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Solarpark auf Deponiegelände wirtschaftlich fragwürdig

In der gestrigen Sitzung des Bauausschusses beantwortete die Verwaltung nach eingehender Prüfung – diese war von den Grünen am 12. Juni 2008 beantragt worden, die Frage, ob sich das Gelände der Deponie Solinger Straße für die Errichtung einer großflächigen Solarenergieanlage eignet. Hierzu fanden daraufhin neben einer gemeinsame Begehung des Geländes auch verschiedene Abstimmungsgespräche mit Vertretern der Politik, der REB, der EWR und einem Solaranlagenhersteller statt. Ergebnis: „Grundsätzlich besteht nach Aussage der EWR die Möglichkeit, den mittels einer Solaranlage erzeugten Strom im Bereich der Zufahrt zum Wertstoffhof oder an der Straße „Am Langen Siepen“ in das bestehende Stromnetz einzuspeisen. Wird von einer Anlage von 400kWp-Leistung (max. 1,5 bis 2 ha Fläche) ausgegangen, entspricht dies lt. Herstellerfirma z.B. einer Investitionssumme von ca. 1,6 bis zwei Millionen Euro. Aufgrund der geringen Sonneneinstrahlung in Remscheid und des immensen Kostendruckes durch die hohe Degression der Vergütung für Freiflächenanlagen in den kommenden Jahren ist das Projekt heute aus wirtschaftlicher Sicht fragwürdig.“

Hinzu komme, dass als Alternative kleine Anlagen auf öffentlichen Gebäuden denkbar seien – einem Segment, in dem der Kostendruck aufgrund der höheren Vergütung nicht so hoch sei. Daher gestalte sich die Suche nach einem Investor schwierig. Und: „Die EWR können im Wettbewerbsmarkt einfach und zu günstigen Marktpreisen regenerativ erzeugte Stromkontingente erwerben. Aus diesem Grund besteht derzeit nicht die Alternativfrage, solar erzeugten Strom selbst „herstellen“ und dazu noch das Betreiberrisiko tragen zu müssen.“

Denkbar sei aber auch, dass eine GbR, GmbH, Genossenschaft oder ein Verein eine „Bürger-Solar-Anlage“ errichte. Hierbei werde zuvor die Investitionssumme durch den Verkauf von „Wertpapieren“ aufgebracht. „Dieses Modell erfordert eine hohes Engagement und wurde beispielsweise in den Gemeinden St. Ingbert oder Bürstadt umgesetzt. Nach Aussage des Fachunternehmens wäre – je nach Nutzung des restlichen Deponiegeländes – auch eine Kombination mit anderen erneuerbaren Energien denkbar. Eine solche Erweiterung sei jedoch nur sinnvoll, wenn die Energie direkt genutzt oder ebenfalls in das öffentliche Netz eingespeist werden könne.“ - Im Rahmen des Wettbewerbs zur Folgenutzung des Deponiegeländes hatte die Verwaltung vorgegeben, ein bis zwei Hektar für die Einrichtung eines Solarparks einzuplanen.

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