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Statusbericht: Bergische Region aktiv beim Klimaschutz

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Remscheids Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz, der Landrat des Kreises Mettmann, Thomas Hendele, sowie die Oberbürgermeister von Solingen und Wuppertal, Franz Haug und Peter Jung, haben heute auf einer Pressekonferenz den ersten „Statusbericht Erneuerbare Energien“ vorgestellt, den die bergischen Großstädte und der Kreis Mettmann gemeinsam erarbeitet haben. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz hat die Einführung klimafreundlicher Energieerzeugung seit 2000 beschleunigt. Bilanzen darüber erstellt jährlich eine Arbeitsgruppe des Umweltministeriums für ganz Deutschland. Doch diese Zahlen für jede einzelne Kommune zu ermitteln, ist schwierig. Gemeinsam gelungen ist das jetzt dem Kreis Mettmann zusammen mit dem bergischen Städtedreieck. Landrat Thomas Hendele betonte, dass dieses Projekt ein gutes Beispiel für die regionale Zusammenarbeit ist und eine Reaktion auf den drohenden Klimawandel darstellt. „Durch den Sturm Kyrill ist uns allen nachvollziehbar vor Augen geführt worden, dass der Klimawandel keine abstrakte Angelegenheit ist oder nur die Eisbären am Nordpol betrifft. Die klimatischen Folgen machen sich auch im Kreis Mettmann und den Bergischen Städten bemerkbar.“

Als Zielgruppen des jetzt als Broschüre vorliegenden Berichts nannte Hendele die Entscheider in Politik, Wirtschaft und Verwaltung und alle interessierten Bürgerinnen und Bürger. „Der Klimaschutz genießt einen hohen Stellenwert in der Kreisverwaltung. Davon zeugen die Umsetzung des Solardachprogramms auf kreiseigenen Dächern sowie die aktuellen Planungen zur energetischen Sanierung kreiseigener Gebäude im Rahmen des Konjunkturpakets II.“

Franz Haug, Oberbürgermeister der Stadt Solingen, legte dar, dass das Themenfeld nun konkret fassbar werde. „In der Region werden Erneuerbare Energien zunehmend genutzt. Der vorliegende Statusbericht belegt das erstmals mit Zahlen.“ Auch in der Stadt Solingen sei die umweltfreundliche Wärmenutzung ein zukunftsträchtiges Thema. „Ein großes Verwaltungsgebäude der Stadtverwaltung wird seit mehreren Jahren aus einem der größten Holzhackschnitzel-Heizwerke in NRW versorgt.“ Haug betonte, dass insbesondere die Photovoltaik im schulischen Bereich ein Zeichen für eine umweltfreundliche Energieversorgung der künftigen Generationen setze. „Wir sind stolz darauf, dass inzwischen auf einem Fünftel der Solinger Schulgebäude Solarstrom erzeugt wird.“ Er stellte in Aussicht, dass an der Realisierung einer Solarsiedlung gearbeitet werde.

Peter Jung, Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal, hob hervor, dass mit dem Energiethema Holz auch soziale Aspekte abdeckbar sind. „Auf dem 2006 eröffneten Holzenergiehof der GESA (gemeinnützige Gesellschaft für Entsorgung, Sanierung und Ausbildung mbH))finden Beschäftigte mit niedrigem Ausbildungsniveau wieder eine Perspektive. Zudem wird die regionale Wertschöpfung durch die Holznutzung aus heimischen Wäldern gestützt.“ Man arbeite derzeit an einem Projekt zur Vergärung von Speiseresten aus Schulmensen und Betriebskantinen in einer Biogasanlage des Wupperverbandes. Jung betonte außerdem, dass die Stadt Wuppertal bundesweit bekannt sei als Sitz dreier Wissensträger der Erneuerbaren Energien. “Das Wuppertalinstitut für Klima, Umwelt und Energie, die EnergieAgentur.NRW und die Bergische Universität befruchten unsere Stadt mit ihrem Knowhow und haben bundesweit einen hervorragenden Ruf.“

Burkhard Mast-Weisz betonte, dass der Statusbericht die Fortsetzung der erfolgreichen Holzpotenzialstudie zum Thema holzartige Biomasse darstellt. „In Remscheid kommen Holzheizungen zunehmend in kommunalen Gebäuden und in vielen Privathaushalten zum Einsatz.“ Sowohl die Heizung der ehemaligen Stadtgärtnerei wie auch die einer Schule seien konsequent auf Biomasse umgestellt worden. „Wir kommen damit der Selbstverpflichtung im Bergischen Raum von 2003 nach. Holz soll neben Erdgas und Heizöl ein gleichwertiger Energieträger in öffentlichen Liegenschaften werden.“ Besonders stolz sei man auf das größte Holzpelletheizwerk Deutschlands mit zwei Megawatt Leistung, das seit Oktober 2008 im Stadtteil Hasenberg mehr als 600 Wohneinheiten und Gewerbeobjekte versorgt.

