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720 Stellen sind in Remscheid derzeit nicht besetzt

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Ute Ackerschott. Foto: Lothar Kaiser

Die Wirtschaftskrise beeinträchtigt die Remscheider Betriebe  weiterhin. Auf die stark eingebrochenen Auftragszahlen reagieren bereits einige Unternehmen mit Freisetzungen, andere ziehen jedoch Kurzarbeit vor. Andere Arbeitgeber trotzen der Krise und stellen vor allem gut ausgebildete Fachkräfte ein, was durch eine leichte Erhöhung der Einstellungszahlen belegt wird. Die Zahl der neu gemeldeten offenen Stellen ist zwar mit 183 geringfügig unter Vormonatsniveau, gleichwohl profitierten hiervon auch die 211 (Vormonat: 206) Arbeitslose, die eine Beschäftigung aufnehmen konnten.

Aufgrund der aktuellen Situation in den Betrieben ist das Stellenangebot der Remscheider Unternehmen für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Berichtsmonat leicht zurückgegangen. Insgesamt wurden nur noch 183 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse angeboten. Das waren 16 oder 8,0 Prozent weniger Vakanzen als noch im Vormonat. Aktuell sind noch 720 Stellen zu besetzen, darunter 418 Stellenangebote für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen, unter anderem für die Bereiche Metallerzeuger und- bearbeiter (26), Schlosser und Mechaniker (38), Elektriker (22), Warenkaufleute (31), Verkehrsberufe (61), Organisations-, Verwaltungs- Büroberufe (27), Gesundheitsdienstberufe (53) und Reinigungsberufe (5).

Insgesamt meldeten sich im Berichtsmonat 1.083 Männer und Frauen, darunter 436 aus Erwerbstätigkeit, neu arbeitslos, das waren 3,1 Prozent weniger als im Monat zuvor, wobei diesmal der Jahresendtermin entfiel und die witterungsbedingten Gründe auch nicht mehr zum Tragen kamen. Abgemeldet haben sich dagegen insgesamt 911 vormals Arbeitslose, davon 211 in eine Beschäftigung. In der Summe stand dann der höheren Zahl an Zugängen, die geringere Zahl an Abgängen, gegenüber, so dass die Arbeitslosigkeit im Ergebnis auf 5.389 angestiegen ist.

Saisonal bedingt ist die Jugendarbeitslosigkeit gestiegen, da auch in „guten Zeiten“ viele Jugendliche nach den im Februar abgelegten Abschlussprüfungen nicht übernommen wurden, z.B. weil über Bedarf ausgebildet wurde. Die Zahl der Arbeitslosmeldungen aus Ausbildung hat sich verfünffacht von 15 auf 76. Die Arbeitslosigkeit Jugendlicher ist dadurch bedingt um 15,8 Prozent (+81) gestiegen.

Kurzarbeit wird, wie auch von der Arbeitsagentur gewollt, sehr stark in Anspruch genommen. Um die Produktion an die neuen Gegebenheiten anzupassen, ohne sich von den MitarbeiterInnen zu trennen, haben bereits insgesamt 107 Betriebe in Remscheid (konjunkturelle) Kurzarbeit eingeführt. Zudem gibt es insgesamt 56 konkrete Anfragen, die erfahrungsgemäß auch zu einem großen Teil in Kurzarbeit umgesetzt werden. Dazu kommen fast täglich „lockere“ Anfragen von Betrieben, so dass mit einer weiteren starken Zunahme der Kurzarbeit gerechnet werden muss.

Aktuell sind 5.389 Männer und Frauen auf der Suche nach einer Beschäftigung, das sind 174 oder 3,3 Prozent mehr als im Vormonat. Auch der Abstand zum Vorjahr ist weggeschmolzen. Insgesamt sind 119 oder 2,3 Prozent mehr Arbeitslose zu zählen. Zuletzt lag die Zahl der Arbeitslosen im Februar 2000 unter diesem aktuellen Wert. Die Arbeitslosenquote ist aufgrund der Zunahme gestiegen und liegt bei 9,0 Prozent nach 8,7 Prozent im Vormonat und 8,7 Prozent im Vorjahr. „Das ist sicherlich nicht mein Wunschergebnis, aber auch weniger dramatisch als nach dem Vormonat befürchtet“, so Ute Ackerschott (Foto), Leiterin der Arbeitsagentur, „und es beinhaltet zwei sehr positive Aspekte. Zum einen die große Zahl an Unternehmen, die meiner Bitte gefolgt sind, vor Personalanpassungen zuerst mit uns über Kurzarbeit zu reden und nach sorgfältiger Prüfung dann auch einzuführen. Mittlerweile nutzen schon über 100 Betriebe dieses Arbeitsmarktinstrument für sich. Das finde ich sehr positiv und möchte auch weiteren Firmen, die Personalanpassungen planen empfehlen, sich zuerst mit uns in Verbindung zu setzen. Meine MitarbeiterInnen stehen für Auskünfte über Kurzarbeit zur Verfügung. Ich möchte aber auch, dass die Firmen und ihre MitarbeiterInnen die wertvolle Zeit für Qualifikation nutzen. Lassen Sie bitte nicht die Zeit verstreichen. Sprechen Sie mit meinen Qualifizierungsberatern und lassen sich Ihre Möglichkeiten aufzeigen. Die Bundesagentur für Arbeit unterstützt Sie zudem noch finanziell. Interessierte Remscheider Arbeitgeber wenden sich bitte an: Arbeitgeberservice in der Arbeitsagentur Remscheid 01801 / 66 44 66

