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Kein Geld für die Kontrolle ungebetener Toiletten-Besucher

Warum muss es eigentlich Monate dauern, bis die Stadtverwaltung eine simple Frage beantwortet? In der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Grünflächen und Ordnungsangelegenheiten am 2. September vergangenen Jahres, also vor sechs Monaten, bat Michael Kleinbongartz, sachkundiger Bürger der FDP, um Informationen zur Toilettenbenutzung der Musik- und Kunstschule durch „Menschen, die sich im Bökerspark aufhalten“ und um Vorschläge zur Abhilfe. Inzwischen liegt dem Ausschuss die Antwort der Verwaltung vor:

„Die Musik- und Kunstschule ist ein öffentliches Gebäude. Da dieses innerhalb der Öffnungszeiten ohne Eingangskontrolle betreten werden kann, ist die Nutzung der zugänglichen Toilettenanlagen auch für Personen möglich, die nicht zum Publikum des Institutes gehören. Der Verschmutzungsgrad der Toiletten wurde bisher durch diese Benutzungen jedoch nicht zum Negativen verändert. Es hat in den vergangenen Jahren immer mal wieder ‚Überraschungen’ in dieser Hinsicht gegeben, die sich aber sowohl an Häufigkeit wie Dramatik’ in Grenzen hielten. Ein vorübergehender Versuch, die WC-Anlage im Untergeschoss zu verschließen, hat den Betriebsablauf so wesentlich gestört, dass hierauf wieder verzichtet wurde.

Da weder das Versperren der WC-Anlagen noch der generelle Verschluss des Gebäudes wegen der erheblichen Beeinträchtigungen des Betriebsablaufes möglich ist, könnte Abhilfe nur dann geschaffen werden, wenn eine wirksame Zugangskontrolle durch eine zusätzliche Aufsichtsperson während der Öffnungszeiten erfolgt. Die Musik- und Kunstschule ist durchschnittlich an fünf Tagen wöchentlich von 8 bis 21 Uhr geöffnet, so dass für diese Maßnahme mindestens zwei Stellen mit insgesamt 65 Stunden/Woche einzurichten wären. Allein die hierfür entstehenden Personalkosten sind schon nicht finanzierbar. Alle weiteren Alternativen wie z.B. Zutrittsysteme mittels Code-Karten, Aushändigung von Schlüsseln, etc. scheiden wegen des logistischen Aufwands und der entstehenden Kosten ebenfalls aus. In Anbetracht der zwar latent auftretenden Beeinträchtigungen besteht zum jetzigen Zeitpunkt jedoch kein akuter Handlungsbedarf.“

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Kommentare

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Thomas Judt am :

Leider ist es Mode geworden, einen simplen Sachverhalt, auf dessen Antwort man bei genauerem Hinschauen vielleicht auch selbst kommen könnte, zur politischen Anfrage zu erheben. Dies umso mehr, wenn Wahlkampfzeiten anbrechen. Es ist entgegen häufiger Annahmen nicht so, dass die Mitarbeiter der Stadtverwaltung in ihren Büros sitzen und auf Anfragen warten, damit ihre Beschäftigung weiter gesichert ist. Ein Anruf an der richtigen Stelle könnte in 99 von 100 Fällen oftmals den Sachverhalt innerhalb von fünf Minuten klären. Sicher wird der Remscheider Bürger bzw. die Bürgerin verstehen, wenn die städtischen MitarbeiterInnen, die nach den jeweiligen Einsparunden der vergangenen Jahre mit der einhergehenden Arbeitsverdichtung, der Einführung von NKF, der Umstellung der Finanzsoftware, der Implementierung eines neuen integrierten CAFM-Moduls (Computer Aided Facility Management-Moduls) etc.. prioritär damit beschäftigt sind, ihren jeweiligen Arbeitsbereich am Laufen zu halten und die ein oder andere nicht ganz kriegsentscheidende Anfrage erst in einem Zeitfenster abarbeiten, welches als "etwas ruhiger" zu bezeichnen ist. Ich habe einige Zeit mit mir gerungen, ob ich wirklich einen Kommentar abgeben soll. Ich denke, ich bin es meinen Mitarbeitern schuldig. Vielleicht ist es ja remscheidspezifisch, dass häufig ein negativer Kommentar gegenüber der Stadtverwaltung bei der schreibenden Zunft, begleitend zu Sachinformationen, eingebaut wird. Dies ist für die Motivation der Mitarbeiterschaft nicht gerade förderlich. Ich denke wir sollten uns auf wesentliche Dinge konzentrieren: z.B. auf die Abarbeitung des Konjunkturprogramms II und der anderen angestoßenen Maßnahmen. Hierfür werden motivierte Mitarbeiter benötigt. Es wäre schön, wenn zukünftig die oben beschriebenen simplen Fragen telefonisch mit mir unter 162422 besprochen werden oder im Falle meiner Abwesenheit in meinem Vorzimmer unter 162283 hinterlegt werden. Dann können meine Mitarbeiter ihren originären Aufgaben nachgehen. Ich verspreche, ich rufe zeitnah zurück. Thomas Judt, Leiter des städtischen Gebäudemanagement

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