Mit 1255 Photovoltaikanlagen in den vier Gebietskörperschaften Ende 2007 hat sich die Anlagenzahl gegenüber dem Jahr 2000 mehr als verdoppelt und die installierte Leistung mehr als verdreifacht. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der solaren Wärmegewinnung, wobei wegen unterschiedlicher Förderinstitutionen die Altanlagen gar nicht erfasst werden konnten. Auch die Holzpelletheizungen sind mit ca. 300 Anlagen mit wachsender Tendenz in der Region vertreten. Bei Holzhackschnitzelheizungen wie auch bei den Biomasse-Blockheizkraftwerken sei der Zuwachs nicht so groß. Die Potenziale der Wasserkraft werden weitgehend genutzt. Wegen der Topographie sind die drei Bergischen Städte führend. Die Windkraft ist mit neun Anlagen und fünf Megawatt Leistung vertreten, stagniert jedoch im Zubau. Die Erdwärmenutzung habe in allen Gebietskörperschaften zugenommen. 528 Wärmepumpen bringen derzeit 3.716 kW Leistung.

Der „Statusbericht Erneuerbare Energien“ steht als Datei im Internet auf den Homepages der Bergischen Großstädte und des Kreises Mettmann (www.kreis-mettmann.de) zum Herunterladen bereit.

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Die bergischen Grünen am :

Der Statusbericht gibt einen informativen Überblick über den Stand erneuerbarer Energien in der Region. Gleichzeitig erläutert er anschaulich die Funktionsweisen und Einsatzmöglichkeiten der verschiedenen Verfahren. Ein gelungenes Nachschlagewerk für interessierte Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Was jetzt noch fehlt, ist eine Klima-Bilanz. Was haben die Klimaschutzmaßnahmen bisher gebracht? Wie viel CO2 wurde in den vergangenen Jahren eingespart? Welche Entwicklungen sind zu erwarten? Das städtische Gebäudemanagement in Remscheid hat bislang beachtliche CO2 Einsparungen erwirtschaftet. Jetzt gilt es mit dem Wissen in die Fläche zu gehen. Wir erwarten auch von den Stadtwerken nennenswerte Initiativen zum Einsatz erneuerbarer Energien. Die Zeit drängt. Um die Erwärmung des Weltklimas auf 2,0 Grad zu beschränken, müssen enorme Anstrengungen geleistet werden. Das Ziel der Bundesregierung, 40 % der CO2-Emmissionen bis 2020 und 80% bis 2050 zu reduzieren, muss auch vor Ort in den Kommunen umgesetzt werden. Solingen, Remscheid, Wuppertal und der Kreis Mettmann sind Mitglieder im Klimabündnis und haben schon früh ambitionierte Klimaschutzkonzepte erarbeitet. Der Statusbericht gibt einen guten Überblick über die konkreten Maßnahmen. Wir erwarten, dass er den jeweiligen städtischen Gremien vorgestellt wird, um auf dieser Basis weitere konkrete Zielvorgaben und Kennzahlen für den Einsatz erneuerbarer Energien in der Region zu erarbeiten. Die Bergischen GRÜNEN fordern jetzt die nächsten Schritte: eine CO2-Bilanz der Maßnahmen und konkrete Vorschläge für ein Maßnahmepaket bis 2020. Im Rahmen der Investitionen im Konjunkturpaket II muss ein Schwerpunkt auf den Einsatz von erneuerbaren Energien bei der energetischen Sanierung und auf Baumaßnahmen nach neuesten Energiestandards gelegt werden. Der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energieträger ist der richtige Weg und darüber hinaus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor – denn die Potenziale in unserer Region sind groß. Wir appellieren daher an die Stadtverwaltungen und EntscheidungsträgerInnen der bergischen Städte, sich jetzt nicht auf dem Erreichten auszuruhen, sondern mit aller Kraft an der Energiewende für einen effizienten Klimaschutz weiterzuarbeiten.“ (Stephan Jasper, Remscheid, Dietmar Gaida, Solingen, Bettina Brücher, Wuppertal und Felix Gorris, Kreis Mettmann)

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