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Eine skeptische, aber doch noch abwartende Haltung

Dirk Faust, Chef der ARGE Remscheid. Foto: Lothar Kaiser

720 Stellen sind in Remscheid derzeit nicht besetzt“, überschrieb der Waterbölles am 26. Februar den Monatsbericht der Solinger Agentur für Arbeit. „Die Wirtschaftskrise beeinträchtigt die Remscheider Betriebe weiterhin“, hieß es darin. Und Ute Ackerschott, die Leiterin der Arbeitsagentur, zeigte sich erfreut über jene Firmenchefs, die trotzdem nicht gleich die schwere Keule der Entlassung hervorholen, sondern es zunächst mit Kurzarbeit versuchen. Dass Kurzarbeit auch im Rahmen von Zeitarbeit möglich sei, betonte gestern vor dem städtischen Sozialausschuss Dirk Faust, Chef der Remscheider ARGE, und verwies auf die Möglichkeit, Kurzarbeit mit Qualifizierungsmaßnahmen zu verbinden. Dass derzeit in 107 Remscheider Betrieben kurzgearbeitet werde und 58 entsprechende Anfragen gestellt haben, wertet der Chef der ARGE als positiv: „Das verdeutlicht das Prinzip Hoffnung!“

Die wesentlichen Zahlen in der Kurzfassung: 5.389 Arbeitslose in Remscheid im Februar, 174 mehr als im Vormonat. Davon 1.725 bei der Agentur für Arbeit (Arbeitslosengeld) und 3.664 bei der ARGE (Sicherung des Lebensunterhalts der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen und der mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen nebst Sachleistungen, etwa für die Miete). 911 Arbeitslose meldeten sich im Februar ab, 1.725 neu an. Faust dazu: „Auch ion der Krise ist im Bestand immer Bewegung!“ Derzeitige Arbeitslosenquote in Remscheid: Neun Prozent (gegenüber 7,9 im August 2008 und 12,6 im Februar 2006). Zahl der freien Stellen: 418. „Aber eben nicht für ungelernte Arbeitskräfte“, so Faust.

Gegenwärtig herrsche derzeit eine skeptische, aber doch noch abwartende Haltung vor, berichtete der ARGE-Chef im Sozialausschuss weiter. Das gilt nicht nur für die Unternehmen, sondern wohl auch für die Agentur für Arbeit und die ARGE. Berichte aus heimischen Betrieben geben wenig Anlass zur Hoffnung. Faust: „Da sind Aufträge von heute auf morgen weggebrochen, mit denen man fest gerechnet und für die man bereits Material eingekauft hatte!“ Zwar sehe die Arbeitslosenstatistik für Remscheid noch immer bessder aus als für Solingen und Wuppertal. Doch bei Fortdauer der Krise könne sich der hohe Exportanteil der Remscheider Unternehmen (52 Prozent) als Nachteil erweisen. Noch schneide die ARGE mit ihrem Klientel gegenüber der Agentur für Arbeit noch besser ab. Aber das sei nicht ungewöhnlich, meint Dirk Faust. „Bei der ARGE kommt eine Krise erfahrungsgemäß erst später an.“ Die Zahl der Wartenden vor dem Büro der Agentur für Arbeit habe jedenfalls deutlich zugenommen – ein schlechtes Zeichen.

Wendet sich das Blatt nicht – wie alle hoffen -, wird das den Etat der Stadt empfindlich belasten. Derzeit müssen 5.408 Bedarfsgemeinschaften mit 10.868 Personen finanziell unterstützt werden. Das macht im Monat 4.777.000 Euro aus. Im Mai 2006 waren es 6.492 Bedarfsgemeinschaften und 5,6 Millionen Euro im Monat.

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