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Die Zahl der Schwerstkranken in Altenheimen steigt

„Demenz beginnt meist unauffällig, die Symptome werden oft nicht als solche erkannt und als ‚normale’ Entwicklung hingenommen: ‚In meinem Alter kann man schon mal was vergessen.’ Und doch ist die Krankheit allgegenwärtig. Allein in Nordrhein-Westfalen sind schätzungsweise 360.000 Menschen betroffen. Forscher gehen davon aus, dass schon in naher Zukunft jeder dritte Deutsche, der das 65 Lebensjahr erreicht, im Verlauf seines weiteren Lebens an einer Form von Demenz, wahrscheinlich an Alzheimer erkranken wird. Bei 90 Prozent alle Demenzfälle handelt es sich um einen schleichenden Verfall der Nervenzellen im Gehirn. Dieser Verfall kann nicht aufgehalten werden. Die Betroffenen werden immer unselbstständiger, und der Betreuungsbedarf wird immer intensiver. Die Versorgung und Unterstützung von Demenz-Erkrankten und ihren Angehörigen ist allerdings lückenhaft. Die öffentlichen Finanzen werden im Bereich der sozialen Arbeit dramatisch gekürzt. Viele Menschen werden in schwierigen Lebensverhältnissen sich selbst überlassen.“ Ein Zitat von der Internetseite der AWO Demenzinitiative Remscheid, die sich mit der lückenhaften Versorgung von dementen Bürgern nicht abfinden will. Der Vorsitzende der Initiative, der Marathonläufer Arndt Bader, ist zugleich stellvertretender Leiter des Willi-Hartkopf-Hauses an der Bliedinghauser Straße. In dem 2005 eröffneten Alten- und Pflegeheim der Arbeiterwohlfahrt spielen inzwischen „Hausgemeinschaften“ eine weit geringere Rolle als ursprünglich geplant. Denn die Zahl der an Demenz erkrankten Heimbewohner ist rapide angestiegen. Inzwischen gibt es nur noch eine Abteilung (im Erdgeschoss) mit Heimbewohnern ohne geistige Verwirrung. Das berichtete Arndt Bader den Mitgliedern des städtischen Sozialausschusses, der gestern in dem Altenheim tagte. Demnach erhalten inzwischen 35 Prozent der Bewohner Pflegegeld nach der höchsten Pflegestufe (3). Bader: „Und wir gehen auf die fünfzig Prozent zu!“ Die Schwerstpflege spiele eine immer größere Rolle, ebenso wie die Palliativpflege. Hierfür werde gerade eine eigene Abteilung eingerichtet. Das dafür erforderliche Personal bildet das Altenheim teilweise selbst aus.

Die Pflegereform des Jahres 2007 sieht Arndt Bader im Rückblick eher kritisch. Sie habe auf der einen Seite zwar mehr Personal für Schwerdemente gebracht (im Verhältnis eine Pflegekraft für 25 Erkrankte), auf der anderen Seite seien aber auch Stellen weggefallen. Bader: „Ergebnis gleich null. Keine Rede von einer nachhaltigen Reform!“ Weiterhin orientiere sich die Pflege „nach Minutenwerten“, ohne die Frage zu beantworten, wie viele Menschen man wirklich für die Pflege von Demenzkranken benötige.

Auf die Frage von Ausschussmitglied Ramazan Dalgali nach Heimbewohnern mit Migrationshintergrund antwortete Arndt Bader, die Nachfrage dieser Bevölkerungsgruppe nach Altenheimplätzen sei nach wie vor recht gering. Aber – abgesehen von einem muslimischen Gebetsraum, der beim Bau des Hauses nicht mit geplant worden sei – sei man darauf vorbereitet, dass die Zahl muslimischer Heimbewohner künftig steigen werde.

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