Bahntrassen langfristig als durchgehende Trasse zu sichern sowie eine attraktive Wegeverbindung, unabhängig vom motorisierten Individualverkehr, zu errichten. Durch den Bau eines Radweges können die Siedlungsschwerpunkte Bergisch Born und Lennep besser vernetzt werden. Aufgrund des interkommunalen Ansatzes bietet ein Radweg zudem ein nicht zu unterschätzendes touristisches Potenzial, da hierdurch erstmalig die Möglichkeit besteht, trotz der bewegten Topographie der Region komfortable Radwegeverbindungen zu den Nachbarkommunen Hückeswagen und Wermelskirchen und darüber hinaus über die Trasse „Wasserquintett“ ins Oberbergische und nach Westen hin an die Rheinschiene zu schaffen.“

Zurzeit ist der Lückenschluss in die Rheinebene nach Leverkusen nicht Gegenstand der Planung. Die Hoffnung besteht darin, mit der Realisierung des Abschnittes zwischen Remscheid-Lennep und Burscheid die entscheidenden Impulse zu setzen, um eine Fortführung der „Rest- Strecke“ in naher Zukunft zu befördern.  Denn in Leverkusen hat hat sich mit dem Projekt bislang noch nicht anfreunden können. Statt selbst Geld in die Hand zu nehmen, würde man das lieber der Bahn AG überlassen. Die "Balkanstrecke" sei, obwohl längst beantragt,  von der Bahn bis heute nicht als Schienenweg "enbtwidmet" worden, berichtete Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein im Februar im Bauausschuss; dessen Mitglieder zeigten sich verwundert.

Die ehemalige Linie der Kursbuchstrecke 411 wurde ab 1872 zwischen Remscheid- Lennep und Wermelskirchen erbaut und erlangte 1881 mit der Fortführung über Burscheid nach Opladen Ihre längste Ausprägung. Um 1910 erfolgte der Ausbau eines zweiten Gleises und die Beseitigung niveaugleicher Bahnübergänge. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Strecke aufgrund von Kriegszerstörungen allerdings nur eingleisig fortgeführt. Aufgrund sinkender Fahrgastzahlen und einer Unrentabilität der Strecke wegen des parallel verkehrenden Busverkehres wurde die Strecke schließlich 1991 stillgelegt.

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Waterbölles am : Ohne Eigenmittel keine Zuschüsse für die Balkantrasse

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Unter der Überschrift „Bund und Land unterstützen Bau von Alleen-Radwegen“, veröffentlichte der Waterbölles am 24. Juni 2008 eine Pressemitteilung der Stadt Remscheid, in der das vom damaligen NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke aufgelegte Handlungspro

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