Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Schädliches Blei im Boden des Müngstener Brückenparks

Stahlkonstruktionen wurden bis Mitte der 1960er Jahre mit einer Grundierung aus Bleimennige und einem weiteren Anstrich vor Korrosion geschützt. In späteren Jahren wurde der Stahl von Freileitungsmasten verzinkt und mit weniger bleihaltigen Stoffen beschichtet; heute werden nur noch bleifreie Anstriche verwendet. Da der Verdacht bestand, dass durch Verwitterung und nicht korrekt ausgeführte Anstricharbeiten Schadstoffe in den Boden gelangt sind, veranlasste die RWE Transportnetz Strom GmbH 2008 Pilotuntersuchungen an ausgewählten Standorten ihres Höchstspannungsnetzes. Dabei wurde festgestellt, dass es durch Witterungseinflüsse und Wartungsarbeiten im Umfeld der Maststandorte tatsächlich Schwermetalle in den Boden gekommen sein können. Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV NRW) sowie die unteren Bodenschutzbehörden wurden hierüber informiert. Aufgrund eines Erlasses des MUNLV bildete sich im vergangenen Jahr unter Federführung des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz ein Arbeitskreis, um landesweit einheitliche Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. Aus einer Liste mit allen in Remscheid vorhandenen Höchstspannungsmasten, die die RWE-Tochter der Stadt Remscheid übersandt hat – geht hervor, dass über das Stadtgebiet zwei Strecken des Höchstspannungsnetzes des RWE verlaufen - zwischen Westen und Wüste bzw. zwischen Hackenberg und Dörperhöhe mit insgesamt 27 Masten, davon 14 auf landwirtschaftlichen Flächen. Drei der Maststandorte auf landwirtschaftlichen Flächen wurden im Auftrag des RWE untersucht:

Die Bodenmischproben aus unterschiedlichen Tiefen im direkten Mastumfeld, unter der Traversen sowie von Referenzflächen weiter entfernt vom jeweiligen Standort wurden auf Blei, Cadmium, Chrom und Zink untersucht. Es stellte sich heraus, dass im direkten Umfeld der Standorte erhöhte Schwermetallgehalte auftreten, die jedoch mit zunehmendem Abstand von der Grundfläche und zunehmender Tiefe deutlich abnehmen. Zitat aus der Miteilungsvorlage der Verwaltung  an den Umweltausschuss:

„Für alle drei untersuchten Standorte wurden keine Prüfwertüberschreitungen der Bundes - Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) für den Wirkungspfad Boden - Mensch festgestellt, während die Ergebnisse im Hinblick auf den Wirkungspfad Boden - Pflanze Überschreitungen von Prüf- oder Maßnahmewerten für eine ackerbauliche Nutzung zeigen. Werden die Flächen als Grünland genutzt, besteht kein Handlungsbedarf.“ Dagegen soll bei einer Nutzung der Grundstücke für Ackerbau durch Kalkung der  pH -Wert des Bodens angehoben werden. Auch habe die Überprüfung sämtlicher Remscheider Maststandorte durch den Fachdienst Umwelt anhand von Luftbildern und Ortsbesichtigungen ergeben, dass ein Mast auf einer Grünfläche zwischen Wohnhäusern stehe: „Das RWE wurde darüber informiert und wird weitere Untersuchungen auf dieser Fläche beauftragen.“ Auch soll eine eventuelle Grundwassergefährdung durch die vorhandenen Schadstoffe untersucht werden. Künftig werde die RWE Transportnetz Strom GmbH bei Neuanstrichen vorhandener Masten schadstofffreie Materialien einsetzen.

Der letzte Komplettanstrich der Müngstener Brücke erfolgte 1960 - 1962. Bodenproben im Bereich des „Brückenparks“, die die Stadt Solingen veranlasste, ergaben Schadstoffgehalte an unlöslichem, aber auch löslichem Blei, die weitere Untersuchungen erfordern. Dabei handelt es sich um abgeblättertes Anstrichmaterials (Bleimennige).

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!