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Die Eltern von Grundschülern sollen befragt werden

Endlich Schulentwicklung in Remscheid voran bringen“, forderten die Remscheider Grünen am 16. Februar in einer Pressemitteilung. Darin monierten sie, dass zum neuen Schuljahr 200 Schülerinnen und Schüler von den Remscheider Gesamtschulen abgewiesen werden mussten, weil sie „randvoll“ sind. Und am Samstag machte der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans Peter Meinecke auf dem Unterbezirksparteitag in der Albert-Einstein-Gesamtschule darauf aufmerksam, drei der fünf Hauptschulen in Remscheid eigentlich geschlossen werden müssten, weil sie nach jetzigem Stand allein mit Remscheider Schülerinnen und Schülern keine Eingangsklasse mehr bilden können. Grüne und SPD sehen folglich für die Schulen politischen Handlungsbedarf. Entsprechend haben die Grünen  zur Sitzung des Ausschusses für Schule und Bildung am 17. März „zur Verbesserung der Schulentwicklungsplanung eine Bedarfsabfrage in den dritten und vierten Klassen der Grundschule“ beantragt. Gefragt werden soll dabei insbesondere nach den Wünsche der Eltern nach einer Ganztagsbeschulung ihrer Kinder  und nach ihren Vorstellungen von der gewünschten Schulform. In der Begründung heißt es:

„Nach der Verlängerung der Stundentafeln und der Einführung der verkürzten Gymnasialzeit hat der Nachmittagsunterricht in Remscheid deutlich zugenommen. Konsequent wäre unter diesen Voraussetzungen die Einführung eines gebundenen Ganztags an allen weiterführenden Schulen. Bislang hat sich nur eine Realschule auf diesen Weg begeben. Die Gymnasien und die andere Realschule führten einen „Offenen Ganztag“ ein, der im Vergleich mit einem gebundenen Ganztag etliche Nachteile aufweist. Eine viel geäußerte Begründung für dieses Vorgehen ist, die Familien wollten es nicht anders und sähen keinen Bedarf für einen gebundenen Ganztag. Befragt wurden in diesem Zusammenhang allerdings die Eltern, deren Kinder die entsprechende Schule bereits besuchen.

Einige Schulleiter vermuten, dass in Zukunft die Familien, deren Kindern bereits in der Grundschule jeden Tag verlässlich betreut wurden, demnächst ein ausgeweitetes Angebot an den weiterführenden Schulen erwarten würden. Um hier zu besseren Planbarkeit Klarheit zu schaffen, ist es sinnvoll, die Bedarfslagen und Wünsche der Grundschuleltern zu erfragen. Die Schullandschaft in Remscheid ist in Bewegung. 200 Ablehnungen an den Gesamtschulen sind ein deutliches Zeichen. Um perspektivisch eine bessere Planung auch im Sinne der Willensbildung der Eltern zu ermöglichen, ist es sinnvoll den Bedarf bereits im Vorfeld abzufragen.“

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Kommentare

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DIE LINKE. Kreisverband Remscheid am :

Das dreigliedrige oder eigentlich viergliedrige Schulsystem hat ausgedient. Wissenschaftliche Untersuchungen haben längst bewiesen, dass die frühe Auslese nach vier Jahren Grundschulzeit zu vielen Kindern Chancen verbaut und Schulkarrieren zu früh einseitig festlegt. Kinder lernen voneinander – und dies nicht nur in den ersten vier Grundschuljahren. Das längere gemeinsame Lernen schafft die Grundlage für mehr Chancengleichheit, es eröffnet jedem Kind, gleich welcher sozialer Herkunft, die Chance auf eine individuelle Lernentwicklung und einen qualifizierten Schulabschluss. Mehr als die Hälfte aller Eltern, die ihr Kind auf eine weiterführende Schule schicken wollen, haben die Bedeutung des längeren gemeinsamen Lernens längst erkannt. Für sie ist eine Remscheider Gesamtschule die erste Wahl für ihre Kinder. Doch der Elternwille kann in Remscheid nur unzureichend berücksichtigt werden. Auch in diesem Jahr wurden wieder fast 200 Kinder von den Gesamtschulen abgelehnt und können nun die gewünschte Schule nicht besuchen. Daraus kann nur eine Forderung abgeleitet werden: nämlich die nach einer weiteren Gesamtschule in Remscheid! Gemeinsames Lernen bis Klasse 10 in einer Schule mit integrierter Oberstufe ist das Ziel. Eine weitere fünfte Schulform, etwa eine „Sekundarschule“, schafft nur Verwirrung und Unsicherheit bei Eltern, Lehrer und Kindern. Jede politische Partei, die es ernst meint mit der Forderung nach „längerem gemeinsamen Lernen“ und mehr Bildungsgerechtigkeit, sollte trotz des Widerstandes der jetzigen Landesregierung alles daran setzen, in Remscheid die dritte Gesamtschule zu errichten. (Axel Behrend)