Zum anderen finde ich die weiterhin große Zahl an offenen Stellen besonders erfreulich. Das zeigt mir, dass es auch in einer Krisensituation immer noch Beschäftigungsmöglichkeiten gibt. 183 Beschäftigungsaufnahmen sind, trotz eines leichten Rückgangs gegenüber dem Vormonat, eine tolle Sache und sollten vielen Arbeitslosen Ansporn sein. Deshalb auch gleich meine Bitte an alle, die eine Beschäftigung suchen. Nehmen Sie die Krise bitte nicht zum Anlass, zu sagen, da habe ich sowieso keine Chance. Wenn das die 211 auch gesagt hätten, wären sie jetzt noch weiter arbeitslos. Nutzen Sie die 418 Stellenangebote, um sich zu informieren. Warum sollte nicht eine der Stellen für Sie sein. Sprechen Sie mit Ihrem Vermittler über Ihre Möglichkeiten. Sprechen Sie auch mögliche Hemmnisse an, ggfl. können finanzielle Zuschüsse den Weg in den neuen Job ebnen. Keine Arbeitsaufnahme sollte aus meiner Sicht am Geld scheitern.“ Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Februar 2009 26.02.2009 Arbeitsmarktreport Agentur für Arbeit Solingen Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit verlief in den beiden SGB-Bereichen in etwa gleich. So waren im Bereich SGBIII (Arbeitslosenversicherung) mit 1.725 Arbeitslosen in diesem Monat 98 oder sechs Prozent Arbeitslose mehr zu verzeichnen. Im Bereich des SGBII (Jobcenter) wurden bei 3.664 Beschäftigungslosen insgesamt 76 oder 2,1 Prozent Beschäftigungslose mehr gezählt. Im Vergleich zum Vorjahr schneidet jedoch der SGBII – Bereich besser ab. Wurden im Rechtskreis SGBIII insgesamt 194 oder 12,7 Prozent mehr Arbeitslose gezählt, dagegen zählte der SGBII –Bereich insgesamt 75 oder 2,0 Prozent Betroffene weniger.

Die Zahl der Arbeitslosmeldungen, insbesondere die Zugänge aus Erwerbstätigkeit, ist im Berichtsmonat um fast ein Viertel zurückgegangen. Dies auch, weil der Sonderfaktor 31.12., der letzten Monat einen großen Einfluss auf das Arbeitsmarktgeschehen hatte, diesmal entfallen ist. Im Laufe des Berichtsmonats gingen insgesamt 1.083 Meldungen von Arbeitslosen ein, das waren 35 oder 3,1 Prozent weniger als vor einem Monat. Der Vergleichswert des Vorjahres lag dagegen bei nur 917 Arbeitslosmeldungen. Im Anschluss an eine Erwerbstätigkeit meldeten sich 436 (Vormonat: 561) Männer und Frauen arbeitslos. Darunter auch viele jüngere Arbeitslose, die ihre verkürzte Ausbildung abgeschlossen haben, aber keinen Anschlussvertrag erhalten haben.

Hinzu kommen jedoch noch 284 (Vormonat: 218) Männer und Frauen, die eine Ausbildung/ Qualifizierung beendet haben. Darunter auch 76, die eine Ausbildung (vorzeitig) beendet, aber keinen Anschlussvertrag erhalten haben. Der Vergleichszahl des Vormonats lag hier bei 15. Daneben beendeten auch 124 Männer und Frauen eine Trainingsmaßnahme. Der Vergleichswert von Januar lag bei 135. Die übrigen Arbeitslosmeldungen erfolgten unter anderem nach Rückkehr aus Krankheit oder aus sonstigen, in der Person des Arbeitslosen liegenden, Gründen.

Im Berichtsmonat wurden insgesamt 911 Abgänge aus der Arbeitslosigkeit registriert. Gegenüber dem Vormonat sind dies 147 oder 19,2 Prozent mehr Abmeldungen. Der Wert des Vorjahres lag bei 893 und damit etwas darunter. Trotz der angespannten Situation auf dem Arbeitsmarkt, konnten im abgelaufenen Monat insgesamt 211 Männer und Frauen eine Beschäftigung aufnehmen, das waren sogar noch fünf mehr als im Januar. Damit scheint der Markt für gute Fachkräfte durchaus noch aufnahmefähig zu sein. Die Zahl der MaßnahmeteilnehmerInnen ist auch im Berichtsmonat konstant geblieben. Aktuell wurden 195 Männer und Frauen in eine Ausbildung/ Qualifizierung abgemeldet. Hier lag der Vergleichswert des Vormonats bei 180 und der des Vorjahres bei 219.

Die Arbeitslosigkeit hat im Februar bei den unter 25-Jährigen stärker zugenommen als bei den anderen Gruppen. Grund hierfür ist u.a. auch die vorgezogene Abschlussprüfung bei den längeren Ausbildungsgängen, ohne jedoch sofort in ein Anschlussarbeitsverhältnis münden zu können. Die Arbeitsagentur wird diese jungen Fachkräfte jetzt sofort in die Auswahlprozesse mit einbeziehen, damit das frische „Know how“ nicht verloren geht. Und die Erfahrung lehrt, dass diese Fachkräfte bald eine neue Stelle finden. Am Ende des Berichtsmonats waren in Remscheid 594 Arbeitslose gemeldet, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten. Damit hat sich die Zahl der Beschäftigungslosen bei dieser Personengruppe gegenüber dem Vormonat um 81 oder 15,8 Prozent erhöht. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Betroffenen sogar um 98 oder 19,8 Prozent höher. Damit liegen beide Zunahmen weit über den Vergleichsraten (+ 3,3 Prozent bzw. +2,3 Prozent) für alle Arbeitslosen. Aktuell beträgt die Arbeitslosenquote 8,8 Prozent nach 7,6 Prozent im Vormonat und 7,3 Prozent vor einem Jahr.

Auch bei den unter 20-Jährigen hat sich die Zahl der Beschäftigungslosen ebenfalls ungünstig entwickelt. Insgesamt wurden 111 Arbeitslose nach 99 im Vormonat gezählt. Vor einem Jahr lag der Vergleichswert bei nur 83 Beschäftigungslosen. Die Arbeitslosenquote liegt damit bei 5,4 Prozent nach 4,9 Prozent und 4,2 Prozent vor einem Jahr. Betreut werden in Remscheid 307 (Vormonat: 253)Jüngere unter 25 Jahre durch die Arbeitsagentur und 287 (260) von der ARGE. Die Vergleichswerte von vor einem Jahr lagen mit 230 um 77 oder 33,5 Prozent niedriger und im SGB II -Bereich mit 266 um 21 Betroffene niedriger. Von den Jüngsten werden 32 im Bereich SGB III und 79 von der ARGE betreut. Die Vorjahresergebnisse lagen bei 27 bzw. 56 Arbeitslosen.

Von den 174 neu hinzugekommenen Arbeitslosen sind nur acht älter als 50. Somit war dieser Personenkreis nur unterdurchschnittlich an der Zunahme der Arbeitslosigkeit beteiligt. Am Berichtsmonatsende suchten 1.385 Männer und Frauen dieser Altersgruppe in Remscheid eine Beschäftigung. Davon ist mehr als die Hälfte (763) älter als 55 Jahre. Im Vergleich zum Vorjahr sind neun Beschäftigungslose mehr zu zählen. Bei den 55 Jahre und älter(en) liegt die Zunahme der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat bei plus 20 oder 2,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr sind 76 oder 11,1 Prozent mehr Betroffene zu zählen gewesen. Hier ist der Anstieg jedoch hauptsächlich mit dem Wegfall der sogenannten „58- er Regelung“ zu begründen, womit ein Abmelden aus der Arbeitslosigkeit erschwert wurde. Insgesamt werden 488 Männer und Frauen im SGBIII- Bereich und 897 im SGBII- Bereich betreut. Die Vergleichswerte des Vorjahres lagen bei 501 (zum aktuellen Wert -13 oder -2,6 Prozent) bzw. 875 (+22 oder +2,5 Prozent). Von der Zunahme der Arbeitslosigkeit im Berichtsmonat sind Langzeitarbeitslose nicht betroffen. Vielmehr konnten 15 oder 0,7 Prozent Betroffene weniger gezählt werden, während die Arbeitslosigkeit insgesamt um 3,3 Prozent gestiegen ist. Somit sind aktuell 2.017 oder 37,4 Prozent aller in Remscheid gemeldeten Arbeitslosen dieser Personengruppe zuzurechnen. Im Jahresvergleich ist die Langzeitarbeitslosigkeit sogar um 285 oder 12,4 Prozent zurückgegangen. Die Quote für den allgemeinen Rückgang der Arbeitslosigkeit liegt dagegen bei plus 2,3 Prozent, was auch die insgesamt gute Situation auf dem Remscheider Arbeitsmarkt für diesen Personenkreis mit unterstreicht. Betreut werden aktuell 1.813 Männer und Frauen im SGBII-Bereich und 204 Arbeitslose im SGBIII- Bereich. Vor einem Jahr waren im SGBII-Bereich mit 1.935 insgesamt 122 oder 6,3 Prozent Arbeitslose mehr, und im Bereich der Arbeitsagentur mit 367 sogar 163 oder 44,4 Prozent mehr Betroffene zu verzeichnen.

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Waterbölles am : Eine skeptische, aber doch noch abwartende Haltung

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„720 Stellen sind in Remscheid derzeit nicht besetzt“, überschrieb der Waterbölles am 26. Februar den Monatsbericht der Solinger Agentur für Arbeit. „Die Wirtschaftskrise beeinträchtigt die Remscheider Betriebe weiterhin“, hieß es darin. Und Ute Acker

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