Christoph Humpert am :

Grundsätzlich finde ich den Vorschlag der Linken gut. Ich würde allerdings bei allgemein sinkenden Schülerzahlen nicht eine weitere Schule "gründen", sondern das Leibnitz-Gymnasium in Lüttringhausen, wo sowieso die Hälfte der Schüler aus Wuppertal kommen, in eine Gesamtschule "umwandeln", soweit das möglich ist. Dann hätte Remscheid im Zentrum zwei Gesamtschulen und zwei Gymnasien, und in Lennep/Lüttringhausen jeweil eine Geamtschule und ein Gymnasium. Von den anderen Schulformen mal abgesehen.

Michael Dickel am :

Meiner Meinung nach sollte die Grundschule bis zur 9. Klasse eingeführt werden. Diese sollte dann sowohl vormittags Unterricht als auch auf elterlichen Wunsch eine Mittagsbetreuung mit Mahlzeit und eine Nachmittagsbetreuung zum Üben des Stoffes und der Fertigung der Hausaufgaben bieten. Dies würde auch Eltern, die es sich noch leisten können, ihre Kinder selber nachmittags zu betreuen, die Möglichkeit bieten, die Kinder auch mal ganztags in der Schule zu lassen oder z.B. beim Üben bestimmter Lerninhalte teilzunehmen. (Ein "Das geht doch nicht" lasse ich nicht gelten, Flexibilität heisst das Zauberwort) Der Abschluss dieser 9. Klasse käme dann dem heutigen Hauptschulabschluss gleich, wobei man ihn dann besser gleich umbenennt. Danach sollte es nur noch zwei Schulformen geben, die heutige Realschule und das Gymnasium, denen man jedoch auch gleich neue Namen verpassen sollte. Diese sollten Regelunterricht bis 16 Uhr anbieten. Um die "Reife" für eine der beiden Schulformen zu erreichen, muß das Wiederholen von Klassen auf der Grundschule vereinfacht werden und nicht nur an zwei "Fünfen" im Zeugnis festgemacht werden. Ich habe aber auch eine Bitte: Denken Sie über diesen Vorschlag 2x nach.

Chronist am :

Wie es denn nun um die Befragung der Eltern bestellt sei, wollen die Grünen in der nächsten Sitzung (1.9.) des Ausschusses für Schule und Bildung wissen. Aus der Niederschrift der März-Sitzung gehe hervor, „dass ein Fragebogen entworfen und gemeinsam mit dem Antrag beraten werden soll. Das ist bislang noch nicht geschehen. Nach Beginn des neuen Schuljahrs erscheint es uns weiterhin wichtig und dringend, die Eltern zu befragen. Gerade mit Blick auf den Ausbau des Ganztag an den weiterführenden Schulen, sollte rechtzeitig geklärt werden, mit welchen Erwartungen und Bedürfnissen von Eltern und Kindern in den kommenden Schuljahren zu rechnen ist. Erst dann können sich Schulen spezifisch darauf einstellen. In diesem Zusammenhang fragen wir, ob der angekündigte Fragebogen in Arbeit ist und wann er als Grundlage für eine geordnete Beratung im Schulausschuss vorliegen wird.“

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